Frostschäden an Rosen

Damit Sie im nächsten Frühjahr keine böse Überraschung bei Ihren geliebten Rosen erleben, sollten Sie diese unbedingt vor den anstehenden kühlen Monaten schützen. Andernfalls könnte Ihre Rose erfrieren.


Ein kleines Naturschauspiel: Froststerne auf RosenblätternDas können Sie gegen den Frost tun

  • Zunächst ist es von Vorteil, wenn sich die Veredlungsstelle mindestens sechs Zentimeter tief in der Erde befindet. So ist es der Pflanze möglich, auch bei starkem Frost und Frostschäden an den oberen Trieben, dennoch neu auszutreiben.
  • Verzichten Sie nach der Blüte auf das Düngen mit Stickstoff,

    denn dieser fördert nur unnötig vor den kalten Monaten das erneute Wachstum neuer Triebe, welche ohnehin im Winter erfrieren würden.

  • Ebenso sollten Sie im späten Sommer auf einen zu starken Rückschnitt der Rosen verzichten, denn dieser hat denselben Effekt und fördert das Wachstum neuer Triebe.
  • Schützen Sie vor allem die Wurzeln der Rosen, indem Sie diese kurz
    vor dem anbrechenden Winter mit Erde anhäufen. Das heißt, Sie machen einen etwa 15 Zentimeter großen Haufen Erde rund um die Rosenstöcke.
  • Ideal wäre natürlich eine Mischung aus Erde und Kompost. Aber auch Mulch ist eine gute Wahl. So wird verhindert, dass der Boden an dieser Stelle bis tief in die Wurzelregion durchfriert und die Wurzeln bleiben vor Frostschäden weitestgehend unbeeinträchtigt.

Beim Überwintern höher wachsender Rosen muss jedoch etwas anders vorgegangen werden. Hier empfiehlt es sich die Kronen der Rosen mit einem Leinensack zu bedecken und diesen fest zu verschließen, sodass keine Kälte unter den Sack eindringen kann.


So äußern sich Frostschäden


Es gibt verschiedene Anzeichen, die auf Frostschäden bei Rosen hindeuten:

  • Zum einen können dies chlorotische Austriebe sein, bei denen sich an den Enden der Triebe in gegenüberliegender Anordnung zwei Blattstiele bilden.
  • Ein anderes Anzeichen wären zunächst gesund aussehende Triebe, die später einfach gelb werden und schließlich verkümmern. In diesem Fall sollten Sie den Trieb bis zum gesunden Holz zurückschneiden.

  • Erkennen Sie eine leichte Blasenbildung an den Blättern der Rosen, dann lässt sich dies ebenso auf einen Frostschaden zurückführen.
  • Zeigen sich vertrocknete Triebe mit Längsrillen im Holz, dann sind diese eine Art „gefriergetrocknet“. Dieses Anzeichen kommt zutage, wenn die Rose in Frostzeiten vom Boden her zu trocken stand und vom Wind zusätzlich ausgetrocknet wurde. Sie können diese böse Überraschung jedoch vermeiden, indem Sie die Rosen an frostfreien Tagen etwas gießen. Zudem sollten Sie die betroffenen Stellen bis hin zur Veredlungsstelle einkürzen.

  • Ist die Rose stark erfroren, aber die Veredlungsstelle noch nicht betroffen, können Sie die gesamte Pflanze retten, indem Sie diese bis hin zur Veredlungsstelle kürzen. Nach dem Rückschnitt wird die Rose erneut mit Erde angehäuft und treibt dann im Frühjahr wieder neu aus.