Pflegeleichter Garten - Gartenarbeit ade!

Pflegeleichter Garten - Gartenarbeit ade!

Ohne Pflege kommt kein Garten aus, aber man kann ihn so planen, dass man nicht viel tun muss. Ideal ist, wenn man den Garten neu anlegen kann, wenn noch nichts vorhanden ist.

garten4_flDann kann man ihn so gestalten, dass er für alle Familienmitglieder einen Bereich hat und außerdem, dass er pflegeleicht ist.

Normalerweise gärtnern die meisten Gartenbesitzer recht gern. Bei vielen ist es aber eine Frage der Zeit. Wenn alle einen Job haben, Kinder versorgt werden müssen und natürlich

auch das Haus und alles drum herum, dann hat man oft einfach weder die Zeit noch die Kraft, sich viel um den Garten zu kümmern. Gut, wenn er so angelegt ist, dass er nicht viel Arbeit macht.

Welche Abgrenzung oder welcher Zaun?

Ein Zaum kann viel Arbeit machen. Es kommt auf das Material an. Viele wählen deshalb eine Hecke, die wie ein Zaun das Grundstück abgrenzt. Aber auch eine Hecke kommt nicht ohne Schnitt aus. Das muss man bedenken. Es gibt immergrüne Heckenpflanzen, die sorgen auch im Winter für Sichtschutz. Beliebt sind Thuja, Eibe und Kirschlorbeer. Diese müssen mindestens einmal pro Jahr gestutzt werden. Aber auch andere Gehölze kommen kaum ohne Schnitt aus.  Ein Zaun braucht meist auch Pflege, muss gestrichen oder anderswie behandelt werden.

Garten anlegen

Wenn man einen Rasen anlegen möchte, sollte man von Anfang an auf Wegeeinfassungen und Abgrenzungen zu den Beeten achten. So erspart man sich das jährliche Kantenstechen. Beete sollten immer eingefasst werden, so geraten sie nicht aus der Form.

Beim Anlegen der Beete sollte gleich alles mit Unkrautvlies ausgelegt werden. So spart man sich das mühselige Unkrautzupfen. Auch wenn man Wege gestaltet, sollte man an den Untergrund denken. Mit entsprechenden Folien unter den Platten oder Steinen kann auch da kein Unkraut durchdringen. Ideal sind solche Beläge für den Garten, auf denen sich kaum Schmutz ansammelt. Sie müssen so gut wie nie gereinigt werden. Teflon ist ein solches Material.

Pflanzenauswahl

Bei der Pflanzenauswahl sollte man bedenken, dass einheimische Pflanzen meist am besten gedeihen. Sie benötigen auch die wenigste Pflege und meist reicht das Regenwasser zur Bewässerung. Exoten benötigen davon in der Regel deutlich mehr und am schwierigsten ist die Überwinterung. Man braucht entsprechende Winterquartiere oder muss die Pflanzen im Garten gut schützen.

Gehölze gehören in jeden Garten. Bei der Auswahl sollte man darauf achten, nur langsam wachsende Bäume oder Sträucher zu verwenden. Ideal sind solche, die nicht geschnitten werden müssen und trotzdem nicht zu groß werden. Nicht geschnitten werden müssen viele Ahornarten. Auch gibt es davon solche, die nicht übermäßig groß werden. Sie überzeugen durch ihren interessanten Wuchs und ihre toll gefärbten Blätter. Selbst grünblättrige Ahorne weisen dann noch eine leuchtende
Herbstfärbung auf. Ideal sind Fächerahorn und Japan-Ahorn, aber auch Zierkirsche, Zierapfel, einige Magnolienarten, Kugelbäume wie Robinie und Trompetenbaum und andere. Bei den Sträuchern kommen Zaubernuss, Etagen-Schneeball, Rhododendron, Glockenhasel und Chinesischer Hartriegel ohne Schnitt aus.

Stauden sind ideal für den Garten. Sie sind mehrjährig und kommen einmal angewachsen, meist gut zurecht. In größere Gruppen gepflanzt schaffen Stauden ein schönes Gesamtbild. Im Herbst oder Frühjahr müssen sie zurückgeschnitten werden, aber

mehr ist meist nicht zu tun. Praktisch und schön sind Taglilien, Pfingstrosen, Funkien, Mädchenauge, Astern, Frauenmantel, Sonnenbraut, Heuchera und viele andere.

Bodendecker sind oft sehr pflegeleicht und es gibt wunderschön blühende Arten. Sie wuchern oft so, dass kein Boden mehr zu sehen ist. Die Blütenteppiche benötigen außer einem Schnitt kaum Pflege. Sie sind besonders für wurzeldurchdrungene Flächen unter Bäumen und Sträuchern ideal.

Auch Rosen müssen nicht pflegeintensiv sein. Man kann beispielsweise solche pflanzen, die sich selbst ausputzen. Sie benötigen keinen Sommerschnitt.

Es ist besser, weniger Pflanzenarten auszuwählen und die in größerer Stückzahl anzupflanzen, als umgekehrt. Die Pflanzendichte muss passen, darf weder zu gering noch zu hoch sein. Lücken zwischendrin sehen nicht gut aus, aber wenn zu viel Gedränge herrscht, gibt das auch kein schönes Bild.garten8_fl

Auswahl der Gartenmöbel

Auch Gartenmöbel können Arbeit machen. Holz zum Beispiel kommt selten ohne regelmäßige Pflege und Schutzanstriche aus. Kunststoff ist da pflegeleichter und inzwischen gibt es auch recht hübsche Modelle. Pulverbeschichtetes Aluminium ist ebenfalls gut für Gartenmöbel geeignet. In den letzten Jahren sieht man immer mehr Polyrattanmöbel in den Gärten. Sie haben viele Vorteile. Sind sie einmal schmutzig, werden sie mit dem Gartenschlauch abgespritzt. Mehr Pflege benötigen sie in der Regel nicht.

Kieswege und Kiesbeete?

Kies und Kieselsteine kommen in immer mehr Gärten zum Einsatz. Statt Mulch oder der Unkrautfolie werden Steine genutzt. Das funktioniert, wenn der Boden darunter völlig frei ist von Wurzelunkräutern, oder wenn auch Folie darunter verlegt wird. Ansonsten kommt das Unkraut auch durch die Steine. Die meisten Pflanzen kommen gut mit Kiesbeeten zurecht. Für die Optik darf man nicht zu viele Pflanzen ansiedeln, das wirkt nicht.

Auf Rasen verzichten?

Rasen macht viel Arbeit. Er muss nicht nur gemäht werden. Um gut auszusehen muss vertikutiert, gedüngt, nachgesät, gegossen und mehr werden. Gerade in kleinen Gärten wird die Rasenfläche deshalb oft weggelassen. Pflaster, Kies oder ein Holzdeck werden stattdessen bevorzugt. Wer kleinere Kinder hat, sollte für sie immer etwas Rasen einplanen, darauf spielt es sich am schönsten.

Fazit

Man kann einen Garten so gestalten, dass er mit einem Minimum an Pflege auskommt. Man kann sich aber auch anders helfen. Wenn man doch anspruchsvollere Pflanzen im Garten haben möchte und der Rasen auch im Sommer grün sein soll, dann kann man ein Bewässerungssystem einbauen. Das macht nur einmal Arbeit, beim Einbau und erleichtert dann die Gartenarbeit ungemein. Die Zeit zum Gießen kann man dann schon mal sparen. Auch sonst gibt es viel Technik, welche die Arbeit optimiert und erleichtert. Es ist alles eine Frage der Finanzen. Wer den finanziellen Spielraum dafür nicht besitzt, sollte oben genannte Hinweise befolgen. Dann bleibt auch genügend Zeit, den Garten zu genießen.