Kosten und Ideen für ein Gründach - Dachbegrünung

Kosten für ein Gründach - Dachbegrünung

Eine Dachbegrünung ist nicht nur schön anzusehen, sie verlängert auch die Lebensdauer eines Daches, hält die Wohnräume im Sommer kühl, spart Heizkosten im Winter und bildet einen Lebensraum für viele Pflanzen und Tiere.

dachbegruenung_flFür ein Gründach sind kleinere wie auch größere Dächer geeignet, hierfür kommen das Dach eines Wohnhauses, aber auch die Dächer von Carports, Garagen und anderer kleinerer Gebäude in Frage. Auch bei Gewerbeimmobilien wird eine Dachbegrünung inzwischen immer häufiger angelegt.


/>So können Sie Ihr Dach begrünen

Am besten geeignet für eine Dachbegrünung sind Flachdächer oder Dächer mit einer Neigung von maximal 15 Grad, weil bei ihnen keine größeren Maßnahmen erforderlich sind, um ein Abrutschen der Erde und der Pflanzen zu verhindern. Doch auch bei steileren Dächern ist eine Begrünung möglich, dann ist allerdings eine besondere Sicherung erforderlich.

Auf dem Dach werden mehrere Kunststofffolien angebracht, die verhindern, dass Wasser und die Wurzeln der Pflanzen in das Dach eindringen. Auf der obersten Folie wird danach ein Substrat verteilt, das als Wasser- und Nährstoffspeicher für die Pflanzen dient und gleichzeitig dafür sorgt, dass überflüssiges Wasser abfließen kann. Das Substrat besteht aus Mutterboden, der mit Lava, Bims, Blähton oder ähnlichen Materialien vermengt wurde. Danach kann gepflanzt oder gesät werden. 

Die Dachbegrünungsarten

Man unterscheidet zwischen drei verschiedenen Arten von Gründächern. Bei der Extensivbegrünung werden nur niedrige Moose, Kräuter oder Gräser auf das Dach gepflanzt. Sie ist sehr pflegeleicht, weil die Pflanzen nur zu Beginn bewässert werden müssen, später versorgen sie sich dann ganz allein. Die Einfache Intensivbegrünung ist schon etwas aufwendiger. Hierbei wird das Dach neben Gräsern und Kräutern auch mit kleineren Gehölzen gestaltet, die auch hin und wieder mit Wasser versorgt und gepflegt werden müssen.

dachbegruenung2_flDie Intensivbegrünung ist ein richtiger Dachgarten, auf dem Rasen gesät und sogar Bäume und Sträucher gepflanzt werden, sodass das Dach wie ein herkömmlicher Garten genutzt werden kann. Je nach den ausgewählten Pflanzen variieren die Kosten für ein Gründach daher erheblich und auch das Gewicht, das auf dem Dach lastet, ist je nach Bepflanzung unterschiedlich groß. Eine Extensivbegrünung einer größeren Fläche ist ab etwa 25 Euro pro Quadratmeter erhältlich, die Intensivbegrünung ist etwa doppelt so teuer, wobei hier die Kosten sich vor allem nach den Preisen für die Pflanzen richten.

Die staatliche Förderung einer
Dachbegrünung


Aus ökologischen Gründen werden in vielen Orten Dachbegrünungen bereits finanziell unterstützt. Die Regelungen sind in den Gemeinden jedoch unterschiedlich, daher hilft hier nur die Nachfrage am eigenen Wohnort. Auch die Niederschlagsgebühren, die bereits in vielen Städten gezahlt werden müssen, werden in vielen Fällen bei der Anlage eines Gründachs reduziert. Daneben ist aber auch die längere Lebensdauer des Daches in die finanziellen Überlegungen mit einzubeziehen, denn eine frühzeitige Sanierung oder Erneuerung des Daches kostet sehr viel mehr als ein Gründach. Vor allem ist ein Gründach aber ein optischer Blickfang, der als Garten genutzt werden kann und damit einen zusätzlichen Lebensraum für Menschen, Pflanzen und Tiere darstellt. Und nicht zu vergessen ist auch der Beitrag zum

Klimaschutz.

Gestaltungstipps

Wenn man Häuser baut, geht immer auch Natur verloren. Mit einem Gründach ist es möglich, ein Stück Natur zurück zu gewinnen. Daher ist es wichtig, Gestaltungstipps für das Gründach zu finden und zu beherzigen. Gekonnt umgesetzt, bietet eine Dachbegrünung (siehe auch intensive und extensive Dachbegrünung) eine Menge Vorteile. Zu den ökologischen Vorteilen gehören vor allem  Luftkühlung und Sauerstoffproduktion, Regulierung der Luftfeuchtigkeit, Staubbindung und Regenwasserspeicherung.

Bei der Gestaltung von Gründächern ist es wichtig, darauf zu achten, dass dies auch mit einer Belastung des Daches einhergeht, die bereits beim Bau des Hauses berücksichtigt werden muss. So ist es vor allem wichtig, dies in der Statik zu berücksichtigen. Wer sein Dach nachträglich in ein Gründach umwandeln möchte, sollte sich im Vorfeld über die Kosten im Klaren sein. Diese können dann nämlich in astronomische Höhen schießen, weshalb ein solches Vorhaben kaum wirtschaftlich sein kann.

Je nach Höhenlage kann die Begrünung des Daches mit Bäumen und Sträuchern erfolgen. Dies kann dann ähnlich aussehen, wie man es aus Gärten und Parks kennt. Allerdings ist es auch möglich Wege auf einem Dach anzulegen. Diese sollten dann mit Holzrosten, Platten oder Pflaster gestaltet werden. Zudem kann man Sitzmöbel auf einem Gründach anordnen, sodass es auch als Terrasse oder Aufenthaltsraum genutzt werden kann. Gerade bei diesen Sitzecken gilt es allerdings zu bedenken, dass auch Sicherheitsmaßnahmen ergriffen werden müssen. So ist es notwendig, Absturzsicherungen anzubringen und ebenfalls zu berücksichtigen, dass diese Gartenmöbel vor den zum Teil starken Winden geschützt werden. Fliegen diese Möbel nämlich vom Dach, kann das schwere Unfälle zur Folge haben. Größere Pflanzen müssen zudem im Substrat zusätzlich verankert werden, damit sie eine enorme Standfestigkeit gewinnen.

Wenn man eine empfindliche Bepflanzung bevorzugt, sollte man bedenken, dass dann eine zusätzliche Bewässerungsanlage notwendig wird. Selbst Rasenflächen, die sonst recht einfach in der Pflege scheinen, gehören zur intensiven Begrünung, da sie gesonderte Ansprüche an die Bewässerung stellen.

Wer eine extensive Begrünung bevorzugt, sollte Pflanzen wählen, die mit wechselnden Temperaturen zurechtkommen und auch damit leben können, dass ihr Substrat zeitweise beinahe völlig austrocknet. Zudem sollten diese Pflanzen über ein hohes Regenerationsvermögen verfügen. Die Kosten für eine solche Begrünung sind relativ überschaubar.

Mit Dachbegrünungen lassen sich zudem auch Lebensräume für Insekten und andere Tiere schaffen. Diese können sich ungestört entwickeln, da die Flora auf den Dächern das ganze Jahr über fast ungehindert wachsen kann. Die Bepflanzung von Gründächern kann auf unterschiedliche Weisen erfolgen. So ist es zum einen möglich, Flachballen aufzubringen, Kleinpflanzen zu setzen oder auch Samen und Saat auszubringen. Möglich ist es auch, Vegetationsmatten aufzubringen. Auf diese Weise entwickeln sich die Pflanzen recht zügig. Beim Anlegen eines Gründachs ist jedoch auch darauf zu achten, dass man diesen Pflanzen nicht zu viele Nährstoffe zur Verfügung stellt, da diese sonst zu flach wurzeln und damit keinen richtigen Halt entwickeln können. Häufig ist es so, dass sich die Kronen der Pflanzen dann zu stark entwickeln. Dies macht sie wiederum sehr kopflastig und damit anfällig für Sturmschäden. Wenn der Wind also etwas stärker weht, ist es sehr schnell möglich, dass die Krone bricht. Damit ist nicht nur die Pflanze stark beschädigt, es besteht auch die Gefahr, dass diese Kronen dann andere Pflanzen beschädigen oder auf darunterliegende Balkons oder Straßen fallen.