Dachbegrünung selber machen (Substrate, geeignete Pflanzen)

Dachbegrünung selber machen

(Substrate, geeignete Pflanzen)
Eine Dachbegrünung ist für viele Eigenheimbesitzer gerade aus optischen Gründen wünschenswert. In gesondert gelagerten Fällen kann eine Begrünung auch eine behördliche Auflage des zuständigen Bauamtes sein. Um diesen Wunsch oder die behördliche Auflage realisieren zu können, werden regelmäßig Fremdfirmen, wie Ingenieurbüros oder Baugesellschaften, die die Umsetzung des Bauvorhabens anbieten, beauftragt.

Je nach Dachfläche, Vegetationsschichten und persönlichen Vorlieben kann die Umsetzung des Projektes durchaus mehrere Tausend Euro kosten. Fremdfirmen werden in der Regel für Gutachten, Aufbau und Begrünung bezahlt. Ein

Teil dieser Kosten kann jedoch durchaus gespart werden.

Bereits bei Anschaffung eines Objektes sollte mit dem Architekt oder Bauunternehmen abgesprochen werden, ob die statischen Voraussetzungen für die Begrünung des Daches (z.B. Haus- oder Garagendach) vorliegen. Ist das Dach für eine
Begrünung geeignet, so kann ein Großteil der Begrünungsarbeiten selbst durchgeführt werden. Sollten keine Statikinformationen vorliegen, so ist Vorsicht geboten. Hier sollte nicht an der falschen Stelle gespart werden und ein Architekt oder Gutachter für eine Statikberechnung beauftragt werden, um spätere Überraschungen zu vermeiden.

Nach der Statiküberprüfung können die Arbeiten beginnen. Eine Dachbegrünung besteht grundsätzlich aus mehreren Schichten. Die unterste Schicht, die direkt auf dem Dachaufbau aufsetzt ist die so genannte Wurzelschutzbahn, um eine wurzelfeste Abdichtung des Dachaufbaues zu erreichen. Die nächsten beiden Schichten sind die so genannten Schutz- und Dränschichten. Zu empfehlen sind hierbei Isolierschutzmatten (z.B. ISM 50) und z.B. ELASTODRAIN® EL 200.

Darüber kann bereits unmittelbar die Vegetationsschicht aufgetragen werden. Hierbei empfiehlt sich handelsübliche Systemerde für Dachgarten oder Rasen. Die gesamte Schichtdicke sollte dabei zwischen 20 und 30 Zentimetern betragen. Die letzte Ebene ist die so genannte Pflanzenebene. Hierbei ist auch insbesondere das Gewicht (Stichwort: Statik) zu beachten. Außerdem ist grundsätzlich Gewicht für die Wassersättigung einzurechnen. 200 - 300 Kg/Quadratmeter sind dabei keine Seltenheit.

Da ein Großteil der Bauherren die Begrünung aus optischen Gründen vornimmt, ist der Pflanzenebene besondere Aufmerksamkeit zu schenken. Es sollte daher eine Vielzahl verschiedener Pflanzenarten mit bunten Farben gewählt werden. Die kleinblütige Bergminze, der Regenbogen - Schwingel, die Küchenschelle, die Prachfetthenne und das Polster Johanniskraut stellen mit ihren Farben violett, blau - grün, rosarot und gelb eine prächtige Kombination dar.

Der persönlichen Phantasie sowie den eigenen Vorlieben sind hierbei natürlich keine Grenzen gesetzt.