Mammutblatt überwintern

blaetter1_flDas Mammutblatt fällt durch seine riesigen Blätter und die dornigen Stiele auf. Die Pflanze stammt aus dem südlichen Brasilien. Das Mammutblatt benötigt viel Sonne und Wärme, regelmäßig Wasser und Nährstoffe.

Wenn das gewährleistet ist, wird sie riesige Blätter bilden und kann auch blühen. Sie ist ein richtiges Highlight im Garten. Das Mammutblatt ist eine ideale Kübelpflanze. So kommt sie besonders gut zur Wirkung. Allerdings ist die Pflanze nur bedingt winterhart. In Ihrer Heimat, in Südbrasilien, kann es bis zu – 10 ˚C kalt werden,

aber nur selten und nicht kälter. Bei uns muss in den meisten Gegenden mit lang anhaltendem Frost und tieferen Temperaturen gerechnet werden. 

Winter- /Frostschutz

Der Wurzelstock des Mammutblattes sollte nicht richtig tief einfrieren. Deshalb packt man ihn mit Tannenzweigen ein. Wichtig ist, die Blattstiele auf etwa 30 cm zurück zuschneiden. Rings um die Pflanze sollte der Boden von Laub erst einmal gesäubert werden, damit keine Schnecken dort Verstecke finden. Dann werden die Stümpfe mit Tannenzweigen abgedeckt. So entsteht ein Luftpolster. Darauf kann man Laub aufschütten oder auch die abgeschnittenen Mammutbaumblätter  ausbringen. Wenn man Laub verwenden möchte, ist Hartholzlaub empfehlenswert, da es nicht
so schnell zu faulen beginnt. 

Eine andere Möglichkeit, die ebenfalls einen guten Schutz bietet ist, ein Gerüst, z.B. ein Drahtgeflecht über den abgeschnittenen Stielen und dem Herzen der Pflanze aufzustellen.  Darum kann man dann Reisig aufschichten und alles notfalls, bei lang anhaltendem Frost noch mit Laub oder Stroh auffüllen. Bei der Haltung als Kübelpflanze ist es ideal, den Pflanztopf annähernd frostfrei zu überwintern. Man kann ihn in den Keller stellen. Das Mammutblatt kann den Winter auch ohne Licht überstehen. Im ersten Winter sollte man die Pflanze generell noch nicht auspflanzen, sondern im Kübel überwintern.

schnee-winterMammutblatt im Frühjahr

Im Frühjahr, wenn man das Mammutblatt wieder ins Freie bringt, ist die Pflanze spätfrostgefährdet. Schäden werden vermieden, wenn man den Kübel und den Neuaustrieb mit einem Tuch oder etwas ähnlichem abdeckt. Wenn die Pflanze im Garten abgedeckt überwintert hat, wird es im Frühjahr noch mal knifflig. Wann ist der richtige Zeitpunkt, die Abdeckung wieder zu entfernen? Lässt man die Tannenzweige zu lange auf der Pflanze, beginnen die schon gebildeten Blätter zu faulen. Außerdem kann sich Ungeziefer einnisten. Nimmt man die Abdeckung allerdings zu früh weg, können Spätfröste die Pflanze gefährden und die neu gebildeten Blätter abtöten. Oft ist es am sichersten, die Abdeckung zu entfernen, aber nicht zu beseitigen. Wenn Spätfröste angesagt werden, muss schnell gehandelt und nochmals über Nacht abgedeckt werden. Morgens entfernt man dann alles wieder. Das ist zwar etwas aufwändig, hilft aber dem Mammutblatt zu überleben. So kann sich die Pflanze in ihrer ganzen Schönheit entfalten.

Vorsicht

Wühlmäuse und anderes Getier überwintern ebenfalls gern unter der Schutzabdeckung. Dann muss man mit Fressschäden rechnen. Außerdem vermehrt sich das Mammutblatt sehr stark. Wenn die Winter mild sind und nichts von der Pflanze wegfriert, kann sie sich enorm schnell ausbreiten. In einigen Gegenden gilt sie als Unkraut und wird absolut bekämpft.alt