Ideen zur Gartengestaltung mit Kies und Steinen

Ideen zur Gartengestaltung mit Kies und Steinen Kies ist ein praktischer Belag für Wege und FlächenDer eigene Garten ist ein großes Feld für den persönlichen Geschmack, die Vorliebe zur einen oder anderen Gestaltung. Dabei muss natürlich berücksichtigt werden, wie die klimatischen Verhältnisse beschaffen sind, denn danach richtet sich vor allem die Art der möglichen Bepflanzung.

In mitteleuropäischen Gärten herrscht selten ein Klima, das auch tropischen Pflanzen einen idealen Lebensraum anbietet, bis auf einige Ausnahmen abgesehen. Wenn der Garten aus gesundheitlichen

Gründen oder aus Gründen des Zeitmangels pflegeleicht gestaltet werden soll, kommen meistens Steine zum Einsatz.

Steine für den heimischen Garten

Beim Gedanken daran, seinen Garten mit Steinen zu gestalten, mag so mancher Gartenbesitzer zunächst ein inneres Bild von einer Steinwüste vor Augen haben. Es gibt aber nicht nur unzählige Varianten, wie man seinen Garten mit Steinen gestalten kann, sondern auch sehr viele verschiedene Steinsorten. So kann jeder nach seinen Wünschen gestalten und seinen individuellen Geschmack einbringen.

Steinwege im Garten anlegen

Abhängig von der Beschaffenheit des Grundstücks, seiner Lage und dem Nutzen werden Gartenwege angelegt, um trockenen Fußes auch in den hintersten Winkel des Gartens zu gelangen. Man kann einen Gartenweg betonieren, was sicher sehr zweckmäßig ist und schnell erledigt sein wird. Der Gartenweg kann aber auch ganz individuell gestaltet werden, dazu gibt es nahezu unendliche Vielfalten. Diese Materialien sind dazu im Angebot:
  • Kieselsteine in verschiedenen Größen
  • Holzspäne oder
  • Holzbohlen
  • Steinplatten
  • Natursteinplatten
Die Form des Weges muss nicht unbedingt gerade verlaufen, ein leichter Schwung sieht natürlicher aus und bietet Variationsmöglichkeiten bei der seitlichen Bepflanzung. Es muss auch nicht zwingend ein Randstein gesetzt werden, vor allem nicht, wenn seitlich des Weges Rasen wächst. Natürlichkeit im Garten ist immer mehr zu finden, dabei steht aber auch eine gewisse Pflegeleichtigkeit immer mehr im Vordergrund. Wird ein Steinweg im Garten mit losem Kies geplant, sollte der Untergrund ebenfalls wie im nachfolgenden Teil des Textes für die Gartenfläche bearbeitet werden. Bodenaushub und Vlies sind auch bei einem Gartenweg aus losem Stein erforderlich, um Unkrautwuchs zu vermeiden.

Dekorativer Kies kann Beete und Wege verschönernWas ist ein Kiesgarten?

Wenn nicht nur ein Weg mit Steinen, sondern Teile des Gartens damit gestaltet werden sollen, gibt es auch dazu eine Vielzahl an Vorschlägen. Nun kommt es ebenso auf einige wichtige Punkte an, wie bei der Verlegung von Platten oder der Gestaltung von einzelnen Steingruppen. Eine Gartengestaltung mit Steinen wird meistens aus dem Grund in Erwägung gezogen, um den Garten pflegeleichter zu machen, trotzdem soll die Natürlichkeit erhalten bleiben. Hier sind einige wichtige Punkte, die zu beachten sind:
  • Es reicht nicht aus, einfach eine Ladung Kies oder Steine in den Garten zu kippen, der Untergrund muss vorbereitet werden.
  • Dazu wird der Mutterboden auf der vorgesehenen Fläche bis zu 30 cm Tiefe entfernt.
  • Dieser Bodenaushub wird mit Schotter in einer groben Körnung (z. B.
    16-32 mm Durchmesser) vermischt.
  • Diese Mischung wird anschließend wieder auf die Fläche zurückgegeben und mit einem Kunststoff-Vlies abgedeckt.
  • Dort, wo Pflanzen eingesetzt werden sollen, wird das Vlies kreuzförmig eingeschnitten.
  • Wenn die Pflanzen eingesetzt wurden, kommt auf die Vlies-Schicht eine 5

    cm dicke Schicht Kies oder feiner Splitt zur Abdeckung.
  • Diese Schicht sorgt vor allem dafür, dass das Wachstum von Unkraut verhindert wird.
Tipp: Weißer Kies reflektiert im Sommer stark, dunkler speichert die Wärme und fördert Wachstum.

Kiesgärten pflegen und bepflanzen

Natürlich muss ein Kiesgarten nicht noch einmal extra Wege bekommen, die Freiflächen zwischen den Pflanzen können ja ungehindert begangen werden. Man kann leicht zu den Pflanzen gelangen, die natürlich ebenso ihre Aufmerksamkeit und Pflege benötigen, wie in einem „normalen“ Garten. Auch wenn der Wasserbedarf der Pflanzen erheblich geringer ist als üblich, sind eine Kontrolle der Feuchtigkeit und die Düngergabe wichtig. Allerdings sollte dabei beachtet werden, dass bei Hitze überhaupt nicht gedüngt werden sollte. Tipp: Unter dem Vlies kann bei Hitze trotzdem Trockenheit auftreten.

Für einen Steingarten werden allgemein typische Pflanzen ausgewählt, die unter dem Begriff „Präriepflanzen“ erhältlich sind. Auch diese Schönheiten kommen zwischen den Steinen sehr gut zur Geltung:
  • Blaurute
  • Schafgarbe
  • Sonnenbraut
  • Sommerflieder
  • Fackellilie
  • Blasenspiere
  • Gräser
Kleine Findlinge runden Kräuterspiralen und Kiesbeete abWenn ein Garten neu gestaltet werden soll, wird oft auf die Anlage einer Rasenfläche verzichtet. Rasenflächen bedeuten Mäharbeiten, die aus Zeitgründen oder aus Alters- bzw. Gesundheitsgründen nicht immer durchgeführt werden können. Ein Kiesgarten oder Teile des Gartens, die mit Steinen gestaltet werden, sind pflegeleichter. Es kann sogar ein kleiner künstlicher Bachlauf integriert werden oder ein kleiner Zierteich für Goldfische. Ein Garten mit Steinen kann durchaus sehr lebendig wirken, wichtig ist, dass alles locker und möglichst natürlich angelegt wird.

Findlinge in den Garten integrieren

Wenn ein schön gewachsener Garten ein neues Beet, der Vorgarten ein neues Bild oder interessante Punkte in den Garten eingefügt werden sollen, können auch die sogenannten „Findlinge“ zum Einsatz kommen. Hierbei handelt es sich um große Steine, die oft wegen ihres außergewöhnlichen Aussehens im Garten platziert werden. Es handelt sich dabei um besonders schöne Exemplare, die sogar aus allen Teilen der Welt stammen können. Sind Findlinge weniger gewaltig, können sie auch zur Abgrenzung von Wegen, Einfahrten oder an Torpfosten gesetzt werden. Diese besonderen Steine können auch den Gartenteich umranden oder die Randzonen schmücken. Wie man sieht, ist die Gestaltung des Gartens mit Steinen überhaupt nicht eintönig und langweilig, es kommt nur auf die eigene Kreativität an.

Wissenswertes zu Steinen im Garten

Kies wird bei der Gartengestaltung häufig als Bodenbelag verwendet, da er eine ganze Reihe von Vorzügen aufweist. Seine Struktur verbindet harte Stein- oder Betonböden mit weichen Grasflächen auf harmonische Weise. Bei der Gartengestaltung kann er als Übergang zwischen den beiden Bereichen dienen. Auch Sandflächen eignen sich ideal als Begrenzung oder für einen fließenden Übergang zwischen den verschiedenen Gartenbereichen. Kies ist wetterfest, praktisch und bepflanzt sehr dekorativ.
  • Um eine Kiesfläche anzulegen, wird der Boden etwa 8 cm tief ausgehoben, bei Ton und Sand etwas mehr und bei Gestein etwas weniger.
  • Anschließend wird der ungewaschene Kies oder Schotter 6 cm hoch auf der vorgesehenen Fläche verteilt.
  • Die Kiesfläche kann durch Ziegel oder Steine eingefasst und befestigt werden.
  • Als Deckschicht verwendet man vorzugsweise runde Erbskies, er ist vom Wasser rund geschliffen und verdichtet.
  • Gut verdichteter Kies ist ein erstklassiger Oberflächenbelag und ein dekorativer Hintergrund für Pflanzen mit ausgeprägten Farben und Formen.
  • Der einjährige orangefarbene Goldmohn sät sich im Kies selbst aus harmoniert sehr gut mit goldenem Mutterkraut.
  • Für eine üppige Bepflanzung der Kieselsteinflächen schafft man kleine Aussparungen, welche mit fruchtbarer Erde gefüllt werden.
Kapuzinerkresse, Stiefmütterchen, Hornveilchen, die Strauch- oder Zistrose, viele Kräuter und graublättrige Gewächse gedeihen hier optimal. Um dem Garten einen zusätzlichen Zauber zu verleihen, werden schmückende Elemente aus Stein in die Gartenanlage integriert. Skulpturen aus Stein sind das optische Gegengewicht zu einer besonders dekorativen Pflanze oder einer schönen Aussicht. Am richtigen Platz aufgestellt, verleihen sie jedem Garten einen außergewöhnlichen und besonderen Stil.