Rasenverbundsteine, Rasenlochsteine, Rasenfugensteine verlegen

Rasenverbundsteine, Rasenlochsteine, Rasenfugensteine verlegen

Rasenverbundsteine, Rasenlochsteine und Rasenfugensteine werden im privaten Bereich meist für Auffahrten und Parkplätze verwendet. Sie lassen im Unterschied zu einer durchgängigen Pflasterung Zwischenräume frei, in die Gras gesät wird. Dies hat nicht nur einen Einfluss auf die Optik, sondern sorgt auch dafür, dass Regenwasser leicht abfließen kann. Außerdem sorgt das Grün für ein besseres Kleinklima, indem ein Hitzestau verhindert wird.

Rasensteine richtig verlegen

Rasenverbund, Rasenloch- und Rasenfugensteine lassen sich recht einfach verlegen, denn sie besitzen Abstandshalter, sodass die Zwischenräume automatisch gleichmäßig werden. Diese Abstandshalter befinden sich an jeweils zwei Seiten der Steine

und sind nach dem Auffüllen der Fugen mit Erde und der Aussaat des Grases später nicht mehr sichtbar. Je nach Hersteller ist dieser Zwischenraum, der hierbei entsteht, unterschiedlich groß. Rasenloch- oder Rasengittersteine haben zusätzlich im Inneren des Steins ein oder mehrere Löcher, sodass auch dort Gras gesät werden kann.

Beim Verlegen der Rasensteine ist es wichtig, den Untergrund vorher gut zu verdichten, damit einzelne Steine später nicht absacken und die Fläche uneben wird. Am besten gelingt dies mit einem Rüttler. Danach wird auf die ebene Fläche eine Schicht aus Schotter oder Kies aufgebracht, die wiederum mit
einer Rüttelplatte verdichtet wird. Bei einem Stellplatz oder einer Auffahrt, die mit dem Auto befahren wird, sollte diese Schicht etwa 30 Zentimeter dick sein. Auf dieser Schotterschicht werden dann die Rasensteine verlegt. Damit die Steine auch an den Seiten der gepflasterten Fläche an Ort und Stelle bleiben, können als Abschluss Randsteine gesetzt werden, die am besten in einer Betonschicht fixiert werden. Nach dem Verlegen werden dann die Hohlräume der Rasenfugensteine mit Gartenerde gefüllt, die mit etwas Sand vermischt werden sollte, damit sie durchlässig und locker bleibt. Zum Abschluss kann dann das Gras gesät werden. Hierfür ist eine möglichst robuste Grassaat, die auch Trockenzeiten einigermaßen gut übersteht, am besten geeignet.

Vor- und Nachteile der Rasensteine

Rasensteine haben gegenüber einer vollflächigen Pflasterung gewisse Vor- und Nachteile.
  • Der zwischen den Steinen gesäte Rasen ist nur begrenzt belastbar, solche Steine sollten daher nur für Wege und Parkplätze benutzt werden, die nicht ständig befahren werden.

  • Für Gehwege sind Rasensteine nicht so gut geeignet, weil es sich auf ihnen besonders in Schuhen mit hohen Absätzen schlecht gehen lässt.

  • Durch das Verlegen von Rasensteinen lassen sich möglicherweise Einsparungen bei der Niederschlagsgebühr erzielen, die bereits von vielen Gemeinden erhoben wird.

  • Wegen der Durchlässigkeit für Wasser sind solche Steine als Belag besonders gut für Grundstücke geeignet, auf denen es wegen ihrer Lage leicht zu Überschwemmungen kommt.