Blumen und Stauden für den Steingarten

Ein Steingarten ist eine karge Umgebung für Blumen und Stauden - welche kommen damit zurecht?Ein Steingarten und gerade die Pflanzen für diese, gelten als anspruchslos. Doch ganz so ist dies nicht, denn auch diese Pflanzen benötigen die richtige Umgebung, vielmehr Untergrund. Daher sollten auch der Standort und die Erde ganz genau ausgewählt werden, denn ansonsten kann sich die Bepflanzung als schwierig oder sogar unmöglich erweisen.

Ein sonniger Standort

Bevor ein Steingarten angelegt werden kann, sollte der Standort gut ausgewählt werden. Dieser sollte ein wenig

abschüssig liegen, damit keine Staunässe entstehen kann. Auch sollte viel Sonne vorhanden sein, denn die Pflanzen für Steingärten lieben die Sonne. So bevorzugen diese eher sandigen Untergrund und natürlich wachsen diese sehr gut zwischen Steinen. Ist dann der richtige Standort gewählt, kann mit dem eigentlichen Anlegen begonnen werden. Um Staunässe zu vermeiden und einen guten Untergrund zu gewährleisten, sollte eine Kiesschicht aufgetragen werden. Auch sollte der Boden locker sein, ansonsten kann vorher noch eine Sandschicht und danach die Kiesschicht aufgebracht werden. Danach dann die Steine mit der flachen Seite nach unten auslegen. Auch muss zwischen den Steinen ausreichend Platz für die Pflanzen und Blumen sein, dass diese gut in die Erde gepflanzt werden können.

Findlinge besonders gut geeignet für Steingärten

Für einen schönen Steingarten eigenen sich besonders Findlinge, die es aus verschiedenen Gesteinsarten gibt. Hierbei ist darauf zu achten, dass diese von einer Gesteinsart sind, damit es nachher ein einheitliches Bild ergibt. Diese Steine können dann ähnlich wie auch im Gebirge angelegt werden, so als ob diese von der Natur gelegt worden werden. Wenn die Steine so angelegt sind, können die richtigen Blumen und Pflanzen für den Steingarten ausgewählt werden. Dabei sollten die Blühzeit und die Farbkombination genauso wie die Pflegeansprüche der einzelnen Pflanzen berücksichtigt werden. Besonders geeignet sind für solche Gärten Gebirgspflanzen wie zum Beispiel der Enzian oder Veilchen. Aber auch das Edelweiß liebt es ein wenig steinig, wobei auch immer, die Ansprüche an die Sonne berücksichtigt werden muss. Eine der wohl robustesten Pflanzen ist die Fetthenne, denn diese kommt mit jeder Begebenheit zurecht. Daher wird diese auch gerne an Grundstücksgrenzen gesetzt, weil diese sogar gegen Streusalz unempfindlich ist.

Ein Farbtupfer für das ganze Jahr

Ein Steingarten entfaltet nicht nur im Frühjahr oder im Sommer seine Pracht, sondern vielmehr das gesamte Jahr über. So können auch Kräuter wie Lavendel oder Thymian mit eingepflanzt werden. Selbst Zwiebeln von Winterlingen, Schneeglöckchen, Krokusse oder Schneestolz sorgen dann schon im Frühjahr für ein blühendes buntes Beet. Mit der Zeit verwildern vereinzelte Pflanzen und vermehren sich von alleine, was dem Steingarten wiederum ein ganz individuelles Aussehen verleiht.

Blumen und Stauden bringen Farbe und Vielfalt in den SteingartenGeeignet sind auch Solitärpflanzen, die vereinzelt gesetzt werden können. Hierzu gehören Scheinzypressen, Helmlock- oder Zwergtannen genauso wie
Kugelkiefern. Diese Pflanzen gehören zu den Gehölzen und verleihen dem Steingarten noch einmal ein ganz besonderes Aussehen.

Jede Pflanze hat ihre Ansprüche

Bevor es mit der Bepflanzung des Steingartens losgehen kann, muss natürlich darauf geachtet werden das die Pflanzen auch das bekommen

was sie benötigen. So sind Sonnenröschen, Grasnelken oder Blaukissen ziemlich anspruchslos und benötigen einfach nur viel Sonnenschein. Ansonsten brauchen diese keine besondere Pflege um ihre volle Pracht zu entfalten. Wer seinen Steingarten auch noch im Winter beleben möchte, der sollte Zwergkoniferen pflanzen. Diese Pflanzen überleben den Winter und sind daher gerade für die kalte Jahreszeit besonders gut. Denn ein Steingarten ist das ganze Jahr gut anzusehen und nicht nur einige Monate im Jahr. Beim Anlegen eines Steingartens sollte Folgendes beachtet werden:
  • Sonnige Lage
  • Keine gerade Flächen sondern ein leichtes Gefälle von mindestens 10 °C
  • Lockerer, sandiger Boden, damit die Nässe ablaufen kann
  • Steingartenpflanzen vertragen keine Staunässe
  • Eventuell zuerst eine Schicht Kies auftragen und dann vielleicht noch etwas guter Boden
  • Findlinge von einer Sorte locker auslegen
  • Ausreichend Platz lassen, um danach die Pflanzen einzubringen
  • Zwischen Mai und August den Steingarten anlegen
  • Pflanzen nach den Jahreszeiten aussuchen, damit der Steingarten immer belebt ist
  • Kräuter lieben es warm und sind besonders geeignet für den Steingarten
  • Die richtige Lage für die Pflanzen beachten, damit diese zum Beispiel ausreichend Sonne haben
Das ganze Jahr eine wahre Blütenpracht

Wer alles richtig macht, der wird sehr viel Freude an seinem Steingarten haben. Die meiste Arbeit ist das Anlegen und bepflanzen. Da viele Pflanzen mit der Zeit auswildern und sich selbst vermehren, ändert sich das Aussehen des Steingartens jährlich. So ist dort immer etwas zu entdecken, ganz ohne das der Mensch noch etwas dazu tun, muss. Gerade daher werden diese gerne in Vorgärten angelegt, da hier nicht ständig gegossen oder Pflanzen nachgeschnitten werden müssen. Vor allem wenn dann noch verschiedene Kräuter gepflanzt wurden, dann kann die Küche noch bereichert werden. So können die Pflanzen auch für eine Mauerbepflanzung eingesetzt werden, damit diese dann nicht so kahl aussieht. Wichtig ist immer nur das diese Pflanzen den richtigen Untergrund und viel Sonne haben. Danach sind diese fast wunschlos glücklich, ähnlich wie auch in den Bergen. Denn genau aus dieser Region kommen alle Pflanzen für den Steingarten und sind daher nicht wirklich anspruchsvoll.

Neben Blumen eignen sich auch viele Gräserarten für den SteingartenGräser verschönern zusätzlich

So gibt es auch Gräser wie Bärengras, Rispengras, Blauschwingel und Blaubinse. Genauso wie die anderen Pflanzen, sollten auch die Gräser nur vereinzelt gepflanzt werden. Denn bei einem Steingarten ist weniger mehr, damit die Steine noch zur Geltung kommen. Diese Vielfalt an Pflanzen und Gräsern verzaubern dann die gesamte Umgebung. Selbstverständlich kommt es auch auf die Größe des Steingartens an, denn danach sollten auch die Steine und Pflanzen ausgesucht werden. Vor allem können so ganze Landschaften gestaltet werden, oder einfach Weg im Garten verschönert. Pflanzen, die den besonderen Akzent an kahlen Stellen bilden.

Wissenswertes zu Steingartenblumen und -stauden

Ein Steingarten passt sich eigentlich in jede Umgebung ein, denn mit Pflanzen und Steinen kann man nicht viel verkehrt machen. An einem Hang zum Beispiel macht sich ein Steingarten immer wieder gut. Durch die schräge Lage kommen dann Blumen und Steine gleichermaßen zur Geltung. Eigentlich kann man alle Pflanzen in einen Steingarten setzen, angefangen bei Stauden über Bodendecker bis hin zu den klassischen Schnittblumen. Bekannte Steingartenpflanzen sind zum Beispiel:
  • Weiße Markisenblume,
  • Blauer Kranz-Enzian
  • Zottiges Fingerkraut.
  • Auch Petunien,
  • die schöne Pfingstrose
  • oder Zwergrosen ...
... finden sicherlich einen schönen Platz im Steingarten. Größere Stauden oder auch einen Bambus oder verschiedene Gräser kann man gut an das hintere Ende des Steingartens pflanzen, davor kommen dann die halbhohen Blumen, wie Rosen oder auch Nelken und im vorderen Bereich finden dann Bodendecker, wie das Felsenblümchen ihren Platz.