Obstwein selber machen & herstellen

Obstwein selber machen & herstellen

Obstwein entsteht durch die Gärung von Obst oder Früchten, mit Ausnahme von Trauben. Obstwein kennt man auch unter dem Begriff Fruchtwein.

Der Alkoholgehalt eines Weines kann bis zu 18 % vol betragen.

Zum Gären muss Zucker zugesetzt werden. Ohne die Zugabe von Zucker erreichen die Weine selten einen Alkoholgehalt von mehr als 10  % Vol. Das ist zu wenig, um den Wein aufzubewahren.

Obstwein lässt sich aus jedem zuckerhaltigen Obst herstellen. Dieses muss reif und gesund sein.

Maischen

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Durch Zerquetschen der Früchte wird eine Maische hergestellt, ein Obstbrei, der aber kein Mus sein darf. Die Maische wird durch die Zugabe von Weinhefe, meist Reinzuchthefe, zum Gären gebracht. Bei Äpfeln, Birnen und Orangen muss Saft aus der Maische gepresst werden und dieser wird dann weiter verwendet. In diesen Fällen wird der Saft vergoren. Während des Gärprozesses wird der enthaltene Zucker durch die sich vermehrenden Hefepilze in Kohlendioxid und Alkohol aufgespalten. Die Gärung dauert etwa 4 Wochen und ist abgeschlossen, wenn keine Gasbläschen mehr aufsteigen.

Jungwein

Ist das geschehen, wird der Jungwein von der Maische getrennt. Es erfolgt dann die Nachgärung bis zum Erreichen
des Endalkoholgehaltes. Sollte der in den Früchten enthaltene Zucker nicht ausreichen, muss Zucker zugesetzt werden. Bei Maischegärungen ist das die Regel. Der Zuckergehalt im Saft oder im Gäransatz kann mit Hilfe einer Mostwaage bestimmt werden. Die Bestimmung ist sinnvoll, damit man weiß, wie viel Zucker zugeführt werden muss. Eine Überzuckerung wirkt gärhemmend, eine Unterzuckerung führt zu einem geringen Alkoholgehalt, der Wein ist nicht haltbar.

Während des Gärzeitraums muss die Luftzufuhr absolut unterbunden werden. Deshalb wird ein Gäraufsatz auf dem Gärgefäß verwendet. So kann das aufsteigende Kohlendioxid entweichen, aber keine Luft eindringen. So wird die Entstehung von Obstessig verhindert. Die Säurekonzentration kann vor der Gärung durch die Zugabe von Wasser bei säurereichen bzw. dem Zusatz von Milchsäure oder Zitronensaft bei säurearmen Früchten  ausgeglichen werden.

Abschluss

Wenn die Alkoholkonzentration von etwa 12 % Vol erreicht ist, verlangsamt sich die Gärung. Bei 16 bis 18 % Vol hört sie ganz auf. Der Vorgang ist abhängig von der verwendeten Hefe. Der Zucker ist dann vollständig vergoren. Als Ergebnis hat man einen trockenen Obstwein ohne Restsüße. Man kann den Wein nachsüßen, aber es besteht das Risiko einer Nachgärung.

Der Obstwein muss etwas ruhen, dann klärt sich die Flüssigkeit, die Trubstoffe sinken zu Boden.  Der Wein kann nun abgezogen werden. Bei einigen Obstweinen macht es sich aber gut, wenn sie durch Lagerung noch einige Zeit reifen. Obstweine sind nicht sehr lange haltbar. Bei längerer Lagerung geht das Fruchtbukett zurück. Fruchtweine mit geringem Alkoholgehalt sind nur begrenzt lagerfähig.