Gartenplanung - Den Garten unter verschiedenen Aspekten planen - auch ohne Software

Gartenplanung - Den Garten planen

Wer  die Möglichkeit hat, einen Garten neu anzulegen oder umzugestalten, sollte von Anfang an die richtigen Weichen stellen. Gerade der Gartenanfänger verliert auch im kleinen Garten schnell den Überblick über die notwendigen Arbeiten. Deshalb kann es sinnvoll sein, bei der Planung in der folgenden Reihenfolge vorzugehen.

Wie, von wem und wozu wird der Garten genutzt?

Ist ein reiner Ziergarten geplant oder soll Obst und Gemüse angebaut werden, vielleicht ein Kräuterbeet? Gibt es Kinder und Haustiere, die einen Spielrasen brauchen?

Wenn öfters Partys gefeiert werden, könnte ein gemauerter Grillplatz praktisch sein. Braucht man Unterstellmöglichkeiten für Arbeits- und Spielgeräte? Je genauer schon in dieser Planungsphase alle Beteiligten ihre Vorstellungen einbringen, umso wohler werden sie sich dann später im ihrem Garten fühlen.

Die Standortfrage

Gartengestaltung Für jedes gewünschte Element muß der beste Platz gefunden werden. Gemüse und Kräuter brauchen Sonne, sollten aber nicht zu weit von der Küche entfernt liegen. Obstbäume brauchen Luft und Platz. In kleinen Gärten sollte man auch an

Spalierobst und Kübelbäumchen denken. Der Grillplatz sollte nicht zu dicht am Nachbargrundstück liegen, um Geruchsbelästigungen vorzubeugen. Im Sommer braucht man unbedingt einen Schattenplatz, im Frühling ist eine bequeme Bank in den ersten Sonnenstrahlen schön. Es gilt also, den Garten zu allen Tages- und Jahreszeiten kennenzulernen, um die beste Platzverteilung zu bestimmen.
An den zukünftigen Beet- und Pflanzstellen ist es sinnvoll, eine einfache Bodenanalyse zu machen. Das kostet nicht Geld und bringt als Ergebnis die nötigen Informationen zur richtigen  Düngung und Bodenbearbeitung.

Praktische Aspekte

Spätestens jetzt sollte man mit dem Gartenplan im Kopf oder besser noch in der Hand durch die einschlägigen Gartencenter streifen und sich Ideen für die praktische Umsetzung holen. Auch wenn es selbstverständlich klingt: Pflanzen wachsen. Wer das schon bei der Auswahl berücksichtigt, hat weniger Arbeit mit schneiden und auslichten! Apropos Arbeit: Wer eigentlich am liebsten im Garten faulenzt und im Liegestuhl ein gutes Buch geniest, ist mit Rasen und Wildstauden sicher besser bedient als mit Knöterich und Kürbis.
Pflanzen haben Durst! Kann eine Regentonne aufgestellt oder eine Wasserleitung gelegt werden? Wenn ein extra Zähler eingebaut ist, wird für das Gartenwasser in den meisten Gemeinden keine Abwassergebühr verlangt. Das macht sich gerade im Sommer in der Wasserabrechnung bemerkbar!

Optische Aspekte

Den Gestaltungsmöglichkeiten sind fast keine Grenzen gesetzt. Es sind ja nicht nur Pflanzen auszusuchen, sondern Materialien für Wege, Abtrennungen, Mäuerchen…Erlaubt ist, was gefällt, nur die Zweckmäßigkeit sollte nicht zu kurz kommen: Wege sollten eben verlaufen und im Winter nicht spiegelglatt werden, die Bepflanzung an der Terrasse sollte möglichst nicht Insekten anlocken…

Natürlich kann man nicht alles planen, jedes Jahr wird sich etwas im Garten ändern, dazukommen oder entfernt werden. Aber die grobe Richtung sollte doch  von Anfang an stimmen!

von Jutta Möller