Korbflechten aus Weide - Körbe flechten

Korbflechten aus Weide - Körbe flechten

Lange Zeit war das Korbflechten ein richtiges Handwerk, was in vielen Ländern der Erde ausgeübt wurde. Auch heute noch gibt es Korbflechter, allerdings ist deren Zahl merklich zurückgegangen.

weidenkorb-flechten_flDas Korbflechten ist keine Zauberei und wer ein wenig geschickt ist, kann es sehr schnell erlernen.

Inzwischen ist das Körbe flechten ein beliebtes Hobby bei Jung und Alt. Kleinere Körbe wie Brotkörbe oder Obstkörbe sind im Handumdrehen selbst hergestellt und sie sind ebenfalls ein wunderschönes Geschenk.

Mit dem

richtigen Material und geeignetem Handwerkszeug kann jeder einen Korb herstellen. Ein passendes Material dafür ist beispielsweise Weide. Die Weide wird traditionell zum Körbe flechten verwendet. Man bekommt Weide zum Korbflechten im Bastelladen.

Wie dick die Weide sein muss, richtet sich nach der Größe des Korbes, den man flechten möchte. Umso kleiner der Korb, umso dünner sollten die Weiden sein. Die Stärke der Weide wirkt sich auf deren Biegsamkeit aus. Ganz dünne Zweige können manchmal sogar geknotet werden.

Die Weide ist besorgt und nun?

Ob man nun nach dem Erhalt seiner Weide sofort mit dem Korbflechten starten kann, hängt davon ab, ob man frische Weide hat oder getrocknete Weide. Die getrocknete Weide muss erst noch einmal in Wasser eingelegt werden, damit sie ihre frühere Biegsamkeit zurückerhält.

Zu Anfang wird das Gerüst des Korbes gefertigt. Hierzu sucht man sich 8 Äste, die etwa 50 Zentimeter lang sind und einen Durchmesser von 2 Millimetern haben. Die Hälfte der Äste wird auf eine Länge von etwa 5 Zentimetern in der
Mitte aufgeschnitten. Hier hinein werden die anderen 4 Äste gesteckt und zwar so, dass alle Enden zum Schluss gleich lang sind.

Für Anfänger eignet sich das Zäunen als Flechttechnik am besten. Beim Zäunen wird eine ungerade Anzahl an Ästen verwendet. Um diese zu erreichen, nimmt man einen Ast und steckt diesen ebenfalls in den Schlitz, in welchem bereits vorher die anderen 4 Äste eingeführt wurden.

Das andere Ende des weiteren Astes muss genau so lang sein wie die anderen Äste. Der Rest wird abgeschnitten und zwar dort, wo sie wieder aus dem Schlitz herauskommt.

Jetzt beginnt das Flechten mit den dünnen, biegsamen Weidenästen. Der erste Ast wird in den Schlitz gesteckt und zuerst um die ersten 4 stärkeren Äste geflochten (zusammennehmen), danach um die verbleibenden 5. Das Ganze umfasst zwei Runden. Anschließend geschieht dies weiter mit jeweils 2 und einmal 3 dickeren Ästen.

Wieder zwei Runden flechten und nun wird immer jeweils 1 Ast umflochten, einmal oben, einmal unten, wie man es vom Flechten kennt. Der Ast wird solange verwendet, bis er aufgebraucht ist. Das Ende wird auf die Innenseite eines stärkeren Astes gelegt und ungefähr 1,5 Zentimeter hinter diesem abgeschnitten.

Der neue Ast wird über den alten gelegt und überlappt diesen etwa um 1,5 Zentimeter. Zwischendurch muss man das Flechtwerk immer wieder fest zur Mitte hin drücken. Hat man einen Durchmesser von ca. 15 Zentimetern erreicht, ist der Boden des Korbes fertig.

Das Flechten der Wände

Nach der Fertigstellung des Bodens geht es nunmehr an das Flechten der Wände. Für den Anfänger empfiehlt es sich,

dafür erst einmal die stärkeren Äste des Gerüstes an ihren Enden zusammenzubinden. Danach flechte man einfach nach dem bisherigen Prinzip weiter. Nach dem Erreichen von wiederum 15 Zentimetern kann man zum Abschluss des Korbes kommen.

Für den Abschluss nimmt man einen der dickeren Äste und legt ihn vor zwei dickeren Ästen des Gerüstes ab, bevor man bei dem dritten dickeren Ast nach hinten geht. So geht man solange vor, bis alle dickeren Äste im Korb eingeflochten sind. Die überstehenden Enden werden auf etwa 1,5 Zentimeter gekürzt. Der Korb ist jetzt fertig.