Der japanische Steingarten

Der japanische Steingarten Der japanische Steingarten verzichtet vollkommen auf Bäume, Blumen oder sonstige Grünpflanzen. Er beschränkt sich auf idealisierte Nachbildung von Natur (Gebirgen und Wasserflächen) einzig mit Sand, Kieseln und größeren Felsen. Diese dürfen im strengen Sinn des Kare-san-sui einen leichten Moosansatz zeigen.

Bei einem japanischen Steingarten ist die ideale Anzahl der Felsbrocken eine ungerade Zahl. Die Zahlen fünf, sieben und elf werden bevorzugt. Die Anordnung der Felsen soll keinerlei Geometrie oder Symmetrie erkennen lassen. Die Felsbrocken selbst sollten ebenfalls unterschiedlich groß sein.

Meist

bilden mehrere Steine eine Gruppe, wogegen wenige Felsen als Gegenpol gesetzt werden. Darum deuten in den Sand oder Kies gerechte Muster Wassermassen an, wodurch wiederum der Eindruck erweckt werden soll, dass diese die Felseninseln umspülen.

Beim Anlegen eines japanischen Steingartens gibt es einiges zu beachten. Jedes störende Element wie Wurzeln, Gras, Unkraut usw. muss
entfernt werden. Danach muss der Untergrund gegen erneuten Bewuchs gesichert werden. Der Grundsatz des japanischen Steingartens ist es, dass dieser nie langweilig wird und dem Betrachter immer neue Reize bietet.

Die verwendeten Felsbrocken sollten also genau ausgewählt und zu einer spannenden Landschaft zusammengefügt werden. Danach wird die verbleibende Fläche mit hellem Sand oder weißen Kieseln aufgefüllt. In diese Flächen werden nun die Linienmuster gerecht. Hierbei ist es von Bedeutung, dass die Muster von den Steininseln nach außen führen. Am besten fertigen Sie vor Beginn dieser Arbeit eine Skizze an und gehen danach vor. Die Linien sollen ineinander übergeben und flüssig sein.

Zur Pflege ist es nun wichtig, regelmäßig zu harken und jeden Anflug von Unkraut oder übermäßigem Moosbewuchs zu beseitigen.

Einen japanischen Steingarten können Sie aber nicht nur in einem großen Garten anlegen, inzwischen gibt es auch die Miniatur - Variante. Diese bekommt man im Handel. Üblicherweise bestehen sie aus einem Holzrahmen, in welchem helle Sand- oder Kieselbeete eingebettet sind, einigen dunklen Steinen und einem kleinen Rechen, mit dem Sie Ihre Linienmuster ziehen können.

Der japanische Steingarten, egal ob groß oder klein, dient der Förderung der Entspannung und Meditation, ist also in der heutigen Zeit ein durchaus lohnenswertes Objekt. Die Entspannung wird durch das Harken der Linienmuster erreicht. Die buddhistischen Mönche, welche die Urheber des japanischen Gartens sind, finden so seit dem 16. Jahrhundert Klarheit, Ordnung und Asymmetrie in ihrem Geist.