Staudenbeet und Staudengarten - Tipps zum Anlegen

Staudenbeet und Staudengarten - Tipps zum Anlegen PrimelnStauden sind die Pflanzen, deren Blüten den ganzen Sommer über für Farben im Garten sorgen. Wenige sind immergrün und die meisten leicht zu kultivieren. Sie wachsen in fast allen Böden. Stauden wachsen rasch und erreichen ihr Endwachstum innerhalb eines Jahres.

Staudengarten anlegen

Stauden bilden das Grundgerüst einer Blumenrabatte und sind gleichzeitig der Sommerschmuck eines traditionellen ländlichen Gartens. Es gibt Formen für jeden Standort und jede Lage. Ihre Ansprüche hängen oft von der Bodenart

und vom Klima ihres Ursprungslandes ab. Staudenbeete können ganz verschieden geformt sein. Entweder legt man Beete entlang von Gebäuden, am Garteneingang oder entlang der Einfahrt zur Garage an. Ein frei liegendes Beet mitten im Rasen bildet einen zauberhafter Blickfang. Da die meisten Stauden Sonne bevorzugen, kann man zwischen einer großen Anzahl von Pflanzen wählen. Für ein frei liegendes Staudenbeet kommt eine rechteckige, ovale oder kreisrunde Form in Frage.

Staudenbeet planen und anlegen

Am besten im Sommer überlegen, wo man im Herbst ein neues Staudenbeet anlegen könnte und welche Form es haben soll. Stauden in einer gemischten Rabatte zu kultivieren ist leichter als in einer Pflanzung mit nur Stauden. Ein offener Standort ist empfehlenswert. Das Beet sollte nicht zu breit sein, damit es rundherum zugänglich ist. Die Pflege ist dann einfacher und die Pflanzen können von allen Seiten aus gut gesehen werden. Eine Staudenrabatte muss breiter sein als die doppelte Höhe der höchsten Stauden, die 2 bis 3 Meter hoch werden können. Wenn eine Anlage so vorbereitet wird, ist sie gut proportioniert.

alt="Traubenhyazinthe" src="http://www.hausgarten.net/images/stories/traubenhyazinthe2_fl.jpg" height="236" width="250" />Staudenpflanzen kippen gerne. Wenn das über einen Rasen passiert, erschwert es die Rasenpflege. Man kann den Randbereich mit Platten oder Pflastersteinen befestigen, damit beim Mähen nicht jedes Mal die Kanten nachgeschnitten werden müssen. Der Boden sollte einige Wochen vor der Pflanzung der Stauden vorbereitet werden, damit er sich setzen und festigen kann. Man lockert ihn so tief wie möglich und bringt organische Nährstoffe in der obersten Schicht ein. Am besten bereitet man ihn im Herbst vor und bepflanzt ihn im darauf folgenden Frühjahr. Auf leichten Böden und bei geeignetem Klima kann man auch im Herbst pflanzen.

Das Pflanzloch für die einzelne Pflanze muss groß genug sein, damit man die Wurzeln ausbreiten und die Staude in der richtigen Tiefe Pflanzen kann. Die Pflanzabstände innerhalb der jeweiligen Pflanzengruppe sollten betragen:

25 bis 30 Zentimeter bei zwergwüchsigen Arten wie zum Beispiel
  • Primeln
  • Duftveilchen
  • Federnelke
  • Golderdbeere
  • Immergrün
  • Maiglöckchen
  • Moossteinbrech
  • Polsterstauden wie Blaukissen, Stein- oder Seifenkraut
  • Traubenhyazinthe
30 bis 38 Zentimeter bei mittelhohen Stauden wie
  • Bergenie
  • Bärenfell-Schwingel
  • Fetthenne
  • Purpurglöckchen
  • Sommersalbei
Sonnenblumenund 40 bis 60 Zentimeter bei starkwüchsigen Arten wie beispielsweise
  • Brennende Liebe
  • Eisenkraut
  • Glattblatt-Aster
  • Hohe Bart-Iris
  • Rittersporn
  • Sonnenhut
  • Sonnenblume
  • Indianernessel
  • Margerite
  • Phlox
  • Pampasgras
  • Pfingstrose
Die Farben dieser Stauden sind atemberaubend in ihrer Vielfalt, aber um ein Kunterbunt zu vermeiden, muss man die Rabatte planen und die Farbauswahl nach einer bestimmten Skala treffen. Man kann beispielsweise in einem Bereich Gräser und in einem anderen Pflanzen mit margaritenähnlichen Blüten zusammenstellen. Zu viele Variationen sind zu vermeiden. Man pflanzt die Sorten in größeren Gruppen zusammen und lässt die eine in die andere übergehen. Einmal angewachsen, müssen

die Pflanzen fast jedes Jahr geteilt werden. Das ist besonders bei Gräsern Fall. Diese Stauden wachsen aus der Mitte heraus und hinterlassen dort später eine Kahlstelle. Die Teilung gehört zu den Arbeiten im Frühjahr. Daher muss man wissen, welche Pflanze wo steht, denn im zeitigen Frühjahr kann man sie schlecht erkennen. Deshalb ist es zweckmäßig, sie im Herbst sorgfältig zu beschriften, damit man weiß, was wo steht, wenn man Pflanzen teilen möchte.