Wassergärten - Wassergarten in Aktion

Wassergärten / Wassergarten
Wasser ist ein lebenswichtiges Element und hat außerdem eine sehr entspannende Wirkung, durch sein Fließen oder sein Plätschern. Auch wunderschön ist es, anzusehen, wenn Fische lautlos und langsam im Wasser schwimmen. In vielen Gärten und auf vielen Höfen wird daher Wasser eingesetzt und das kann auf sehr viele verschiedene Weisen passieren.

Die wohl weitläufigste Methode, seinen Garten mit Wasser aufzuwerten, ist der Gartenteich. Aber auch kleine Wasserbecken, Vogeltränken, Wasser- und Bachläufe, Springbrunnenanlagen oder Quellsteine sind schöne Möglichkeiten, naturnah das Wasser zu erleben und zu genießen.



Vögel, Insekten und anderes Kleingetier haben genau wie der Mensch gerade im Sommer immer Durst und wenn man sie beobachtet, wie sie sich selbst um kleinste Wassermengen versammeln, dann wird einem das schnell klar. Eine Vogeltränke ist da eine ideale Hilfe für durstige Tiere und außerdem noch ein Blickfang für jeden Garten. Kleine Becher, Schalen oder ausgehöhlte Steine sind geeignet, um eine Vogeltränke zu errichten. Man kann an diesen Tränken neben dem Trinken auch das Baden beobachten, und wie schön ein kühles Bad im heißen Sommer ist, das wissen wir doch alle. Man sollte aber darauf achten, dass die Tränke nicht zu groß gebaut wird, damit die Gefahr des Ertrinkens für Mäuse, Vögel und andere kleine Tiere von Vornherein ausgeschlossen werden kann. Auch sollte man die Vogeltränke so aufstellen, dass sich Katzen nicht anschleichen können bzw. nicht ankommen.

Wer lieber ein größeres Gewässer im Garten bevorzugt, etwa einen Teich oder eine Wasserbeckenlandschaft, der sollte einige grundlegende Dinge beachten. Seitenwände und Uferböschungen dürfen nicht zu steil gestaltet werden, sondern sollten sanft und allmählich abfallen. Ansonsten stellen sie für viele Tiere ein Hindernis dar, dass sie nicht überwinden können. Außerdem ist eine Einteilung in unterschiedlich tiefe Bereiche von Vorteil für Pflanzen und Tiere. Es sollte immer eine tiefe Zone vorhanden sein, die im Winter nicht vollständig zufriert, eine halbhohe Stufe, die langsam zum Ufer hin ansteigt und eine sumpfige Randzone. Diese unterschiedlichen Bereiche bieten unterschiedlichen Pflanzen und Tieren Lebensraum.

Der Untergrund
für größere Wasserstellen muss meist nach dem Ausheben der Grube selbst abgedichtet werden. Pflanzen, die im Wasser wachsen, brauchen lehmigen Boden, der idealerweise mit Sand oder Kies angereichert ist. Nährstoffreicher Humus sollte vermieden werden, da er das Wasser trübt. Ein Teich braucht in der Anfangsphase ohnehin etwas Geduld, denn das Wasser ist in den ersten Wochen trübe und gar nicht schön anzusehen. Man sollte aber nicht aufgeben und auf keinen Fall dieses Wasser austauschen, denn die Gesetzte der Natur werden es schon richten. Die Reinigung vollzieht sich von selbst durch Pflanzen und Tiere, es dauert nur eben ein Weilchen. Auch Algen können das Wasser trüben, gerade bei übermäßiger Sonneneinstrahlung. Aber auch das regelt die Natur von selbst, vorausgesetzt, das biologische Gleichgewicht des Teiches bleibt erhalten. Vorhandene Fadenalgen kann man auch mit einem Netz herausfischen oder einfach einige Unterwasserpflanzen in den Teich bringen, die wie zum Beispiel der Wasserstern oder der Hahnenfuss gegen die Algenbildung wirken und das Gewässer mit Sauerstoff anreichern.

Je größer die Artenvielfalt im und um den Teich ist, desto natürlicher wirkt er und

desto schneller wird er zum Lebensraum für viele Tiere. Dennoch sollte man den Pflanzenbestand hin und wieder auslichten, damit eine Verwilderung ausgeschlossen ist. Gerade in der Uferzone kann man bald viele Tiere beobachten, die hier ganz von allein einziehen. In der Uferzone sollte man auch nicht herumlaufen, um die hier versteckten Tiere nicht zu gefährden. Ein Holzsteg oder ein Weg aus Steinen bietet dem Naturzuschauer trotzdem genug Platz, um alles Lebende in aller Ruhe zu beobachten.

Wasserläufe bilden dann den krönenden Abschluss der Wasserlandschaft und man holt sich damit ein fließendes Gewässer in den Garten. Für Wasserläufe sind geringe Gefälle nötig. Als Quelle kann man einen Schlauch versteckt verlegen oder mit Hilfe einer Pumpe einen Kreislauf aus und in den Teich herstellen.

Wasserläufe sind genau wie Teiche schnell und preisgünstig selbst gemacht aus Folie, Kunststoffteilen oder sie sind sogar als Fertigteile käuflich zu erwerben. Auch in Bachläufen kann man verschiedene Pflanzzonen für verschiedene Pflanzenarten mit unterschiedlichen Bedürfnissen schaffen. Am Rande der Wasserläufe sollte man niedrige senkrechte Folienwände anbringen, da sonst der angrenzende Boden und die angrenzende Bepflanzung laufend Wasser aus dem Bach absaugt, dessen Ergänzung das biologische Gleichgewicht stören kann.

Die Möglichkeiten für Wasser im Garten sind unbegrenzt. Man kann seiner Phantasie völlig freien Lauf lassen und den Rest regelt die Natur. Mit ein klein wenig Aufwand kann man seinen Garten optisch aufwerten, sich eine Oase der Entspannung schaffen und Pflanzen und Tieren einen optimalen Lebensraum geben.