Winterharte & winterfeste Pflanzen - Pflege im Winter

BuchsbaumUnsere einheimischen Pflanzen sind hervorragend auf unsere Winterverhältnisse vorbereitet. Anders verhält es sich mit Pflanzen, deren Heimat in wärmeren oder einfach anderen Klima liegt.

Sie kommen mit unseren kalten und oft schneearmen Wintern nicht klar, erleiden schwere Schäden oder gehen ein. Mit einem warmen Mantel und einem Schutz für die Wurzeln bringt man auch empfindliche Pflanzen sicher über den Winter. Und dieser Winterschutz kann sogar gut aussehen.

Drei Dinge sind es, die den Pflanzen aus fernen Ländern bei uns

im Winter zu schaffen machen:

  • Bei Kübelpflanzen gefriert nach längeren Frostperioden die Erde, dabei werden die Wurzeln geschädigt.
  • Für immergrüne Pflanzen ist der Wechsel von warmer Wintersonne am Tag und nächtlichem Frost sehr schädlich. Blätter und Rinde platzen.
  • Sämtliche Pflanzen vertrocknen bzw. verdursten, wenn der Boden gefroren ist.
Warme Socken für Kübelpflanzen

In wärmeren Gegenden kann man eine ganze Anzahl von Kübelpflanzen durchaus auch im Winter im Freien lassen: Lorbeer zum Beispiel, Bambus, Oliven, Feigen usw. Sie werden nur bei Frostgraden unter minus 5 Grad kurzfristig ins Haus genommen. Doch wenn die Temperaturen länger knapp um 0 Grad bleiben, friert das Substrat durch und die Wurzeln mit. Das überlebt keine Pflanze. Also schützt man in solchen Fällen die Wurzeln.

So wirds gemacht:

Stellen Sie die Pflanze in einen Übertopf, der soviel größer ist, dass zwischen beiden Töpfen 10 cm Freiraum wird mit Holzwolle, Styroporkugeln, zerknüllten Zeitungen gefüllt. Oder sie legen in den Übertopf eine Noppenfolie, und stellen den Pflanztopf hinein. Die Noppenfolie wird hochgezogen und über das Substrat gelegt. Sie können auch den Pflanztopf direkt mit Holzwolle oder einer dicken Schicht Zeitungspapier einpacken und dann das Ganze mit einem Vlies oder Noppenfolie verpacken. Wenn Sie auf dem Balkon in den Kästen Winterbepflanzung haben, etwa
href="http://www.hausgarten.net/arbeit-im-garten/hecken/koniferen-pflanzen.html">Koniferen, Gräser usw. sollten Sie den Kasten mit Noppenfolie auskleiden (unten Abflusslöcher nicht vergessen), und dahinein die Pflanzerde geben.

Schutz vor Wintersonne

olivenbaum_flTagsüber Wintersonne, nachts Frost, das schädigt vor allem immergrüne Pflanzen wie Rhododendron, Buchs, Bambus usw. Die Zellen weiten sich in der warmen Sonne, wenn es kalt wird, gefriert die Zellflüssigkeit und die zellen platzen. So werden Blätter und Rinde geschädigt.

Pflanzen im Kübel sind dabei besonders gefährdet. Auf keinen Fall darf man solche Pflanzen warm einpacken, sie würden in dem warmen Paket faulen. Man schützt diese Pflanzen mit Matten und Zweigen. So wirds gemacht: Stellen Sie rund um die gefährdeten Pflanzen Schilfmatten auf. Pflanzen können sogar wie in einem spitzen zelt darin den ganzen Winter verbringen. Eine andere Möglichkeit: Binden Sie die Pflanzen mit Tannenzweigen ein.

Bei Rosen ist die Veredlungsstelle stark gefährdet. Oft werden deshalb Rosenhochstämmchen im Winter dick eingepackt. Das bringt nur wenig. Bei Hochstämmchen genügt es, die Veredlungsstelle mit Tannenreisig oder einem Leinensack zu schützen. Mit Reisig oder Matten geschützte Kübelpflanzen sehen auf Terrasse und Balkon nicht mal schlecht aus.

Kletterpflanzen schützen

Nicht alle Kletterpflanzen halten unsere harten Winter aus. Sie müssen einen sorgsamen Winterschutz bekommen.

So wirds gemacht:

Kletterpflanzen im Kübel

müssen vor dem Erfrieren der Wurzeln geschützt werden, deshalb den Kübel wie oben beschrieben einpacken. Mit Tannenreisig oder einer Schilfmatte, die man am Spalier befestigen kann, wird die Pflanze vor Sonne und Frost geschützt. Dabei muss der Winterschutz nicht bis obenhin reichen, die ersten zwei Meter genügen. Im Frühjahr werden erfrorene Triebe schnell wieder ersetzt.

Steht die Kletterpflanze im Boden, muss sie unten an der Wurzel gut im Laub, Kompost oder Erde angehäufelt werden. Dieser Fußschutz sollte mindestens 20 cm hoch sein. Er bewirkt, dass der Boden und damit die Wurzeln nicht erfrieren und, fast noch wichtiger, dass die Erde nicht austrocknet und die Pflanze im Winter verdurstet.

Pflanzen im Freien schützen

Auch Pflanzen, die draußen im Garten überwintern, sollte man vor Winterschäden schützen, Rosen, Azaleen, Rhododendren, Bambus und viele andere mehr vertragen sehr harte Winter nicht so gut.

So wirds gemacht:

Legen Sie rund um den Wurzelbereich eine dicke Mulchschicht aus Laub oder Stroh. Packen Sie die gefährdeten Pflanzen in Schilfmatten oder mit Tannenreisig ein, aber so dass sie noch atmen können. Hohe Gräser werden zusammengebunden und dann mit Reisig oder Schilfmatten geschützt. Große Rhododendren kann man nicht schützen, deshalb muss man schon bei der Pflanzung dafür sorgen, dass sie im Winter natürlichen Schutz vor der Sonne haben, durch einen unbelaubten Baum, eine Hausmauer oder ähnliches.

Gießen im Winter

Viele Pflanzen fallen nicht dem Frost zum Opfer, sondern verdursten. Im gefrorenen Boden können sie kein Wasser aufnehmen, es dringt oft auch kein Wasser in die Erde. Vor allem Immergrüne müssen an frostfreien Tagen mit lauwarmem Wasser gegossen werden. Kübelpflanzen, die draußen überwintern, müssen Sie ebenfalls gießen, auch wenn sie gegen Frost geschützt sind.alt