Tischdekoration mit Blumen fürs ganze Jahr

Tischdekoration mit Blumen fürs ganze Jahr

Den eigenen Garten vor der Tür und drinnen im Haus vom Floristen gefertigte Gestecke auf dem Tisch? - Das passt eigentlich nicht zusammen.

Weihnachtliche Tischdekoration mit RoseMit ein wenig Gartenplanung kann die Tischdekoration tatsächlich das ganze Jahr aus dem eigenen Garten kommen. Sogar im Winter!

Die winterliche Tischdekoration mit Blumen

Beginnen wir gleich mit dieser Herausforderung: Dem winterlichen Blütenschmuck aus dem eigenen Garten. Über den können Sie durchaus verfügen, wenn Sie Ihren Garten entsprechend anlegen,

denn es gibt einige Pflanzen, die Ihnen auch im Winter Blüten schenken:
  • Dazu gehört auf jeden Fall einmal die Christrose. Sie blüht mitten in der unwirtlichsten Jahreszeit, je nach Standort ab November. Die Christrosen sollten kreuzweise angeschnitten werden und alle zwei Tage frisches Wasser bekommen - und selbst dann halten sie in der Vase nicht sehr lange, etwa eine Woche. Sie brauchen aber auch nur eine einzige Christrose für einen außergewöhnlichen Tischschmuck: Die Blüten erreichen Größen zwischen 5 und 10 Zentimetern, eine Solitärblüte mit ein paar immergrünen Zweigen ergibt also bereits eine eindrucksvolle Tischdekoration.

  • Ebenfalls ab November zeigt der Schneeball (Viburnum) seine weißen bis rosafarbenen Blüten, die in üppigen Dolden stehen. Wenn Sie im Winter gelbe Blüten “ernten” möchten bevorzugen, sollten Sie eine Zaubernuss (Hamamelis), eine Schmuck-Mahonie (Mahonia bealii) oder einen Winter-Jasmin (Jasminum nudiflorum) in den Garten pflanzen. Auch diese Blüten können Sie für Ihre Tischdekoration im Haus benutzen - sie ergeben schon mit wenig “Drumherum" ausdrucksstarke Arrangements.
Sie können die Besonderheit der filigranen Blüten mitten im Winter auch noch betonen, indem Sie keine immergrünen Äste dazu gesellen, sondern verdorrte Zweige, mit möglichst bizarrem Wuchs. Die kluge Gärtnerin hat für den Tischschmuck im Winter deshalb zusätzlich vorgesorgt: Sie hat in ihrem Garten zahlreiche Sträucher stehen, deren Äste sich vortreiben lassen. Von diesen Sträuchern schneidet sie immer, wenn sie demnächst frischen Blumenschmuck im Haus haben möchte, einige Zweige mit einem schrägen Schnitt ab (so kann der Ast viel Wasser aufnehmen). Diese kommen dann in eine Vase. Wenn sie sehr schnell Knospen entwickeln sollen, zuerst eine Nacht in lauwarmes Wasser. Diese Blütenzweige ergeben schon eine tolle Tischdekoration, wenn sie ganz schlicht und sortenrein zu mehreren in einer Vase gruppiert werden.

Farbenfrohe Tischdekoration mit SonnenblumenIm tiefsten Winter können Sie ungewöhnliche Kombinationen gestalten, indem Sie die Blütenzweige mit Nadelgehölzen kombinieren, im Vorfrühling können die zarten Blüten wirkungsvoll durch das erste Frühlingsgrün einiger Grünpflanzen ergänzt werden. Zum Vorziehen eignen sich Eibisch und Blumenhasen, Hortensien und Forsythien, Flieder und Mandelbaum, Ranunkel, Scheinquitten und Zierjohannisbeeren.

Die
href="http://www.hausgarten.net/garten-kreativ/gartendekoration/tischdekoration-mit-blumen.html">Blumendekoration für den Tisch im Frühling

Im frühen Frühjahr können Sie sich natürlich auch Zweige der Sträucher ins Haus holen, die sich vortreiben lassen. Im Frühling beginnt aber der Garten ohnehin wieder zu leben, und viele Blühpflanzen zeigen schon sehr früh die ersten Blüten, die Sie für Ihre Tischdekoration verwenden können, wenn sie in Ihrem Garten zu finden sind:
  • Das sind Amur-Adonisröschen (Adonis amurensis), Blaustern (Scilla bifolia), Fadenehrenpreis (Veronica filiformis), Frühlingschristrose (Helleborus orientalis), Frühlingslichtblume (Bulbocodium vernum), Hundszahn (Erythronium dens-canis), Gänseblümchen (Bellis

    perennis
    ), Gänsekresse (Arabis procurrens), Gartenschaumkraut (Cardamine hirsuta), Gebirgs-Hellerkraut (Thlaspi caerulescens agg.), Goldstern (Gagea lutea), Hornveilchen (Viola cornuta), Hungerblümchen (Erophila verna agg.), Krokus (Crocus spec.), Küchenschelle (Pulsatilla vulgaris), Leberblümchen (Hepatica nobilis), Lungenkraut (Pulmonaria officinalis), Lerchensporn (Corydalis solida).

  • Märzenbecher (Leucojum vernum), Osterglocke (Narcissus pseudonarcissus), Nieswurz (Helleborus foetidus), Persischer Blaustern (Scilla mischtschenkoana), Persischer Ehrenpreis (Veronica persica), Primel (Primula vulgaris), Rote Pestwurz (Petasites hybridus), Rote Taubnessel (Lamium purpureum), Stiefmütterchen (Viola x wittrockiana), Schneeglöckchen (Galanthus nivalis), Schneeheide (Erica carnea), Vogelmiere (Stellaria media), Weiße Pestwurz (Petasites albus), Wildtulpe (Tulipa praestans), Winterhartes Alpenveilchen (Cyclamen coum), Winteriris (Iris danfordiae), Winterling (Eranthis hyemalis) und Zwergiris (Iris reticulata).
Viele dieser Frühlingsblüher bringen nur winzige Blüten mit kurzen Stielen hervor, und nicht alle sind in der Vase oder in feuchten Kissen wirklich lange haltbar. Sie können mit solchen Blüten dennoch einen Tischschmuck herstellen, indem Sie die Blüten einfach ohne Stiel abknipsen und als Schwimmblüten in einer flachen Schale mit Wasser zur Wirkung bringen. Die schwimmenden Blüten müssen nicht alleine bleiben, Sie können Schwimmkerzen dazugeben, dekorative Steine, groben Kies, Muscheln und Glas-Nuggets.

Auch mit dem kurzem Stiel laden diese Blüten zu ungewöhnlichen und kreativen Arrangements ein: Sie können viele kleine Vasen füllen, die über die ganze Mittellinie des Tisches verteilt werden, die kurzen Blütezweige können sehr gut für Gestecke verwendet werden, oder sie statten bizarre Vasen mit mehreren Öffnungen mit ihnen aus.

Dezente, festliche TischdekorationWenn Sie an alte Mythen und Volkstraditionen glauben, können Sie sich auch bei Ihrer Tischdekoration nach diesen richten: Narzissen bzw. Osterglocken gehören unbedingt zur Osterzeit auf den Tisch, andere Frühjahrsblüher dagegen auf keinen Fall: Wenn Sie Küchenschellen in die Vase stellen, sollen die Hühner keine Eier mehr legen, Märzenbecher und Lerchensporn im Haus sollen Sommersprossen und kranke Nasen hervorbringen, dem Primel-Pflücker bleibt das Himmelreich versperrt.

Wenn man weiß, dass sich der Aberglaube nur um Wildpflanzen rankt und dass beim Pflücken von Frühlingsenzian sogar der Tod eines geliebten Menschen folgen sollte, erkennt man auch langsam den Sinn dieser Traditionen: Das waren die (häufig heutigen Gesetzen überlegenen) Naturschutz-Vorschriften unserer Vorfahren.

Sommerliche Tischdekoration mit Blumen

Wer als Gartenbesitzer im Sommer nicht in bunten Sträußen schwelgen kann, die die Tafel zieren, hat wahrscheinlich einen Zen-Garten und mag einfach keine Blumen. Nicht wenige Gärtner verzichten jedoch im Sommer auf eine Tischdekoration in der Vase: Das Leben findet ohnehin zum größten Teil im Garten statt, und wenn der Garten ein wenig überlegt angelegt ist, blühen jetzt überall Blumen rund um den Garten-Sitzplatz.

Blumige Tischdekoration für den Herbst

Die letzten üppigen Sträuße der reich blühenden Herbststauden haben bei diesen Gärtnern ihren Auftritt als Tischdekoration im Wohnzimmer, wenn die Abende bereits langsam wieder kühler werden.

Hier können Sie durch die Kombination gut die Stimmung beeinflussen: Wenn Sie noch ein wenig eine sommerliche Stimmung halten möchten, gesellen Sie möglichst hellgrüne Zweige zu den letzten Astern. Wenn Sie die Familie schon ein wenig auf die “kuschlige Jahreszeit” einstimmen möchten, kombinieren Sie die letzten Sommerblüten zu Gestecken, in denen allerlei herbstliche Zutaten zu finden sind, Zweige mit Hagebutten oder verdorrte Äste zum Beispiel.