Garagendachbegrünung - Varianten, Kosten & Einspartipps

Garagendachbegrünung - Varianten, Kosten & Einspartipps

Begrünte Dachflächen können gerade in städtischen Ballungsräumen einen wichtigen Ersatzlebensraum für Kleintiere und Insekten bilden.

dachbegruenung2 flAußerdem lockern sie das Gesamtbild dichtbebauter Räume auf und begünstigen das Mikroklima in der Umgebung: Zum einen heizen sie sich bei Sonneneinstrahlung weniger auf als dunkle Dachpappen-, Beton-, oder Ziegelflächen und strahlen somit auch weniger Wärme ab. Zum anderen verbessern sie die Luftqualität, indem sie wie kleine Regenwasser- und Feuchtigkeitsspeicher wirken und Staub- bzw. Feinstaubpartikel auffangen.

Kosten für extensive &

intensive Begrünungen


Für den Garagenbesitzer selbst hat ein begrüntes Dach den Vorteil, dass es für eine gute Wärmedämmung und Abdichtung sorgt. Im Winter hält es die Stellfläche(n) warm, im Sommer schirmt es vor Hitze ab. Allerdings haben fachgerecht angelegte Gründächer ihren Preis: Der Deutsche Dachgärtner Verband e.V. geht von bis zu 35 Euro pro Quadratmeter für eine extensive Begrünung aus. Für eine intensive Begrünung fallen etwa doppelt so hohe Kosten an. Wie ergibt sich der Unterschied?
  • Bei einer extensiven Begrünung werden funktionale Pflanzen eingesetzt, die die Standortbedingungen ohne weitere Pflege verkraften. Es kommen also vor allem Moose, Kräuter, Gräser und Sukkulenten infrage.
  • Bei einer intensiven Begrünung werden zierende Pflanzen eingesetzt, die die Standortbedingungen nur bei regelmäßiger Pflege (einschließlich Wasser- und Nährstoffzufuhr) verkraften; vor allem Staudengewächse und Gehölze, aber auch Ziergräser. Diese Pflanzen sind nicht nur teurer in der Anschaffung, sondern erhöhen auch
    den Materialaufwand, da sie zum Anwurzeln einen stärkeren Untergrund von bis zu 40 cm benötigen.
Materialaufwand & Umsetzung

Grundsätzlich besteht eine Dachbegrünung aus folgenden Materialschichten: Auf der Dachhaut liegt die Wurzelschutzfolie aus PE, darauf eine wurzeldichte Vliesfolie als Schutz. Es folgt die Wasserspeicher- und Drainageschicht. Auf ihr liegt ein halbdichtes Filtervlies als Untergrund für das Substrat. Obenauf liegt das Substrat mit dem Saatgut bzw. den eingesetzten Pflanzen. Benötigt werden außerdem je nach Fläche ein oder mehrere Kontrollschächte aus Kunststoff.

Flachdächer sind für das Anlegen einer Garagendachbegrünung am besten geeignet. Im Prinzip können mittlerweile aber alle mäßig geneigten Dachformen begrünt werden. Zuständig sind Garten- und Landschaftsbaubetriebe ebenso wie Dachdeckerfirmen. Alternativ kann man von Anbietern wie Bauder, Optigrün, ZinCo u.a. ein Komplettpaket erwerben und dieses selbst aufbauen. Allerdings muss vorher von einem Statiker geprüft, ob die Dachkonstruktion überhaupt tragfähig genug ist.

Einspartipps der Redaktion

  1. Prüfen Sie vor Baubeginn bzw. der Erteilung eines Auftrags, ob eine Förderung möglich ist. Einige deutsche (Groß-)Städte bezuschussen Dachbegrünungen.
  2. Nicht immer muss der Selbstaufbau eines Komplettpakets günstiger sein als eine Zusammenarbeit mit einer Fachfirma vor Ort. Sie können mit ihr vereinbaren, welche Arbeiten Sie selbst ausführen möchten. Vergleichen Sie dann die Angebote.
  3. Übernehmen Sie den Aufbau selbst, können Sie auch Kosten beim Materialeinkauf sparen. Prüfen Sie Sonderangebote von Bau- oder Gartenmärkten und sehen Sie in lokalen Kleinanzeigen nach, ob jemand überschüssiges Material, wie Substrate oder Folien, abgeben möchte. Heutzutage findet man solche Anzeigen auch online, etwa bei eBay oder auf local24.
  4. Denken Sie daran, dass der Selbstaufbau mehr Zeit in Anspruch nimmt als bei den Profis. Unter Umständen ist Ihre Garage also für einige Tage oder Wochen nicht benutzbar - gerade in Großstädten mit Parkplatzknappheit ein Problem. Berücksichtigen Sie die zusätzlichen Kosten, die Ihnen hierdurch entstehen

    können, z.B. wenn Sie vorübergehend eine Garage mieten.