Bergkiefer - Pflege & Schneiden als Bonsai

Bergkiefer - Pflege & Schneiden als Bonsai

Bergkiefern wachsen in freier Natur häufig dort, wo die Bedingungen für andere Bäume zu schlecht sind, wie zum Beispiel in sehr kargen und felsigen Gebirgsgegenden.

Daher handelt es sich bei den Bergkiefern um sehr anspruchslose Bäume, die gut als Bonsai kultiviert werden können und einigermaßen pflegeleicht sind.

zwergkiefer flPflege der Bonsai Bergkiefer

Eine Bergkiefer steht auch als Bonsai am besten ganzjährig draußen, denn dort bekommt sie genügend Licht und Luft für ihr Wachstum.

Die Bergkiefer wächst in freier Natur auf kargen und trockenen Böden und benötigt daher auch in einem Kübel nur mäßig viel Wasser. Ganz austrocknen sollte die Pflanzerde jedoch nicht. Gewässert wird am besten der ganze Baum, sodass auch die Nadeln von Staub befreit und mit ausreichend Feuchtigkeit versorgt werden, damit sie schön grün bleiben. Hierfür ist Regenwasser am besten geeignet.

Im Abstand von einigen Jahren müssen Bonsais umgetopft werden. Die beste Zeit hierfür ist das zeitige Frühjahr. Als Pflanzerde sollte nur ein gut durchlässiges Substrat verwendet werden, weil die Bergkiefer auf Staunässe sehr empfindlich
reagiert. Gut geeignet sind daher Pflanzerden, denen Bims oder ein Granulat beigemischt wurden. Beim Umtopfen werden die abgestorbenen Teile des Wurzelwerks, aber auch ein Teil der gesunden Wurzeln entfernt.

Schneiden und Drahten

Beim Schnitt eines Bonsais sollten wie auch bei anderen Pflanzen immer zunächst solche Äste entfernt werden, die sich mit anderen Ästen überkreuzen oder die nach innen wachsen. Danach werden die Äste ausgewählt, die dem Baum seine Form geben sollen und die anderen entfernt oder eingekürzt, sodass sich neue Verzweigungen bilden. Zu viele Nadeln werden am besten mit den Fingernägeln entfernt, denn beim Schneiden mit einem Werkzeug kann es leicht dazu kommen, dass die Nadeln braun werden.

Um eine Bonsai Bergkiefer in Form zu schneiden, ist der Zeitraum vom späten Frühling bis zum Frühsommer am besten geeignet. Dann werden die Triebe dort eingekürzt, wo sich neue Verzweigungen bilden sollen. Hierbei werden sie auf eine Länge von etwa einem Zentimeter eingekürzt. Die Zweige, die sich später dort bilden, haben außerdem den Vorteil, dass ihre Nadeln sehr viel kleiner bleiben und dadurch dekorativer wirken.

Durch das Drahten einzelner Äste wird die Bergkiefer in die gewünschte Form gebracht. Hierzu werden die Äste mit Drähten umwickelt und dadurch in ihrer Wuchsrichtung beeinflusst. Am besten geeignet ist hierfür ein Draht aus Aluminium. Er sollte jedoch zu Beginn der Wachstumsperiode wieder entfernt werden, weil ab dann die Äste dicker werden und sonst die Drähte auf der Rinde Spuren hinterlassen würden. Das Drahten findet daher am besten in den Wintermonaten statt.