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Bonsai schneiden, beschneiden, Schnitt
Gartengestaltung - Japanischer Garten

Bonsai schneiden, beschneiden

Für die richtige Pflege eines Bonsais braucht man, und das ist wohl bekannt, viel Geduld, ein gewisses Maß an Fachkundigkeit und viel Liebe zum Detail. Bei der Pflege von so einem Bonsai erweisen sich viele Dinge als endgültig. So werden beispielsweise gröbere Fehler beim Gießen mit dem unweigerlichen Eingehen des Bonsais bestraft. Und auch der Rückschnitt, durch den der Bonsai ja erst seine typische Form erhält, ist etwas Endgültiges. Deshalb kommt es besonders beim Beschneiden des Bonsais darauf an, dass man Fehler vermeidet. Schließlich kann man sie später nicht mehr rückgängig machen.

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font-weight: bold;">So gehts: Bonsai schneiden, verschneiden bzw. beschneiden.


ImageWenn man nun vorhat, seinen Bonsai in Form zu bringen, dann sollte man auf gar keinen Fall einfach so drauf los schneiden. Man sollte sich vorher genau überlegen, welche Form der Bonsai einmal bekommen soll. Ein Bonsai kann in verschiedene Formen geschnitten werden. Mit diesen Formen ahmt man in gewisser Weise das natürliche Wachstum eines Baumes nach, je nachdem an welchem Standort dieser sich befindet. So gibt es zum Beispiel die streng aufrechte Form oder die frei aufrechte Form. Bei diesen 2 Formen geht der Stamm entweder gerade nach oben (bei der streng aufrechten Form) oder hat eine kleine Biegung, zum Beispiel S-förmig (bei der frei aufrechte Form).

Eine Weitere Schnittform für den Bonsai ist die Kaskadenform. Diese ist eine ganz besonders
attraktive Form des Schnitts. Wenn man seinen Bonsai in diese Form bringen möchte, dann sollte sich der Baum in einer schmalen aber recht hohen Schale befinden. Bei der Kaskadenform wird der Stamm des Baumes so in Form gebracht, dass er zuerst gerade nach oben verläuft, dann in die Waagerechte übergeht um dann schließlich mit der Spitze leicht nach unten zu zeigen. In der Natur würde man Bäume mit einer solchen Form wahrscheinlich am ehesten am Rande steiler Abhänge finden.

Dann gibt es bei den Schnittformen für einen Bonsai noch die lehnende Form, bei dem der Stamm des Baumes eine leichte Schräglage (als ob er sich irgendwo anlehnen würde) erhält. Und die letzte Form des Rückschnitts ist die Besenform. Bei dieser Form gehen die Äste des Baumes wild auseinander, der Hauptstamm ist dabei nicht so dick wie bei manch anderen Schnitten. Außerdem sollte dieser bei dem Besenschnitt ohnehin nicht all zu deutlich zu erkennen sein.

Aber unabhängig davon, in welche Form man seinen Bonsai auch bringen mag, es gibt ein paar Dinge, die man beim Rückschnitt grundsätzlich beachten sollte. Zuerst einmal sollten bei einem Bonsai die oberen Äste niemals dicker sein als die unteren. Um die charakteristische Zimmerbonsai - Form zu erlangen, muss der Hauptstamm nach oben hin immer dünner werden. Als Spitze des Baumes nimmt man übrigens einen der oberen Äste. Dies gilt allerdings nicht, wenn man seinen Bonsai in die Besenform geschnitten hat. Abgesehen von einem Bonsai in der Besenform, bei dem der Hauptstamm eher im verborgenem bleibt, sollte der Hauptstamm bei einem Bonsai immer gut zu sehen sein. Schließlich hat man den Stamm ja auch extra in eine bestimmte Form wachsen lassen.

Die Äste des Bonsais entfernt man so, dass die Astreihen hinterher den Charakter von Etagen haben. Auch so wir gewährleistet, dass man den Stamm gut sehen kann. Wenn man dickere Äste beschneidet, dann sollte man dies vorzugsweise im Monat Juni tun. In dieser Zeit heilen nämlich die „Wunden“ die am Stamm zurückbleiben am besten aus.

Beim Schnitt kommt es auf die richtige Technik und den richtigen Zeitpunkt an. In der Regel wird ein Blattschnitt im Frühjahr, also im Mai oder Juni, vorgenommen. Allerdings darf man so einen Schnitt nur jedes zweite Jahr durchführen. Mit einem Blattschnitt kann man den Effekt erreichen, dass die Blätter kleiner und dichter nachwachsen. Dafür schneidet man die Triebe, überall dort wo sich an einem Ast etwa 6 Blattpaare gebildet haben, bis auf eine Anzahl von maximal 2 Blattpaaren zurück. Dabei sollte man darauf achten, dass man den Trieb ein kleines Stück oberhalb des Blattes abschneidet, damit er wieder neue Knospen bekommen kann.
 


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