Digitales Hygrometer - Digital

Digitales Hygrometer - Digital

Digitale Hygrometer kommen immer häufiger zum Einsatz. Das liegt zum Teil an ihrer Zuverlässigkeit und sicher auch daran, dass sie in immer mehr so genannten Wetterstationen eingebaut werden. Digitale Hygrometer verfügen über eine LED-Anzeige, wo die Werte abgelesen werden können. Die Geräte arbeiten mit einem Sensor, welcher aus einer kleinen, graphitbeschichteten Kunststofffolie besteht, an welche eine elektrische Spannung angelegt wird. Wenn die Luftfeuchte steigt, lagern sich Wassermoleküle an die kugelförmigen Graphitmoleküle an und erhöhen so den elektrischen Leitwert der Folie. Dieser erhöhte Wert wird dann auf dem Display als Anstieg der relativen Luftfeuchte in

Prozent (%) angezeigt.

Ein Nachteil dieser Technik ist, dass mit der Zeit die Sensoroberfläche mit Staub und anderen Ablagerungen zugesetzt wird. Zwar sind diese Ablagerungen winzig klein, aber sie können die Werte verfälschen.
Die Reaktionszeit der digitalen Hygrometer liegt bei 20 Minuten. Auch bei extremen Schwankungen der Luftfeuchte wird der veränderte Wert erst nach dieser Zeit angezeigt. Auch digitale oder elektronische Hygrometer müssen kalibriert werden. Das geschieht, indem man die Batterie entfernt und dann wieder einfügt.

Vergleich digitaler Hygrometer

Stiftung Warentest hat 2003 Hygrometer verglichen. Fünf digitale Hygrometer erhielten die Note gut. Das beste
elektronische Modell war das Huger / Oregon Scientific ETHG 912. Das Hygrometer hat einige Zusatzinformationen auf Lager. Es zeigt an, unterhalb welcher Temperatur (z.B. an kalten Tagen) sich Feuchtigkeit niederschlägt oder informiert auf Knopfdruck, wie Lüften die Luftfeuchte im Haus reduzieren kann. Es rechnet dazu die Feuchte der Außenluft auf Zimmertemperatur um. Außerdem zeigt es die Feuchtemittelwerte der letzten Tage an. Es zeigt an, ob die Luft zu trocken oder zu feucht ist und warnt vor zu hohen Werten. Mittlerweile ist dieses Hygrometer durch Nachfolger ersetzt. Der Preis liegt ungefähr bei 30 Euro. Teurer, aber von den Messwerten besser waren das Rostet Hygro 30.3011 mit Außensensor und das Testo 608-H1 mit Taupunktanzeige. Ganz aktuelle Vergleiche gibt es im Augenblick leider nicht, aber im Internet findet man viele Testergebnisse von privaten Nutzern, die ihre Erfahrungen mit den einzelnen Hygrometern gern zur Verfügung stellen.

Fest steht, wer sehr genaue Angaben von seinem Luftfeuchtemesser benötigt, sollte beim Kauf nicht knausern und lieber etwas mehr ausgeben. Unter 20 Euro sollten die Messinstrumente nicht kosten. Ab dieser Summe bekommt man schon gute Ware.

Wer es ganz genau wissen will, sollte ein Präzisionshygrometer verwenden. Dabei wird das kapazitive Messverfahren angewendet.  Es wird die Änderung eines elektrischen Feldes abhängig von der Umgebungsfeuchte gemessen. Die Geräte erinnern optisch eher an ein Sprechfunkgerät. Außerdem verbrauchen sie viel Strom und sind für den Dauerbetrieb deshalb ungeeignet. Die Geräte kosten ab etwa 100 Euro.