Grabgestaltung im Frühjahr & Sommer

Grabgestaltung im Frühling und Sommer GrabgestaltungEin Grab ist die letzte Ruhestätte eines geliebten Menschen. Für die Hinterbliebenen stellt das Grab einen Ort der Erinnerung dar. Deswegen ist eine schöne Grabgestaltung mit einer ehrenhaften Haltung dem Verstorbenen gegenüber zu vergleichen. Was Sie bei einer Grabgestaltung beachten sollten, werden wir Ihnen nachfolgend näher erläutern.

Denken Sie an die richtige Pflege zu jeder Jahreszeit

Im Prinzip besteht ein Grab aus einem Rahmen, den Bodendeckern und der Wechselbepflanzung. Dabei sollen die Rahmenpflanzen einen fließenden Übergang

vom Grabstein mit den Bodendeckern schaffen. Für den Rahmen verwendet man häufig Gehölze wie Kiefer, Zypresse, Eibe oder auch den Wacholder. Die Anordnung darf ruhig asymmetrisch erfolgen, das lockert das Gesamtbild etwas auf. Wechseln Sie also schon beim Rahmen verschiedene Pflanzen ab. Das Gehölz ist ein mehrjähriges Gewächs, welches auch den Winter problemlos übersteht. Die Rahmenpflanzen sollten Sie in regelmäßigen Abständen in Form schneiden.

Als Bodendecker gilt nach wie vor der Efeu oder Immergrün. Teile, welche für die Wechselbepflanzung freigelassen wurden, eignen sich für eine Bepflanzung im Frühling, Sommer und Herbst. Im Winter wird das Grab nur mit Tannenzweigen überdeckt, damit die Pflanzen vor der klirrenden Kälte geschützt werden.

Welche Pflanzen kommen für den Frühling und Sommer infrage?

Der Frühling ist die erste Jahreszeit, in der die blühenden Pflanzen auf dem Grab angelegt werden.

StiefmütterchenDafür Eigenen sich besonders:
  • Tulpen
  • Hyazinthen
  • Tausendschön
  • Hornveilchen
  • Primeln
  • Stiefmütterchen
  • Narzissen
  • Kalanchoe
  • Rosen
  • Geranien
  • Eisbegonien
  • Elatior-Begonien
  • Edellieschen
  • Männertreu
  • Knollenbegonien
  • Fuchsien
Vor dem pflanzen

Bevor Sie mit der Grabgestaltung beginnen, müssen Sie eine kleine Vorarbeit leisten. Zuerst wird die Erde, für das Bepflanzen vorbereitet. Hierfür lockern Sie die vorhandene Erde auf, entfernen Unkraut und verwelkte Pflanzen und füllen mit einer speziellen Graberde die Freiräume auf. Graberde wird deshalb verwendet, weil es sich um eine dunkle Erde handelt, bei der die Blumenfarben optisch intensiver wirken. Zusätzlich ist es eine optimale Gelegenheit, die Erde zu düngen. Versuchen Sie außerdem Wurzelläufer vollständig zu entfernen. Nur wenn Sie das Unkraut an der Wurzel packen, sind sie vor den lästigen Pflegegeist befreit. Zu 100 Prozent wird man das Unkraut allerdings nicht los.

Frost und die starken Witterungen im Winter lassen Schäden am Rahmen des Grabes entstehen. Vor der Grabgestaltung sollte man auch diese Schäden beheben. Wenn Steine
beschädigt sind, sollten Sie das der Friedhofsverwaltung melden und gegebenenfalls neue Steine einsetzen. Kontrollieren Sie außerdem ob Wühlmäuse Ihr Grab befallen haben. Sollte das der Fall sein, können die Untergrabungen der Mäuse schlimme Schäden verursachen. Beseitigen Sie die Mauselöcher schnellst möglichst und überprüfen Sie das Grab auch auf Untergrabungen.

Die Bepflanzung

FuchsienAngepflanzt werden die Blumen in einzelnen Gruppen zwischen den Bodenäckern. Des Weiteren ist die Auswahl der Pflanzen vom Standtort abhängig. Kalonchoe zum Beispiel vertragen viel Sonne, wobei Fuchsien wiederum einen Schattenplatz am liebsten haben. Die Anordnung der Pflanzen sollte nicht einfach aufs gerade Wohl erfolgen, sondern mit einem gewissen System.

Oft ergeben sich bei den Pflanzen auch symbolische Bedeutungen, die gerne ausgesucht werden. Die herbstblühende Heide beispielsweise steht für Blut und Leid. Früher wurden Kriege auf

Heideflächen ausgetragen. Neben der Symbolik spielt auch die Farbgebung eine große Rolle. Ein zu buntes Grab wirkt zu übertrieben und sollte eher in gleichen Farben oder in dezenten Farben gehalten werden. Die Farbe blau steht für Treue und wird gerne bei der Grabgestaltung verwendet. Ebenfalls findet das Vergissmeinnicht häufig Verwendung.

Für die Symbolik der Bodendecker steht nicht nur das Unkraut abzuwehren, sondern das Grab mit einer schützenden Decke zu überziehen. Pflanzen mit Dornen wehren das Böse ab und haben eine schützende Wirkung.

Die Pflege

Wenn die ersten Sonnenstrahlen den Tag erhellen, heißt es gießen, damit die Blumen nicht vertrocknen. Die beste Tageszeit zum Gießen ist der frühe Morgen. Das Wasser kann optimal in die Erde einziehen. Sollten sich Wassertropfen auf den Blättern befinden, sind diese bis zur Mittagshitze getrocknet. Denn Wassertropfen auf den Pflanzen führen zu Verbrennungen auf den Blüten und Blättern. Die Folge davon ist es das die Blumen trotz Gießen braune Blätter vorweisen. Der Abend ist zu gießen ebenfalls ungeeignet. Am Abend können die Pflanzen aufgrund der Temperatur nicht trockenen und bieten eine perfekte Grundlage zur Pilzbildung. Wer über einen Garten verfügt, kennt wahrscheinlich die Brennnesseljauche als einen wirksamen Dünger. Im Frühling kann man mit dem Dünger sparsam umgehen. Im Sommer hingegen sollte einmal im Monat die Erde gedüngt werden.

Fazit

Damit das Grab stets gepflegt und schön aussieht, machen Sie sich zu beginn Gedanken darüber, wie das Grab gestaltet werden soll. Ebenso sollten Sie Ihre Zeit bedenken, die Sie für die Pflege aufbringen können. Verwenden Sie für das Grab nur Pflanzen, die Ihnen auch wirklich gefallen.
 
Weitere Tipps

BuchsbaumNarzissen stehen in der Grabsymbolik unter anderem für Ewiges Leben, Fruchtbarkeit, Schlaf, Tod und Wiedergeburt. Veilchen hingegen sind unter anderem Symbole für die Mutter Gottes, für Treue und Zuneigung und Demut. Hat man in der Herbstbepflanzung des Grabes das Frühjahr jedoch vergessen, so kann man dennoch ein wunderschönes Grab zum Andenken an den Verstorbenen gestalten.

Zur Grabgestaltung im Frühjahr kann man einjährige, blühende Stauden pflanzen. Wenn diese in einem Kreis aus Buchsbaum gepflanzt werden, so ergibt sich aus der Mitte des Buchsbaum-Kreises eine völlig neue Möglichkeit der Gestaltung im Sommer. Ein Kreis bei der Grabgestaltung steht als Symbol für die Ewigkeit, den Schutz des Toten und ach den Kreislauf des ewig währenden Lebens.

Bei der Grabgestaltung im Sommer sind sehr viele Möglichkeiten gegeben. Bepflanzt man die Mitte des angesprochen Kreises aus Buchsbaum mit einer etwas höhern Pflanzen, z.B. Vergissmeinnicht, so schafft man einen schönen Übergang vom Frühsommer in den Hochsommer. Dann kann man beispielsweise zu Thymian greifen. Empfehlenswert ist jedoch für den Hochsommer eine Grabgestaltung, die Pflanzen beinhaltet, die nicht so viel Wasser benötigen. Denn sonst kann es sein, dass bei großer Hitze oder längeren Trockenperioden, die komplette Grabbepflanzung welk aussieht.