Polsterstauden und Bodendecker für den Steingarten

Polsterstauden und Bodendecker für den Steingarten Polsterstauden im SteingartenEin Steingarten kann in jedem Grundstück angelegt werden und ist nicht an eine ebene Fläche gebunden. Auch an steilen Hängen, sowie verschiedenen Unebenheiten im Grundstück ist es möglich, eine Flächennutzung zu ermöglichen und hier mit natürlichen Steinen zu arbeiten. Dabei hat der Gärtner freie Hand und kann seine eigene Kreativität in die Gestaltung einfließen lassen. Für Steingärten gibt es keine Norm zur Größe, zur Höhe und Form, sowie zu den verwendeten Steinen und deren Substanz.

Nach eigenem Ermessen können eine vorher erfolgende Planung, sowie die Realisierung des besonderen Beetes erfolgen und einen dekorativen Akzent im Garten setzen.

Die Anlage perfekt planen

Ehe die eigentliche Arbeit beginnt, sollte man den Steingarten auf dem Papier entwerfen und seine Größe, die geplante Form und Bepflanzung planen. Ebenso ist eine Kalkulation angeraten, welche die benötigte Erde, sowie die Steine einschließt und auch die Pflanzen nicht ausspart. Anhand der Kalkulation kann der Gärtner entscheiden, welche Steine er nutzen möchte und bei welchem Anbieter er die Materialien für seinen geplanten Steingarten erwirbt. Auch mit begrenztem Budget ist die Realisierung dieser Beetform problemlos möglich, da die Steine nicht unbedingt im Natursteinhandel gekauft, sondern auch als Findlinge in unterschiedlichen Größen selbst gesammelt werden können. Besonders attraktiv zeigt sich ein Steingarten, wird er mit verschiedenen terrassenförmigen Ebenen gestaltet und bietet so besonders viel Platz für unterschiedliche Pflanzen.

Benötigte Materialien für den Bau

Die Grundlage für alle Steingärten sind natürlich Steine. Hier können vor allem Natursteine überzeugen, da sie mit hoher Witterungsbeständigkeit aufwarten und dem Garten einen besonderen Charme verleihen. Die Steine kann man im Fachhandel kaufen, aber auch in der Natur sammeln und sich auf Findlinge in unterschiedlichen Größen berufen. Weiter benötigt wird Erde, mit der die Zwischenräume, sowie die Innenflächen zwischen den Steinen aufgefüllt werden. Hierfür eignet sich hochwertiger Mutterboden, da dieser der späteren Bepflanzung die notwendigen Nährstoffe gibt und für ein prächtiges Gedeihen sorgt. Die gewünschte Pflanzenmenge, sowie die bevorzugten Arten kann man ebenfalls vor dem Bauvorhaben erwerben und so bereits beim Bau prüfen, ob alle Pflanzen am gewünschten Platz einen Standort finden, oder ob man die Planung im Bauvorhaben individuell abändert.

So gestaltet man einen Steingarten

Anhand der Planung hat der Gärtner sich bereits einen Überblick verschafft, welche Materialien er benötigt und in welcher Menge er Steine und Erde nutzen wird. Nun beginnt die eigentliche Gestaltung, für die man sich am besten alle Materialien in Griffweite legt und so besonders individuell denkt und handelt, sowie den Überblick zu den vorhandenen Materialien behalten kann. Ein Steingarten wird oberirdisch angelegt, sodass Ausgrabungen im Grundstück nicht notwendig sind. Möchte man allerdings einige Steine direkt im Boden einbringen, kann man hierfür einen kleinen Schacht graben und sie in der gewünschten Tiefe versenken. Nach folgendem Schema lässt sich der Steingarten sehr einfach von der Planung in die Realität umsetzen:
  • Außenbegrenzung mit Steinen auslegen
  • Muttererde einfüllen
  • zweite Schicht / Ebene mit Steinen dekorieren
  • wieder mit Erde auffüllen.
Findlinge zwischen PolsterstaudenIn dieser Reihenfolge arbeitet man so lange weiter, bis der Steingarten die gewünschte
Form und Höhe hat.

Vorsicht ist bei Hanglagen und steilen Senken geboten. Hier sollten die Steine immer in einer gewissen Tiefe im Erdreich verbracht und so vor dem Abrutschen bei Starkregen geschützt werden. Ehe der Gärtner mit der Bepflanzung beginnt, sollte man die Festigkeit der gelegten Steine prüfen und hierfür den Boden mit reichlich Wasser tränken. Hält die Konstruktion, steht der weiteren Bearbeitung des neuen Beetes nichts im Wege.

Bodendecker und Polsterstauden für den Steingarten

Schon in der Planung, aber auch beim Steine legen hat man mit dem Wissen gehandelt, welche Pflanzen man später im Steingarten einbringen möchte. Bodendecker und Polsterstauden eignen sich optimal, da sie zum einen pflegeleicht und anspruchslos, winterhart, aber auch klein bleibend und somit kontrollierbar sind. Stauden die über einen hängenden Wuchs verfügen, sollten vorwiegend hinter größeren Steinen auf den oberen Etagen gepflanzt werden. Hier können sie sich nicht nur optimal entwickeln, sondern ihrem Wuchs auch freien Lauf lassen und mit der natürlichen Schönheit begeistern. Für kleinere Flächen, aber auch für Ebenen mit wenigen Möglichkeiten für einen hängenden Wuchs, sind hochwachsende Polsterstauden optimal. Am besten entscheidet sich der Gärtner für winterharte Stauden, die auch im kommenden Jahr mit ihrer Blütenpracht bezaubern und für die Überwinterung keine großen Ansprüche stellen. Mehrjährige Stauden gibt es in so großer Vielfalt, dass man ein atemberaubendes Farbenspiel gestalten und dem Garten mit der Steingarten-Bepflanzung einen mediterranen Touch verleihen kann.

Die Vorteile pflegeleichter Pflanzen

Die meisten Gärten sind mit der Gießkanne nur schwer zu erreichen und würden vom Gartenbesitzer waghalsige Klettertouren verlangen. Entscheidet man sich für eine Bepflanzung mit Bodendeckern und Polsterstauden die anspruchslos sind, kann man den Aufwand zur Pflege mindern und sich trotzdem für einen wunderschönen Steingarten entscheiden. Am besten eignen sich Stauden, die im natürlichen Habitat im Gebirge vorkommen und so einen geringen Wasserbedarf und Anspruch an die Umweltbedingungen haben. Die zeitliche Aufwendung zur Pflege der Pflanzen beschränkt sich mit dieser Entscheidung auf das Beschneiden vor dem Winter, sowie gelegentliches Gießen bei großer Trockenheit.

Farbenvielfalt im Garten

Steingärten zaubern ein besonders natürliches Ambiente und erfreuen sich daher stetig wachsender Beliebtheit. Hinzu kommt, dass die Pflanzen die für diese Gartenform gewählt werden, sehr pflegeleicht sind und mit einem anmutigen Wuchs aufwarten. Vor allem sehr blütenreiche Bepflanzungen sind äußerst attraktiv und können dafür sorgen, dass der Steingarten vom Frühjahr bis in den Spätherbst blüht und ein dekoratives Ambiente im Garten gestaltet. In einer Kombination verschiedener Farben, sowie Bodendeckern und Polsterstauden mit duftenden Blüten, kann sich der Gärtner das Mittelmeer-Flair direkt in sein Grundstück holen.

Weitere Ideen zur Bepflanzung

Die Farben changieren zwischen rosa und rot über blau bis hin zu violett. So werden durch die Polsterstauden dem eintönigen Untergrund bunte Farbtupfer aufgesetzt. Besonders schön und pflegeleicht ist der Wollthymian, der mit seinen eher violetten Blüten schöne Polster bildet. Auch die Stechnelke ist anspruchslos. Aber, wie der Name sagt, sie ist stachlig, wächst aber hervorragend, bildet tuffige Polster und sieht sehr gut aus.

Bekannt sind auch die Blaukissen, die man in fast allen Steingärten findet. Sie sind anspruchslos und wachsen auch in den Ritzen von Naturmauern oder Trockenmauern. Dort sieht man die luftigen blauen Kissen immer wieder. Sie blühen lange, vom Frühjahr bis weit in den Herbst und sehen immer schön aus. Sie vertragen auch Trockenheit gut. Dann ist noch der Polsterknöterich zu erwähnen, der eine eher grüne bis grün braune Färbung aufweist.

Wer mit dem Gedanken an einen Steingarten spielt, sollte sich genau erkundigen, welche Pflanzen für seinen Boden geeignet sind und sich eine Auswahl verschiedener Polsterstauden zeigen lassen. Diese passen sich sowohl scharfkantigen Steinen als auch eher ruhigen, runden Formen an und sind anspruchslose Bewohner des Steingartens an denen man viel Freude haben kann.

Man kann auch Gräser als Polster in den Steingarten einbringen oder einige Frühlingsblumen pflanzen. Sehr schön machen sich auch Krokusse oder Narzissen. Man sollte diese Blumen aber nicht vereinzelt setzten, sondern sie so pflanzen, das sie auch ein zusammengehörendes Areal wie ein Polster bedecken. Lieber zwei oder drei von diesen Ansammlungen als vereinzelte Blumen. Als Polsterblumen machen sich auch Enzian oder Galathuskraut sehr gut.