Hygrometer richtig kalibrieren - Kalibrierung

Hygrometer richtig kalibrieren - Kalibrierung

Mit einem Hygrometer wird die Luftfeuchtigkeit gemessen, der Wasserdampfgehalt der Luft. Für diese Messung gibt es verschiedene Möglichkeiten und unterschiedliche Hygrometer. Egal um welchen Gerätetyp es sich handelt, wichtig ist die richtige Kalibrierung.

Diese gibt Aufschluss über die Abweichungen der Messergebnisse (Soll- zu Ist- Wert) des Gerätes. Das Ziel des Kalibrierens ist die Erstellung eines Protokolls, welches die Anzeigeabweichung dokumentiert. Veränderungen am Gerät werden beim Kalibrieren nicht vorgenommen.

Für normale Hygrometer

Die genaue Kalibrierung erfolgt über den Taupunkt. Die exaktesten Feuchtemessungen erhält man mit dem Taupunktspiegelhygrometer. Präzise

Kalibrierungen entstehen durch einen Vergleich mit taupunktspiegelbasierten Messaufbauten der Nationalen Physikalisch-Technischen Anstalten wie der Physikalisch-Technischen-Bundesanstalt.

Für industriell genutzte Hygrometer

Außer privat genutzten Hygrometern gibt es auch die industriell eingesetzten Feuchtefühler. Sie werden mit Hilfe von Feuchte-Eichnormalen kalibriert. Dabei handelt es sich um gesättigte Salzlösungen, die in einem kleinen luftdichten Behälter eine für das Salz spezifische Gleichgewichtsfeuchte erzeugen. Durch die Nutzung verschiedener Salze wird die Herstellung von Referenzfeuchten ermöglicht.

Serienmäßige
Kalibrierung


Elektronische Feuchtgeneratoren dienen der serienmäßigen Kalibrierung einer großen Anzahl von Feuchtefühlern. Die Geräte erzeugen in einer kleinen luftdichten Kammer die am Bedienfeld eingestellte Feuchte. Mit Hilfe von luftdichten Durchführungen werden die Feuchtefühler in die Kammer gesteckt und können anschließend auf den vorgegebenen Feuchtewert einjustiert werden.

Hausgebrauch

Ein Hygrometer sollte bei Inbetriebnahme und danach etwa alle 6 Monate kalibriert werden. Eine einfache Methode für zu Hause ist die feuchte Lappen Methode. Man wickelt das Hygrometer für ca. 1 Stunde in ein feuchtwarmes Tuch. Nun stellt man es auf 98 % ein. Die Anzeige wird korrigiert, indem man in die rückwärtige Öffnung des Hygrometers einen Schraubendreher einführt und um den entsprechenden Betrag dreht.

Die Salz-Methode ist etwas aufwändiger, aber wird meist empfohlen, da sie genauer ist. Man nimmt ein flaches, luftdicht zu verschließendes Gefäß und füllt etwa 3 mm hoch trockenes Kochsalz ein. Dieses wird sparsam mit Wasser angefeuchtet. Das Salz darf sich nicht komplett im Wasser auflösen, es muss ein Rest am Boden bleiben, sonst ist es keine gesättigte Lösung und die ist notwendig. Gesättigt ist sie, wenn sich kein Salz mehr lösen lässt. Das Hygrometer wird auf einer erhöhten Unterlage im Gefäß positioniert. Das Gefäß wird für 4 bis 5 Stunden luftdicht verschlossen. Die Temperatur sollte gleich bleibend 19 bis 21 Grad betragen. Im Gefäß ist so eine relative Luftfeuchte von exakt 75 Prozent entstanden.

Wenn das Gefäß geöffnet wird, muss es schnell gehen. Man nimmt das Hygrometer und dreht mit Hilfe eines Schraubendrehers innerhalb von 10 Sekunden auf 75 Prozent. Das ist schon alles.