Heidegarten anlegen - Pflanzen und Gestaltung

Heide ist immergrün - mit einem Heidegarten überbrücken viele Gärtner die karge JahreszeitViele lieben die Heide und ihre Farbenpracht, die zusätzlich noch Ruhe und Gelassenheit ausstrahlt. Genau das kann auch jeder in seinem Garten haben, dazu ist nicht wirklich viel nötig. Wichtig ist das es eine sonnige Lage ist. Natürlich stellen die verschiedenen Pflanzen noch kleinere Anforderungen an den Boden, denn diese mögen keine Staunässe. Eher sandiger und durchlässiger Boden, unterbrochen mit Steinen und kleinen Hügeln, geben selbst dem kleinsten Heidegarten ein natürliches Aussehen.

Aber auch kleinere Büsche oder Bäume können in einen solchen Garten integriert werden.

Die Auswahl der Pflanzen

Wichtig ist bei der Auswahl der Pflanzen dass diese zu unterschiedlichen Zeiten blühen, damit der Heidegarten immer anziehend und bunt aussieht. Für den Winter eignen sich die Englische Heide oder die Schneeheide. Beide blühen schon im Januar und bringen die ersten Farbtupfer in die triste Jahreszeit, wenn andere Gärten noch im Winterschlaf liegen. Vor allem aber blühen diese Pflanzen bis tief in den Frühling hinein, wenn dann zum Beispiel die Besenheide, irische Heide oder die graue Heide mit der Blütezeit anfangen. Diese Pflanzen blühen den ganzen Sommer durch, bis in den Herbst hinein. Hier fällt mit ihren leuchtenden Farben die Besenheide besonders in das Blickfeld. Zu beachten ist hier das Pflanzen die richtige Größe haben, ansonsten werden kleinere Pflanzen verdeckt und kommen nicht richtig zur Geltung.

Wichtig für einen Heidegarten ist ein sonniger Standort und nährstoffarme BodenverhältnisseDen Boden richtig vorbereiten

Die Heide benötigt einen sauren Boden mit einem pH-Wert von 5. Sollte der pH-Wert höher sein, dann muss Torf untergemischt werden, damit der Säuregehalt stimmt, und die Pflanzen sich richtig wohlfühlen. So muss auch Pflanzensubstrat immer kalkfrei und Nährstoffarm sein. Zusätzlich sollte dieses noch mit Humus versetzt werden. Um Heide zu pflanzen, wählen Sie am besten die Herbstmonate zwischen September und Oktober. Zwar nicht mehr so ideal ist der April und Mai, aber in dieser Zeit kann der Heidegarten noch angelegt werden. Bevor die Pflanzen in die Erde können, sollte die Größe berücksichtigt werden, damit diese auch ausreichend Platz haben. Kleinere Pflanzen können auch dicht gepflanzt werden und ergeben so eine Art Teppich im Garten. Selbstverständlich sollten alle Heiden ausreichend Sonne bekommen. Halbschatten geht zwar auch, aber dann kann sich dieser auf das Wachstum auswirken. Umso mehr Sonne umso schönere Pflanzen. Wasser benötigen diese zwar auch, aber doch nicht im Übermaß, sondern wirklich, nur wenn dies unbedingt notwendig ist.

Einmal im Jahr schneiden

Gerade für Menschen, die nur wenig Zeit haben, ist ein Heidegarten optimal. Dieser benötigt nur beim Anlegen und dann nachher nur einmal im Jahr. Immer dann wenn die Pflanzen geschnitten werden müssen. Dies sollte bei Heiden, die im Sommer blühen im
Herbst gemacht werden. Hierfür ist die beste Zeit so im März bis in den April. Bei Winterblühern sollte dies direkt nach der Blütezeit gemacht werden. Dies war dann alles an intensiver Pflege, die der Garten benötigt. Natürlich vielleicht noch ab und zu düngen. Hierfür sollte ein organischer Dünger genommen werden. Somit kann ein

Heidegarten auch einfach noch zusätzlich an Stellen angelegt werden, die vielleicht nicht so einfach zugänglich sind. Bei der Gestaltung kann noch zusätzlich ein kleiner Teich oder Wege aus Kies oder Sand angelegt werden. Aber auch größere Findlinge bringen die Heiden richtig zur Geltung. Daher sollten zuerst die Gestaltung und dann die Heiden gepflanzt werden. Aber auch später kann immer noch etwas verändert werden.

Einfache Schritte führen zum Erfolg

Um den Heidegarten richtig anzulegen sollten einige Schritte beachtet werden:
  • Die Auswahl der Pflanzen nach der Blühzeit
  • Größe bei den Heiden beachten, damit kleinere nicht verdeckt werden
  • Den Boden mit dem richtigen PH-Wert vorbereiten
  • Kleinere Hügel oder ein kleiner Teich lockern den Garten auf
  • Heiden im Herbst pflanzen
  • Einmal im Jahr nachschneiden
  • Eventuell einen organischen Dünger verwenden
  • Gartengestaltung mit Kies, Sand oder auch Findlingen
  • Unebene Flächen eignen sich für den Heidegarten
Falls kein Platz für einen Heidegarten ist - Heide eignet sich auch für BalkonkästenGerade bei unebenen Flächen im Garten können diese einfach so belassen werden. Denn ein Heidegarten soll so nah wie nur möglich an eine natürliche Umgebung erinnern. Daher können auch noch kleinere Nadelbäume oder Sträucher mit integriert werden. Aber auch Kräuter und Gräser lockern das gesamte Bild etwas auf. Denn die Gestaltung hängt von der Größe des Geländes ab, was dann noch zusätzliche Möglichkeiten bietet. So können auch Baumstämme einfach in die Landschaft gelegt werden, was dann wiederum an die Heide erinnert. Denn diese Gärten zeichnen sich durch Vielfalt aus, was dann nicht nur dem Menschen gefällt. Insekten und Vögel lieben Heidegärten, womit diese immer belebt sind. Umso natürlicher desto mehr Artenvielfalt wird dort vorhanden sein. Vor allem aber handelt es sich um mehrjährige Pflanzen, die dann mit jedem Jahr schöner und besser werden. Vor allem aber kann solch ein Heidegarten auch im Kleinen angelegt werden. Dies geht einfach indem die Pflanzen in Töpfen angepflanzt werden und dann so gestellt werden, dass diese ein gutes Bild abgeben.

Wenig Vorarbeit garantiert einen schönen Garten

Da diese Pflanzen sogar wenig gegossen werden müssen, eignet sich solch ein Garten nicht nur für Menschen die wenig Zeit haben. Selbst Anfänger kommen mit diesen anspruchslosen Pflanzen ausgezeichnet zurecht, was wiederum ein großer Vorteil ist. Vor allem kommt so ein Garten durch seine naturbelassenen Pflanzen besonders gut zur Geltung. Ohne viel Arbeit den schönsten Erfolg haben, gerade in den ersten Monaten im Jahr. Daher werden Heidegärten immer beliebter, da diese einfach zu Pflegen sind und viele Menschen an ihren Urlaub erinnern. Bei diesem Garten ist einzig nur wichtig, dass die Pflanzen ausreichend Sonne haben. Die Größe ist hier nebensächlich, da diese Pflanzen sich überall wohlfühlen, Hauptsache es ist richtig schön warm.

Wissenswertes zum Heidegarten anlegen in Kürze

Mit dem Herbst kommt meist eine triste Jahreszeit, in der sich viele Menschen an immer blühenden Pflanzen auf ihrem Terrain und legen speziell dafür eine so genannte Heidelandschaft an. Jeder, dem die üppig gewachsenen Heidefelder in nördlichen Regionen Deutschlands ein Begriff sind, möchte sich zumindest einen Teil dieser Augenweide nach Hause holen. Wenn Sie folgende Punkte berücksichtigen, lässt sich dieser Wunsch realisieren:
  • Wählen Sie einen Standort, dem auch im Herbst noch viel Sonnenlicht erreicht ...
  • ... und an dem die Pflanzen vor zu starker Austrocknung geschützt sind.
  • Bei ausreichendem Platz können Hobbygärtner Hügellandschaften anlegen.
  • Auch künstlich angelegte Sandwege machen die Heidelandschaft sehr naturnah.
  • Damit die Heidepflanzen gut gedeihen, sollte der Boden relativ kalkfrei, nährstoffarm und mit Humus angereichert sein.