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Winterschutz für Gehölze

Gartenfreunde stehen jedes Jahr aufs Neue vor der Frage, wie sie ihre Pflanzen richtig schützen. Denn die meisten Pflanzen, speziell die exotischeren Arten, haben Probleme mit der Kälte oder der Nässe unserer Winter.

wintergarten4Am wichtigsten ist ...



erst einmal ein geeigneter Standort. Denn der beste Winterschutz bringt nichts, wenn die Gehölze zu wenig Licht erhalten oder an einem sehr feuchten Ort stehen. Passt ihnen der Standort nicht, werden sie über kurz oder lang eingehen, auch mit entsprechendem Winterschutz.

Frostschäden und Staunässe vorbeugen

Gerade Stauden und Gehölze, die zwar winterhart sind, aber aus Steppengebieten stammen, haben große Probleme mit den hier sehr feuchten Wintern. Leicht verfaulen sie einfach in der Erde, wenn sie mit zu viel Nässe zu kämpfen haben. Hier empfiehlt es sich, den Blattschopf zusammenzubinden und die unteren Teile der Pflanzen mit etwas Rindenmulch zu ummanteln. Auch trockenes Laub eignet sich hierfür gut. Um diese Schicht dann zu fixieren, können Sie sie noch mit ...



einigen Reisig- oder Tannenzweigen beschweren. Gerade bei lehmigen Böden sollten Sie in den Wurzelballen noch etwas Sand einarbeiten - so wird die Pflanze vor Staunässe geschützt und durch die Abdeckung auch gleich vor Frostschäden.

Richtige Wässerung im Winter

Besonders wichtig für immergrüne Gehölze wie für Koniferen, Tannen, Eiben oder Kiefern dagegen ist eine Wässerung. Da diese auch im Winter grünen, benötigen sie auch während dieser Zeit eine hohe Menge an Feuchtigkeit, um ihre Nadeln zu versorgen. Hier sollte etwa Mitte Oktober eine gründliche Wässerung stattfinden. Mindestens 30 bis 40 Liter sind pro Quadratmeter anzunehmen, um eine ausreichende Versorgung der Pflanzen zu gewährleisten. Diese Wässerung sollten Sie aber auch Ihrem Efeu oder Rhododendron gönnen.

Abdeckung von Gehölzen

Koniferen, Rhododendron und andere immergrüne Gehölze sind außerdem oft sehr frostempfindlich. Leben Sie in einer Gegend mit relativ geringer Schneewahrscheinlichkeit sollten Sie diese Pflanzen Fichtenreisig abdecken, um sie vor Frostschäden zu schützen. Dies ist bei einer hinreichend dicken Schneedecke dagegen nicht nötig, da diese den besten und gleichzeitig natürlichen Frostschutz bietet.

winter-zweige-nadelbaum-schnee_flAber auch die sommergrünen Gehölze wie Hibiskus, die eigentlich winterhart sind, sollten in bestimmten ungünstigen Lagen abgedeckt werden. Auch hier empfiehlt sich der Einsatz von Fichtenzweigen. Bei extrem frostigen Temperaturen können Sie zusätzlich im Wurzelbereich eine etwa 20 cm starke Schicht Laub im Wurzelbereich aufschütten. Dieses Laub sollte allerdings trocken sein, um einen ausreichenden Schutz bilden zu können.

Beet- und Strauchrosen überwintern

Pflanzen Sie in Ihrem Garten Beetrosen? Dann sollten Sie diese vor dem Wintereinbruch etwa auf die Hälfte der Trieblängen kürzen, der vollständige Rückschnitt sollte dann im nächsten Frühjahr erfolgen. Nach demvorwinterlichen Kürzen der Triebe sollte hier etwas Erde (etwa 15 cm hoch) angehäuft werden, um diese edlen Pflanzen zu schützen. Bei den besonders kälte- und frostempfindlichen Sorten können Sie auch noch eine Abdeckung mit Fichtenzweigen nutzen.

Auch Strauchrosen sind dankbar für einen effektiven Winterschutz. Die oft mehrfach blühenden Gewächse haben dabei jedoch sehr unterschiedliche Ansprüche. Bei den meisten Sorten genügt es, sie bereits beim Einpflanzen ausreichend tief in die Erde gesetzt zu haben. Eine Anhäufung um die Veredelungsstelle mit Erde kann aber generell nicht schaden. Extrem empfindliche Sorten sollten zusätzlich mit Fichtenzweigen abgedeckt werden, wobei bei den Strauchrosen der Rückschnitt der Triebe nicht notwendig ist. Am einfachsten haben Sie es mit wilden Strauchrosen, die nicht veredelt sind. Diese bedürfen in der Regel keinerlei Winterschutzmaßnahmen.

Hochstammrosen werden Ihnen dagegen, gerade wenn sie bereits älter sind, Schwierigkeiten bereiten. Hier empfiehlt es sich, die Triebe abzusenken und dann abzudecken. Die älteren Pflanzen haben aber leider oft nicht mehr ausreichend stark biegsame Triebe und Stämme, so dass das Absenken hier oft schwierig ist.
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