Gartentreppe selber bauen

Gartentreppe selber bauen

Treppen sind durchaus wichtig. Zum einen ermöglichen sie uns natürlich, höher gelegene Stellen zu erreichen. Doch von diesem rein praktischen Zweck abgesehen verschönern sie oftmals auch ihre Umgebung.

gartenteich3Eine Treppe soll oftmals das Ambiente ergänzen und einen ästhetischen Anblick bieten. Daher gibt es Treppen in allen möglichen Formen, Farben und aus den unterschiedlichsten Materialien. Von einer einfachen Metalltreppe, Steintreppe oder Holztreppe bis hin zu maßgeschneiderten, optisch aufwändigen Treppen ist – für den richtigen Preis – alles zu haben.

Kosten einer Gartentreppe

Treppen

sind im Allgemeinen eine teure Angelegenheit. Sie muss immerhin einiges an alltäglichen Belastungen aushalten. Eine Außentreppe für den Garten muss nicht nur den Gewichten standhalten, mit denen sie betreten wird, sondern auch den widrigen Wetterbedingungen. Schnee, Regen und hohe Temperaturen sollten sie nicht abnutzen und sie zu einer Gefahr machen. Dazu dann eine nette Optik, also einen höheren Arbeitsaufwand bei der Produktion – und schon schnellt der Preis in die Höhe. Doch nicht nur die Treppe selbst ist teuer – auch das Aufbauen vom Fachmann schlägt sich im Portemonnaie nieder. Die einfache Lösung, wenn man eine Gartentreppe haben möchte, ist also: Selbst aufbauen. Doch wie?

Betontreppe für den Garten

Es gibt verschiedene Arten, eine Treppe aufzubauen. Eine Treppe aus Beton wird anders gebaut als eine Holztreppe, daher muss das hier unterschieden werden. Im Allgemeinen wird für eine Gartentreppe lieber Stein verwendet, da dies wetterfester und pflegeleichter ist als Holz. Betonplatten für eine Treppe kann man in vielen Baumärkten erwerben, auch in verschiedenen optischen Ausführungen. Dazu muss man noch Treppenstöße kaufen, welche es auch in verschiedenen Arten gibt. Diese werden für die Trittstufen selbst benötigt.

Die Betonplatten werden dann an die Breite des Treppenstoßes angepasst und die Tritthöhe wird natürlich auch ausgemessen. Dies wird vereinfacht, wenn alte Stufen nur ausgetauscht werden, da man diese dann als direkte Schablonen verwenden kann. Nach dem Übertragen der Maße wird eine Holzlatte als Schalung verwendet. Der Mörtel wird daneben
aufgetragen. In diesen werden die Platten dann eingesetzt. In einer dicken Mörtelschicht eingebettet, können die Steine für den Treppenstoß hervorragend ausgerichtet werden. Ein Winkelschleifer sollte für eventuell anfallende Schneidearbeiten bereitliegen.

Beim Legen der Betonplatten sollte nicht nur auf eine einheitliche Tritthöhe, sondern auch auf einheitliche Tiefe der Stufen geachtet werden – der Zollstock ist also permanent im Einsatz. Wenn der Stoß fertig ausgerichtet ist, wird der Hohlraum dahinter mit Mörtel ausgefüllt, auf welchen die nächsten Steinplatten gelegt werden können. Sollten noch alte Stufen vorhanden sein, muss auch auf diese ein dickes Mörtelbett gelegt werden, bevor die neuen Platten darüber gelegt werden.

Auf dem nächsten Mörtelbett können die Platten dann wieder gut ausgerichtet werden. So macht man dann weiter, bis die Treppe fertig ist. Der Abschluss ist natürlich noch mal heikel, wenn die Gartentreppe an eine Terrasse angebunden ist und die Steine daher zueinanderpassen müssen. Eine „offen“ im Garten liegende Treppe ist hier einfacher in der Handhabung. Einige Firmen bieten mittlerweile so genannte „Fertigstufen“ an. Bei einer solchen Treppe kann man, ähnlich wie bei einem Puzzle, die benötigten Teile fertig kaufen und muss sie ohne große Schneidearbeiten nur zusammensetzen. Zumeist sind diese Blockstufen dann sehr

schwer, sodass sie sich bei einem guten Untergrund nicht verschieben.

Holztreppe selbst bauen

garten14 flEine Holztreppe kann komplizierter zu bauen sein als eine Steintreppe. Hier sollte also auf jeden Fall schon ein wenig handwerkliche Erfahrung vorliegen, damit es gut gelingt. Bei einer Holztreppe wird natürlich auch erst einmal das Material ausgesucht. Für eine Gartentreppe aus Holz sollte man stabiles Hartholz verwenden, das auch wetterfest ist. Bei Holz muss natürlich auch noch an Pflege gedacht werden, sprich, an Wetterschutzlackierungen oder Ähnliches. Bei einer Steintreppe entfällt dies.

Generell kann man eine Treppe aus Holz auch ähnlich wie oben beschrieben eine Steintreppe mit Betonplatten legen. Wer jedoch etwas Filigraneres möchte, muss sich auch viel mehr Mess- und Schneidearbeiten einstellen, damit die einzelnen Teile gut ineinander liegen und Stabilität gewährleisten. Das Fundament spielt natürlich auch hier eine wichtige Rolle. Auch der Bauplan vorab ist entscheidend – dabei ist die Form der Treppe egal.

Da natürlich jedes Haus und jeder Garten individuell gestaltet ist, gilt auch das für die Treppe. Bei einer Holztreppe sind hier mehr Möglichkeiten gegeben als bei einer Steintreppe. Um eventuellen Schneidearbeiten und Fehlern aus dem Weg zu gehen, kann sich der Amateur allerdings auch fertige Bausätze in Fachmärkten, seltener in Baumärkten organisieren. Dies ist kostengünstig und relativ leicht zu montieren, besonders für Leute ohne die handwerkliche Vorerfahrung. Dabei gibt es auch verschiedene Ausführungen, sodass auch eine selbst gebaute Holztreppe etwas für das Auge ist.