Terracotta (Terrakotta) - Töpfe, Fliesen, Kübel

Terracotta (Terrakotta)

Töpfe, Fließen, Kübel

"Terracotta" kommt aus der italienischen Sprache und bedeutet wörtlich "gebrannte Erde". Frei übersetzt -  und für uns besser verständlich - "gebrannter Ton". 

Terrakotta Figuren Es heisst, dass die Herstellung von Terracotta nicht geplant, nicht durchdacht, nicht beabsichtigt war, sondern einem Zufall zu verdanken ist: verwittertes Gestein (Ton) kam ungewollt nahe an einer Feuerstelle zu liegen ü und härtete durch die Hitze zu einem massiven und wasserbeständigen Material aus: dies war die Geburtsstunde von Terracotta.

Früher wurde Wein, Wasser, Öl

und auch Getreide in solch tonigen, rotbraunen Terracotta - Gefässen aufbewahrt. Heute ist diese Materie eine Zierde in jedem Garten: In seiner Schlichtheit betont Terracotta als Topf, Kübel oder Kasten die Schönheit unserer Pflanzen, belebt als dickbauchiger Krug einen Gartenwinkel oder thront als Amphore würdevoll in einem Staudenbeet.

Unsere Blumen fühlen sich wohl in diesem irdenen Zuhause, denn das Material ist nicht nur atmungsaktiv, sondern speichert auch überflüssiges Wasser - um es danach langsam wieder abzugeben. Durch diesen Kreislauf entsteht Verdunstungskälte: die Erde wird sanft abgekühlt und ermöglicht dadurch selbst in den heissesten Sommern wohltuende Lebensbedingungen.

Weiter zu Qualitätsmerkmalen von Terracotta

Qualität der Terrakotta

Auf Qualität zu achten lohnt sich allemal, denn Terracotta ist nicht gleich Terracotta. Es gibt gewaltige Unterschiede -  qualitative und natürlich auch preisliche ü abhängig

einerseits von der Herkunft des Tons und andererseits von der Art der Herstellung: Ware vom Fliessband erkennt man an seiner absoluten Ebenmässigkeit sowie an den Giessnähten. Diese maschinell hergestellten Gefässe sind eher dünnwandig und besonders porös. Sie saugen sich daher stark mit Wasser voll und sind keinesfalls frostbeständig, weil sich das Wasser beim Gefrieren ausdehnt und somit den Topf sprengen kann - auf jeden Fall aber Risse verursacht.

Die Toskana - speziell der kleine Ort Impruneta - "verbürgt" sich für die beste Qualität von Terracottaware. Hier ist Terracotta Kunst. Handwerker erzeugen in herrlicher Vielfalt die wahrscheinlich schönsten Produkte der Welt ü alle aus diesem einzigartigen, roten Ton, der nur in den Hügeln dieser Gegend zu finden ist und manchmal sogar von den eigenen Grundstücken stammt. Impruneta war die Wiege für die grossen, dekorativen Pflanzgefässe ü  die in ihrer Ursprünglichkeit für Orangen- und Zitronenbäume gedacht waren. Vom kleinsten gebrannten Töpfchen über Amphoren bis zu lebensgrossen Statuen  - alle Produkte werden aus dem hochwertigen Gestein der Umgebung ausschliesslich  handgefertigt, daher ist jedes Stück ein Unikat.

Lesen Sie mehr zum Brennen von Terracotta.

{mospagebreak}

Und sie werden bei deutlich höheren Temperaturen gebrannt - wodurch  die Poren  geschlossen werden - und Frostbeständigkeit bis minus 35 Grad zugesichert werden kann. Zugegeben, sie haben auch ihren Preis, aber jeder Terracotta-Topf von hier ist einmalig auf der Welt. Und ein Qualitätsgarant!

Ob Ihr Gefäss nun winterhart ist oder nicht, hängt also immer von der Menge Wasser ab, die in das Material eindringen kann. Sie können selber testen, wie es hierbei um ihren Topf bestellt ist. Berühren Sie das trockene Gefäss mit Ihrer Zunge: ist es porös und somit nicht frostfest ü saugt sich die Zunge am Ton fest. An winterfesten Töpfen hingegen bleibt die Zunge nicht haften.

Doch egal, ob frostbeständig oder nicht, dünnwandig oder dickwandig,

ob es nun Fliessbandware ist oder Handarbeit - Terracotta ist immer etwas Besonderes. Mag sein, dass andere Materialien vielleicht leichter, praktischer oder bunter sind: Der Tontopf aber gibt jedem Garten südländisches Ambiente mit seiner einzigartigen Ausstrahlung. Terracotta, natürlich, braun, warm. Die Farbe der Erde ü eben Ton in Ton.

von Vilma-Sonja Zugmaier