Obstweinherstellung - Tipps für Anfänger

Obstweinherstellung - Tipps für Anfänger

Obstwein kann man recht leicht selber machen. Er entsteht durch Gärung von Obst oder Früchten, beziehungsweise von Saft. Wein aus Trauben ist kein Obstwein.

Man benötigt einige Dinge, wenn man Wein herstellen möchte.

Grundausstattung zur Weinherstellung

Gärballon
Abdeckung für Gärgefäß und Gäraufsatz
Kunststoffschlauch zum Absaugen
Flaschen und Korken
Öchsle-Waage

Zusätze

Zusätze werden benötigt, um den Gärprozess in Gang zu bringen.
Antigel zur Fermentierung der Früchte
Reinzuchthefe und Hefenährsalz um den Gärvorgang zu beschleunigen

/>Milchsäure, um den Säuregehalt zu erhöhen
Kaliumpyrosulfit um die Entwicklung unerwünschter Mikroorganismen zu verhindern
Kohlesaurer Kalk zur Neutralisation unerwünschter Säuren
Kieselsol, Gelatine oder Tannin, um den Wein zu klären, für den Fall, das er dies nicht von allein tut (z.B. Stachelbeerwein)

Tipps

/>-    Bei der Obstweinherstellung ist Sauberkeit sehr wichtig. Das gilt nicht nur für das Obst, sondern auch für die Geräte bzw. die Ausstattung.

-    Man verwendet nur gesundes und richtig reifes Obst.

Frisch gepressten Saft füllt man gleich in den Gärbehälter um. Man lässt fünf bis sechs Prozent Freiraum.
Man muss das Mostgewicht feststellen und gegebenenfalls durch Nachzuckern erhöhen. Auch der Säuregrad muss beachtet werden.

Man darf niemals oben aus dem Gefäß heraus gären oder den Behälter offen stehen lassen. Das ist der sicherste Weg, ein fehlerhaftes oder krankes Getränk zu erzielen.

Früchte und Wein dürfen nicht mit Metall in Berührung kommen! Besonders schädlich ist Zink. Die Fruchtsäure löst das Zink auf. Es bilden sich Zinksalze, die für den Menschen giftig sind.

Ein guter Wein sollte pro Liter 6 bis 7 g Säure aufweisen.

Den Gärballon stellt man besser nicht auf einen kalten Fußboden, sonst kann es passieren, dass die Gärung nicht in Gang kommt.

Die optimale Gärtemperatur liegt bei 20 bis 25 ËšC.

Direkte Sonneneinstrahlung ist zu vermeiden! Viel besser ist Dunkelheit.

Der Kontakt mit Luftsauerstoff ist absolut zu vermeiden! Das Gärgefäß muss immer dicht verschlossen sein. Wenn Sauerstoff an den Wein kommt, kann er verderben.

Bei zu viel Zucker setzt die Gärung aus oder kommt gar nicht zu Stande.

Es kann vorkommen, dass der Wein nicht klar wird. Das passiert meist bei stark pektinhaltigen Früchten wie Äpfeln. Dann kann man Klärmittel einsetzen. Wenn die Schwebstoffe zu lange im Wein bleiben, kann das den Geschmack verderben. Man sollte sich aber genau an die Gebrauchsanweisungen halten.
Beste Ergebnisse erzielt man, wenn man sich an die Rezepte auf den Hefepackungen hält.