Frostschäden an Zimmerpflanzen und Gartenpflanzen

frost2Viele Pflanzen, die inzwischen in den Gärtnereien verkauft werden, sind eigentlich für das mitteleuropäische Klima nicht geeignet und müssen deshalb rechtzeitig eingeräumt oder mit einem Winterschutz versehen werden.

Wird dies vergessen, kommt es zu Frostschäden, die sich auf unterschiedliche Weise zeigen können.
  • Die Blätter der Pflanze sind verfärbt, eingerollt oder abgefallen. 
  • Die Triebe hängen schlaff herab. 
  • Die Wurzel ist matschig und fällt auseinander. 
  • Die ganze Pflanze wird braun und matschig. 
  • Bäume und hierbei besonders die Obstbäume haben Risse in der Rinde. 
  • Die Pflanze treibt im Frühling nicht mehr

    aus.
Frostschaden oder Trockenschaden

Viele Gartenpflanzen sehen nach dem Winter aus, als wären sie erfroren, doch in vielen Fällen handelt es sich nicht um einen Frost- sondern einen Trockenschaden. Immergrüne Pflanzen verdunsten auch im Winter über ihre Blätter Wasser und müssen deshalb mit ausreichend Feuchtigkeit versorgt werden, wenn es nicht regnet. Besonders Pflanzen, die direkter Sonne oder Wind ausgesetzt sind, sind gefährdet und müssen deshalb während der Wintermonate an frostfreien Tagen gegossen werden, denn nur wenn der Boden nicht gefroren ist, können die Wurzeln Wasser aufnehmen.

Frostschäden werden am besten erst dann beseitigt, wenn die Pflanze wieder neu austreibt, soweit sie den Winter überlebt
hat. Dann ist am leichtesten zu sehen, welche Triebe erforen sind und abgeschnitten werden können. Hierbei ist aber etwas Geduld gefragt, denn bei manchen Pflanzen kann der Neuaustrieb nach einem harten Winter auch etwas länger dauern.

Frostschäden an Bäumen

Bei Bäumen kommt es neben braunen und vertrockneten Blättern in sehr kalten Wintern häufig zu Frostrissen in den Stämmen. Meist zeigen sich diese Risse auf der Südseite, die von der Sonne erwärmt wird, während die Rinde auf der anderen Seite gefroren ist, sodass es zu einer großen Spannung kommt. Zum Schutz vor solchen Rissen können die Stämme weiß gekalkt werden, wodurch das Sonnenlicht reflektiert wird und die Rinde sich an einem sonnigen Wintermorgen nicht so schnell aufheizt.

Frostschäden an Kübelpflanzen

Eine Kübelpflanze, selbst eine Bananenstaude, ist nicht gleich abgestorben, wenn sie eine Nacht mit Minustemperaturen draußen verbracht hat. Die Pflanzen lassen dann zwar die Blätter und vielleicht auch die Triebefrost3_fl hängen, können aber dadurch gerettet werden, dass sie schnell in einen kalten, aber frostfreien Raum gebracht werden. Meist haben die Wurzeln und das ältere Holz noch keinen Schaden genommen, sodass die Pflanze im nächsten Frühjahr wieder austreiben wird. Um zu überprüfen, ob eine Kübelpflanze noch lebt, kann mit dem Fingernagel etwas Rinde abgekratzt werden. Ist der Trieb darunter noch grün, lebt die Pflanze noch, ein komplett abgestorbener Trieb ist auch unter der Rinde braun.

Frostschäden an Zimmerpflanzen

Zimmerpflanzen, die nur für die Sommermonate auf den Balkon oder die Terrasse gestellt werden, sind in der Regel sehr empfindlich gegen Frost. Bei ihnen bedeutet meist schon eine kalte Nacht im Freien den Tod der Pflanze, sodass sie dann ersetzt werden muss. Versuchsweise kann sie aber einige Zeit an ein Fenster in einem hellen Zimmer gestellt werden, um zu sehen, ob sie sich noch wieder erholt.
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