Garten asiatisch anlegen und gestalten

Garten asiatisch anlegen und gestalten

Hatten Sie nicht vor, Ihren Garten neu zu gestalten? Wenn das künftige Outfit durchaus auch mal etwas ungewöhnlich sein darf, wird Ihnen der aktuelle Asien Stil bestimmt gefallen.

japanischer-garten2_flAlles was Sie dafür brauchen, finden Sie in Baumärkten, beim Gärtner und in Einrichtungshäusern.

Als „stilechte" Sichtschutzwände eignen sich Schilfrohr- oder Bambusmatten. Sie sollten nicht zu hoch sein, schließlich wollen Sie ja keine Barrikade errichten.

Typisch für den Asien-Stil sind ruhige, unaufdringliche Farben. Dies zeigt sich besonders deutlich bei der

Auswahl der Pflanzen. Nicht die farbintensiven Blütenstauden oder Sommerblumen stehen im Vordergrund, sondern vorwiegend grüne Laub- und Nadelgehölze wie Kiefern, Wachholder, Scheinzypressen, japanischer Ahorn oder Bambus. Möglichst schlicht und frosthart sollten die Gefäße sein, damit die Gehölze auch im Winter draußen bleiben können. Alle übrigen Accessoires, angefangen bei Windlichtern mit japanischen Schriftzeichen bis hin zum stilvollen Figuren.

Stille Refugien, nach dem Vorbild der Natur gestaltet

Auf den ersten Blick wirken japanische Gartenanlagen nüchtern und fremdartig. Anders, als wir es von unseren farbenfrohen Gärten gewohnt sind. Gleichzeitig faszinieren sie uns. Man genießt die wohltuende Ruhe, ohne von störenden Einflüssen abgelenkt zu werden. Obwohl die Natur in ihrer Gesamtheit der fernöstlichen Gartenkunst als Vorbild dient, lassen sich die wesentlichen Gestaltungselemente schon auf wenigen Quadratmetern verwirklichen. Die wichtigsten Gestaltungselemente sind Wasser, Steine und Pflanzen. Sie haben meist symbolischen Charakter und stellen Meer, Fels und Landschaft dar. Wasser ist das Herz jeder Anlage. Als lebenswichtiges Element plätschert es sanft aus einem Brunnen oder ruht still in einem Teich.

Die Bepflanzung: dauerhaft und pflegeleicht

Das Ziel fernöstlicher Gartenkunst ist es, eine vollkommene, beständige Szene zu schaffen, die sich kaum verändert. Anstelle kurzlebiger Sommerblumen werden ausdauernde Stauden, Kletterpflanzen und Gehölze bevorzugt.

1. Geißblatt: anspruchslose Kletterpflanze für sonnige und halbschattige Plätze. Blüht rosa- gelb vom Frühjahr bis zum Spätsommer.
2. Stachelnüsschen: Polster bildender, wenige Zentimeter hoher Bodendecker mit silbergrauem Laub. Wächst nur auf trockener, sandiger Erde ausdauernd.
3. Golderdbeere: immergrüne, 15 bis 20 cm hohe robuste Staude, die sich an halbschattigen Orten rasch ausbreitet. Blüht goldgelb
von April bis Mai.
4. Japanische Zierquitte: langsam wachsender Kleinstrauch. Aus den orangeroten Blüten, die im Frühjahr erscheinen, entwickeln sich kleine, angenehm duftende Früchte.
5. Felsenbirne: Geschätzt wird dieser maximal 6 m hohe Baum wegen seiner attraktiven Frühjahrsblüte, seiner Herbstfärbung und den zahlreichen essbaren Früchten.
6. Rohrkolben: Sumpfpflanze mit dunkelbraunen Fruchtkolben.
7. Sumpf- Schwertlilie: Sie wird 60 bis 80 cm hoch und blüht blau, lila, weiß oder rosa von Juli bis August.


Bambus- typisch asiatisch

Das grazile Gehölz wächst auch in Töpfen ausgezeichnet. Es gibt jedoch einige Dinge, die Sie bei der Auswahl und der Pflege beachten sollten. Grundsätzlich kann man jeden Bambus in einen Topf pflanzen. Er muss nur groß genug sein und über einen guten Wasserabzug verfügen. Während winterharte Arten. das ganze Jahr über draußen bleiben werden frostempfindliche ähnlich wie Kübelpflanzen in einem hellen, kühlen und frostfreien Raum überwintert. Auffallend dekorativ ist der Schwarzrohr- Bambus (PhyIlostachys nigra).japanischer-garten4_fl

Seine langen, schlanken Rohre sind im ersten Jahr grün und verfärben sich ab dem zweiten

Jahr Schwarz. Er verträgt Frost bis minus 18°C, dennoch sollte er im Winter etwas geschützt stehen. Wer Bedenken hat, dass die Pflanzen im Lauf der Jahre zu groß werden, hält sie mit der Schere im Zaum oder wählt von vornherein niedrige Arten aus wie den immergrünen Zwergbambus. Er wird maximal 50 cm hoch. Alle Bambus- Arten brauchen viel Wasser, die Erde darf nie austrocknen. Zur Nährstoffversorgung verwendet man Langzeitdünger oder flüssige Blattpflanzendünger.

Deko- Extra- Tipp

Leise raschelt das Schiff, wenn der Wind  durch die Halme streift. Dekoratives Chinaschilf ist eine optische und akustische Bereicherung für Ihren Garten. Das angenehme Rascheln beruhigt und entspannt. Außerdem schmückt sich das mannshohe Ziergras im Spätsommer mit silbrigweißen oder rötlichen Blüten, die weit über die Blätter hinausragen. Es ist völlig winterhart und wird im Frühjahr etwa 10 cm über dem Boden zurück geschnitten.

Kapriziöses Nadelgehölz,  Die Himalaja- Kiefer wirkt durch ihren schlanken, aufrechten Wuchs und die langen Nadeln sehr malerisch. Im milden Klima der Weinbaugebiete fühlt sie sich besonders wohl. In anderen Gegenden muss sie vor starkem Frost, austrocknen, dem Wind und den Strahlen der Wintersonne geschützt werden.

Bewährte Stauden, Ob mit oder ohne Blüten: Funkien passen vortrefflich zur fernöstlichen Stilrichtung. Je nach Sorte blühen sie weiß oder zart violett. Effektvolle Akzente setzen insbesondere die buntlaubigen Funkien. Ihre elegante Ausstrahlung lässt sich noch steigern, wenn man sie in hübsche Gefäße setzt.

Liebliche Wassermusik, Ein sanft plätschernder Wasserstrahl, das ist Balsam für strapazierte Nerven.

Bei der Auswahl passender Steine sollten Sie darauf achten, dass sie in der Größe mit der vorhandenen Fläche harmonisieren. So können diese Steine zum Beispiel als Trittplatten dienen. Stilechte Accessoires wie japanische Steinlaternen oder ein einfacher Bambuszaun setzen markante Akzente und runden das Bild ab.