Terrassenüberdachung aus Plexiglas

Terrassenüberdachung aus Plexiglas

Plexiglas, auch Acrylglas oder ganz korrekt Polymethylmethacrylat  (PMMA) genannt, ist ein synthetischer, glasähnlicher Kunststoff. Das Material ist viel härter und bruchsicherer als Glas, es lässt sich gut bearbeiten, ist leicht formbar (bei Erwärmung ab 100 ºC), transmittiert Licht besser als Glas, absorbiert nahes UV-Licht und ist witterungs- und alterungsbeständig. Spezialscheiben lassen UV-Licht durch und halten Infrarotstrahlung zurück.

Doch von welchen Eigenschaften des Plexiglases profitiert man bei der Terrassenüberdachung? Welche Nachteile stellen sich beim Bau einer Terrassenüberdachung heraus?

Plexiglas ist sehr spannungsrissempfindlich. Deshalb dürfen die Platten nicht mit Alkohol oder Lösungsmitteln gereinigt werden.


/>Plexiglas ist nicht gleich Plexiglas. Es gibt gegossenes und extrudiertes Plexiglas. Beide sind absolut farblos, klar und bruchfest. Sie sind witterungs- und alterungsbeständig, beständig gegen verdünnte Säuren und Alkalien, sehr einfach zu bearbeiten , brennbar wie etwa hartes Holz und ihre Brandgase sind ungiftig.
Gegossenes Plexiglas ist nicht ganz so gut formbar wie extrudiertes. Dafür ist es fester verklebbar, z.B. mit Reaktionsklebstoffen. Extrudiertes Plexiglas klebt man besser mit Lösungsmittelklebstoffen.

Welches Acrylglas ist nun am besten für eine Terrassenüberdachung geeignet? Am preiswertesten sind Wellplatten. Die getönten sind etwas teurer als die klaren, dadurch blendet aber Sonnenlicht nicht so sehr. Meist gibt es bei diesen Platten eine Garantie für Hagelschläge von bis zu 10 Jahren, ebenfalls auf die Lichtdurchlässigkeit, die Formbeständigkeit und die Oberflächenbeschaffenheit. Garantieleistungen sind wichtig und man sollte eine hohe Leistung auswählen. Manchmal kosten dies Platten etwas mehr, aber man sollte nicht am falschen Ende sparen.

Stegdoppelplatten sind nicht ganz so lichtdurchlässig (84%). Es ist aber trotzdem noch sehr hell darunter. Sie kosten schon deutlich mehr als die Wellplatten. Das Günstige an ihnen ist, dass die Hohlkammerstruktur dieser Platte luftisolierende Zwischenräume verleiht, was sehr gut für die Wärmeisolierung ist. Diese Platten sind auch gut geeignet, wenn Sie
irgendwann aus Ihrer Terrassenüberdachung einen Wintergarten machen möchten. Im Vergleich zu Glas sind die Doppelstegplatten deutlich preiswerter, sie müssen nicht so oft gereinigt werden und das Licht verteilt sich äußerst gleichmäßig. Dafür gibt es keine Sternenhimmelromantik, denn das Material ist nicht durchsichtig.

Acrylglas XT, ist ein extrudiertes Glas, welches im Granulatverfahren hergestellt wird. Der Vorteil ist, diese Material gibt es auch in glasklar. Es vergilbt nicht und ist extrem witterungsbeständig.  Es kostet allerdings schon etwa das doppelte der Wellplatten. Acrylglas XT ist nicht nur glatt, sondern auch strukturiert erhältlich.
Am teuersten sind Polycarbonat Massivplatten. Sie zeichnen sich durch sehr gute optische Eigenschaften und eine glatte, glänzende Oberfläche aus.  Sie sind leicht zu bearbeiten und weisen eine sehr hohe Temperaturwechselbeständigkeit auf (von -40 ºC bis +135 ºC). Die Vorteile dieser Massivplatten aus Polycarbonat sind ihre hervorragenden mechanischen, thermischen und elektrischen Eigenschaften. Sie sind besonders schlagfest, elastisch und nahezu unzerbrechlich. Sie besitzen zwei UV-Schutzschichten.

Ein großer Vorteil von Plexiglas im Gegensatz zu Glas ist die leichte Montage und das geringe Eigengewicht.  Zudem bieten sie eine optimale Wärmeisolierung und eben eine hohe Schlagbeständigkeit. Ideal sind Plexiglasplatten mit No Drop -Beschichtung. Von diesen läuft Regenwasser rückstandsfrei ab. Es entstehen keine Tropfränder. Von besonders guter Qualität sind die Heatstop-Stegvierfachplatten. Sie haben eine glatte, porenfreie Oberfläche und sind weiß durchscheinend. Eine Alltop-Vergütung lässt ihre Oberfläche rötlich-violett glänzen, was sehr attraktiv ist. Durch die spezielle Heatstop-Beschichtung

wird das Sonnenlicht reflektiert, wodurch sich die Luft um bis zu 60 Prozent weniger aufheizt, als unter einer klar durchsichtigen Doppelverglasung. Außerdem streut die Platte das Licht ideal, so dass unter den Platten gleichmäßige Helligkeit herrscht. Die Garantie für diese Platten beträgt in der Regel 30 Jahre auf Witterungsbeständigkeit und Lichtdurchlässigkeit.

Zu einer Terrassenüberdachung aus Plexiglas passt sowohl eine Grundkonstruktion aus Metall, als auch eine aus Holz. Geleimtes Holz eignet sich am besten, den es reißt nicht. Gut geeignet sind Pult- bzw. Anlehndächer. Sie sollten einen Neigungswinkel von mindestens 5 Grad aufweisen, damit Regenwasser gut abfließen kann.