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Heidegarten anlegen und gestalten

Die Gestaltung eines Heidegartens muss gut durchdacht sein. Es gibt ganz unterschiedliche Heidepflanzen.

heide2_flWichtig ist, dass nicht alle auf einmal blühen und den Rest des Jahres Tristesse herrscht. Wenn man richtig plant, leuchten ...



fast ganzjährig die Heidepflanzen um die Wette.  Ein Heidegarten ist nicht sehr pflegeintensiv, was bei vielen Gartenbesitzern sehr willkommen ist. Austrocknen dürfen die Wurzeln zwar nicht, aber man muss nicht so häufig gießen, wie bei anderen Pflanzen. Besonders häufig findet man Heidegärten in Niedersachsen, in der Nähe der großen Heideflächen. Der Boden ist besonders ideal, sandig, durchlässig und warm. Heidepflanzen mögen die Sonne, deshalb ist ein schattiger Garten nicht unbedingt geeignet, um einen Heidegarten anzulegen. Besonders gut wirkt ein leicht hügeliger Untergrund. So sieht der Garten aus wie die Heideflächen in der Natur und hat eine gute Tiefenwirkung. Wer nicht viel Platz hat, kann auch einen Topfgarten mit Heidepflanzen anlegen. 

Begleitpflanzen

Auch in einem Heidegarten müssen nicht ausschließlich ...



Heidepflanzen stehen. Unbedingt dazu gehören kleine Nadelbäume oder –sträucher, kleinwüchsige Rhododendren, Wacholder, Ginster, Zwergkoniferen und Gräser wie Lampenputzergras, Blauschwingel und andere. Auch Fetthenne passt von der Farbe und der Größe gut in einen Heidegarten. Ideal sind auch fruchttragende kleine Sträucher wie die Preiselbeere und die Rebhuhnbeere. Auch bei den Heidepflanzen gibt es Unterschiede im Wuchs. In keinem Heidegarten fehlen dürfen flachwachsende Sorten wie Calluna vulgaris ‘Heidezwerg’ (purpurlila), welche sich teppichartig ausbreitet oder Erica carnea ‘Rubinteppich’ (rubinrot), welche Polster bildet. Für das Frühjahr sollte man unbedingt Frühjahrsblüher einplanen. Schneeglöckchen, Wildnarzissen, Krokusse und Wildtulpen passen hervorragend in den Heidegarten.

Gestaltungsmöglichkeiten

Der ideale Platz für einen Heidegarten ist in der Nähe der Terrasse. Diese ist meist sonnig gelegen und Sonne mögen auch Heidepflanzen. Im Zentrum der Anlage kann man einen kleinen Teich integrieren. Dorthin sollte ein Weg führen. Die Wege in einem Heidegarten sehen am natürlichsten aus, wenn sie aus Sand angelegt werden. Das sieht gut aus, hat aber den Nachteil, dass sich dort schnell Unkraut bildet. Eine Folie unter den Wegen oder vielleicht unter der gesamten Fläche ist überdenkenswert. Natürlich sieht es auch aus, wenn man Findlinge, Baumwurzeln, Teile von Baumstämmen mit auslegt, um dem Garten etwas Struktur zu verleihen. 

Wichtig zu beachten ist, dass die Heidepflanzen farblich harmonieren. Noch wichtiger aber ist, dass sie zu unterschiedlichen Zeiten blühen. Selbst im Winter blühen Heidegewächse, so z.B. die Schneeheide (Erica carnea) und die Englische Heide (Erica x darleyensis). Die Blütezeit beginnt etwa im Januar, wenn andere Gärten recht kahl und farblos daliegen. Diese Heidepflanzen blühen bis in den Frühling hinein. Die nächsten, die mit einer Blüte beginnen sind Graue Heide (Erica cinera) und Cornvall-Heide (Erica Tetralix), Besenheide (Calluna vulgaris und Irische Heide (Daboecia cantabrica). Sie blühen den Sommer über, bis in den Herbst hinein. Besonders die Besenheide fällt durch ihre leuchtenden Farben auf. Beim Pflanzen muss auch darauf geachtet werden, dass die Heide größenmäßig zusammenpasst, dass große Pflanzen nicht kleinere verdecken. 

Heidegarten anlegen

gartenarbeit5_caDas Pflanzsubstrat sollte nach Möglichkeit kalkfrei, nährstoffarm und mit Humus angereichert sein. Heide benötigt einen etwas sauren Boden mit einem niedrigen pH-Wert unter 5: Liegt der Wert höher als 6 muss viel Torf in den Boden eingearbeitet werden. Die beste Pflanzzeit für Heide ist im Herbst, im September und Oktober. April und Mai sind auch noch günstig, wenn auch nicht ideal. Heidepflanzen benötigen auf alle Fälle einen sonnigen Platz. Für stark wachsende Pflanzen muss man von Anfang an ausreichend Platz einplanen. Kleine Pflanzen können recht eng gepflanzt werden. Alles muss ein einheitliches Bild ergeben.

Pflege Heidegarten

Ein Heidegarten benötigt nicht viel Pflege. Lediglich ein Schnitt pro Jahr wird fällig. Nur so können sich die Blüten richtig entwickeln. Sommerblüher schneidet man nach dem Winter, Mitte März bis April, Winterblüher dagegen werden gleich nach der Blüte gestutzt. Ab und zu etwas organischer Dünger, mehr Pflege ist im Normalfall für die Heide nicht nötig.



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