Gartengestaltung: Römischer Garten anlegen

Gartengestaltung: Römischer Garten

Wer an das alte Rom denkt, denkt an Reichtum, Ästhetik und Kulturgeist. Dies spiegelte sich natürlich auch in den Gartenanlagen wider, wie einige wenige Überlieferungen bestätigen können. Wer ebenfalls einen Römischen Garten anlegen möchte, sollte sich doch vielleicht zunächst ein wenig mit der Geschichte auseinandersetzen.

Geschichte und Aufbau

Römer trennten der Ästhetik wegen streng Nutzgärten von den sogenannten Lustgärten. Im Nutzgarten wurden Obst und Gemüse angebaut, der Lustgarten diente lediglich dazu, die Seele baumeln zu lassen.
Generell waren die römischen Gartenanlagen in drei "Kategorien" bzw. Elemente unterteilt: eine Terrasse, die durch

einen Säulengang mit dem Haupthaus verbunden war und in den eigentlichen Garten hineinführte. Der Garten selbst wurde, wie aus alten Schriften hervorgeht, vorzugsweise mit Efeu, Myrte, Buchsbaum, Arkantus, Rosmarin (der auch angenehm duftet) und Lorbeer bepflanzt. An blühenden Pflanzen waren Chrysanthemen und Madonnenlilien beliebt, deren Blüten angenehm mit den vorher genannten Blüten harmonieren. Auch wurden Rosen, Mohn und Veilchen gern gesetzt.

Das dritte Element des römischen Gartens war zumeist eine Allee, auf der der Hausherr Ausritte unternehmen konnte.

Dem ist im Allgemeinen schon zu entnehmen, dass diese Lustgärten wirklich nur den "oberen Zehntausend" zu eigen waren, da sie
sehr teuer anzulegen und zu pflegen waren und entsprechender Platz benötigt wurde.
Besonders markant waren in den römischen Gärten auch die Marmor- oder Bronzefiguren, die aufgestellt wurden. Oftmals dienten sie der Huldigung einiger Götter, damit der Lustwandelnde auch nie die Macht von Jupiter, Mars oder der Liebesgöttin Venus aus den Augen verliert.

Gern gesehen waren in römischen Gärten auch Wasserspiele und verschiedene Teiche. Besonders kunstvoll waren oftmals Brunnen und Vogeltränken gestaltet.

Ein Römischer Garten heute

Um heute einen römischen Garten anlegen zu können, muss man kein riesiges Stück Land besitzen und auch keine Legion von Sklaven, den Garten zu pflegen.

Es reicht einfach, in das nächste Gartencenter zu gehen und nach mediterranen Pflanzen und den Figuren zu schauen, die den Römern und Griechen abgekupfert wurden. Diese sind dann zwar nicht unbedingt aus Marmor, aber für die heimische Gartendekoration eignen sie sich dennoch, da sie den gleichen unverwechselbaren Charme verbreiten.

Auch ist heute die Palette an Pflanzen etwas größer, sodass man sich an den Farbspielen ein Beispiel nehmen kann, aber doch etwas mehr Variablen in der Bepflanzung hat. So ist ein römischer Garten auch auf einem kleinen Stück Land machbar.

Wer natürlich genug Platz und finanziell die Möglichkeit hat, kann sich natürlich auch einige Wasserspiele, wie Brunnen oder kleine Bachläufe anlegen und diese entsprechend bepflanzen.

Auch die eine oder andere Säule lässt sich im Gartencenter finden und passend aufstellen. So ließe sich vielleicht auch ein kleiner Säulengang nachempfinden.