Hibiskus überwintern

Hibiskus mit roter BlüteDer Hibiskus gehört zu den schönsten Blütenpflanzen, der bei ordentlicher Pflege den ganzen Sommer über blühen kann. Er wird auch Roseneibisch, oder Chinarose genannt und erscheint, je nach Sorte, in den unterschiedlichsten Farben. Er kommt ursprünglich aus China und Ostindien, ist mittlerweile aber weltweit zu finden. Er ist die Nationalblume des Inselstaates Hawaii und kann bis zu zwei Meter hoch werden. Hinsichtlich seiner Pflege ist die Pflanze nicht sonderlich anspruchsvoll, allerdings sollten für ein möglichst schadloses Überwintern einige Dinge beachtet werden.

Standort und Temperatur

/>
Der Hibiskus erreicht seine Vollblüte nur in einem bestimmten Temperaturbereich, der sich meistens zwischen 17 und 28 Grad bewegt. Bei abweichenden Temperaturen nehmen die Blütenzahl und deren Qualität sichtlich ab. Daher verwundert es auch nicht, dass der Hibiskus in subtropischen Gebieten als Winterblüher gehandelt wird, weil es ihm dort im Sommer zu heiß ist. Hierzulande ist es ihm im Winter aber deutlich zu kalt, weshalb Vorkehrungen für eine gute Überwinterung getroffen werden müssen. Da die meisten Hibiskussorten nicht winterhart sind, alle aber viel Sonne für ein ordentliches Wachstum benötigen, muss bei der Standortwahl unbedingt auf gute Lichtverhältnisse geachtet werden. Auch auf die Temperaturspanne sollte geachtet werden, weshalb sich beispielsweise ein beheizter Wintergarten anbieten würden. In jedem Falle sollte die Umgebung nicht kühler als 10 Grad sein, da die Pflanze den Winter ansonsten nicht schadlos überstehen kann.

Wasserversorgung im Winter

Die Pflanzen sind auch im Winter besonders anfällig gegenüber Staunässe. So kann es bei unsachgemäßer Handhabe der Wasserversorgung schnell Schäden an der Pflanze kommen. An den Blättern entstehen bei länger andauernden Nässe Blattflecken, die zu deren Absterben führen können. Daher ist es wichtig, auf durchlässigen Boden zu achten und die Wasserversorgung zu regulieren. Während er im Sommer mehr Wasser braucht, reicht es im Winter normalerweise aus, die Erde etwas feucht, nicht aber nass, zu halten.

Schnitt

Vor dem Überwintern sollte die Pflanze lediglich leicht geschnitten werden. Auf einen radikalen Rückschnitt sollte verzichtet werden, da dieser dazu führen würde, dass die Pflanze im Frühjahr weniger stark austreibt. Bei einem leichten Schnitt hingegen kann sich die Pflanze über den Winter erholen und wird im nächsten Frühjahr kräftige Triebe ausbilden, durch die sie noch buschiger werden kann. Der Regeneration über den Winter ist ein leichter Schnitt der Pflanze im Herbst also sehr zuträglich.

Krankheiten

Krankheiten treten beim Hibiskus hauptsächlich durch falsche, oder mangelnde Pflege auf, vielfach auch im Winter. Färben sich die Blätter beispielsweise leicht gelblich, braucht
die Pflanze mehr Nährstoffe und sollte an einem helleren und wärmeren Ort platziert werden. Auch beim Auftreten missgebildeter Blattnerven sollte der Standort gewechselt werden, wodurch in der Regel eine rasche Erholung einsetzt. Braune, unregelmäßig verteilte Flecken auf den Blättern können ein Hinweis auf den Blattfleckenpilz sein. Hier genügt es, diese Blätter zu entfernen. Beim Auftreten von vereinzelten gelben Flecken, sollten die Blätter großflächig entfernt werden. Sie sind nämlich ein Hinweis auf eine durch Viren erzeugte Krankheit, die auch auf andere Pflanzen übergreifen kann. Daher sollte die betroffene Pflanze bis zur Gesundung isoliert werden. Um diese Krankheiten im Winter zu vermeiden, sollte der Standort also mit Bedacht gewählt werden und oben genannte Bedingungen erfüllen.

/>
Straucheibisch

Der Straucheibisch ist eine winterharte Hibiskus-Art, die zu den robusten Gartengehölzen zählt. Er kann also durchaus auch im Freien überwintern. In jungen Jahren ist er zwar etwas frostempfindlich und muss geschützt werden, beispielsweise mit einem Wurzelschutz aus Laub oder Tannenzweigen. Er treibt erst sehr spät wieder aus, meist im Mai. Ein bewährtes Mittel, um herauszufinden, ob der Hibiskus den Winter heil überstanden hat, ist ein leichtes Kratzen an der Rinde, um zu schauen, ob der Trieb darunter noch grün ist.

Wichtige zu beachtende Punkte:
  • Die meisten Sorten sind nicht winterhart
  • Heller, windgeschützter Standort
  • Empfindlich gegenüber Staunässe -> durchlässiger Boden oder Regenschutz
  • Überwinterungstemperaturen zwischen 10 und 15 Grad
  • Wenig Wasser
  • leichter Schnitt
Günstige Bedingungen für die Überwinterung

Zu dieser Zeit möchte er weiterhin einen hellen Standort haben, allerdings sollte die Temperatur abgesenkt werden. So etwa um die 15 Grad Celsius ist nun die richtige Temperatur bei der sich unser Hibiscus wohlfühlt. Zu achten ist ebenfalls darauf, dass die Temperatur unter 10 Grad fällt. Der Hibiscus ist nicht winterhart und verträgt keinen Frost.

Ebenfalls sollte während der Ruheperiode in regelmäßigen Abständen gegossen werden. Zwischendurch muss die Erde zwar trocknen, aber eine völlige Austrocknung ist zu vermeiden. Düngen ist in der Winterruhe nicht notwendig. Die erste Gabe von Dünger ist erst im Frühjahr wieder empfehlenswert, wenn die Wachstums- und Blühphase beginnt.

Voraussetzung für weiteres Gedeihen schaffen

Für den Hibiscus ist die richtige Überwinterung sehr wichtig. In dieser Ruheperiode bereitet er sich auf die nächste Wachstums- und Blühphase vor. Wurde während der Überwinterung alles nach seinen Wünschen bereitet, dankt es der Hibiscus im darauf folgenden Jahr mit einer üppigen Blütenpracht.

Gleichfalls für ein gutes Wachstum und eine üppige Blüte essentiell ist der Schnitt. Dieser kann im Herbst vor der Winterruhe erfolgen oder im zeitigen Frühjahr, bevor der Hibiscus mit dem Ausbilden der Blüten beginnt. Der Hibiscus ist sehr gut schnittverträglich und kann bis auf 15 Zentimeter herunter geschnitten werden. Dieser Schnitt fördert auch das buschige Wachstum des Hibiscus.alt

Fazit

Im Grunde ist der Hibiskus sehr pflegeleicht. Obwohl die meisten Sorten nicht winterhart sind, bedarf es keiner aufwändigen Pflege. Wichtig sind ein heller Standort, da er eine immergrüne Pflanze ist, kühle, aber nicht kalte Temperaturen und eine leicht feuchte Erde. Ansonsten braucht er über den Winter nicht sonderlich viel Beachtung und wird auch im nächsten Frühjahr wieder genauso schön blühen, wie im Jahr zuvor.