Steingartenstauden - Stauden für Steingärten

Neben Ziergehölzen können im Steingarten auch Stauden dekorativ wirkenBerglandschaften wie aus alpinen Urlaubsregionen können Sie in Ihrem Garten am besten an einem Hang in Südlage nachbauen. Damit der Steingarten authentisch wirkt und seine Stauden gut gedeihen, ist ein wenig Nachdenken über die natürliche Umgebung der Pflanzen und die passenden Steine nötig. Diejenigen Stauden, die sich in der Nachbarschaft größerer Steine am wohlsten fühlen, brauchen zumeist viel Sonneneinstrahlung. Klassischerweise bezeichnet man mit Stauden mehrjährige ausdauernde krautige Pflanzen.

Die Vorbereitung der Fläche

Haben Sie in Ihrem Garten

keinen natürlichen Hang, so können Sie auch einen künstlich aufschütten. Die meiste Sonne werden die Stauden erhalten, wenn der Hang nach Süden zeigt. Optimaler Weise hat der Hang einen Steigungsgrad von circa 10 °C, fällt also eher sanft ab. In einer solchen Lage können die Steine großflächig Wärme speichern und sie gleichmäßig an die Staudenpflanzen abgeben. Diese Wärmerückstrahlung mögen jene Pflanzen, deren Wurzeln allerdings relativ kühl bleiben sollten. Folgende alternative Möglichkeiten bestehen:
  • Halbschatten
  • Südwestlage
  • Errichtung an einer Natursteinmauer
  • hügeliges Gelände, besonders für größere Steingärten
Steingartenpflanzen sind recht trockenheitsresistent und vertragen Nässe in den meisten Fällen nicht. Liegt keine Hangform vor, ist deshalb auf eine gute Drainage zu achten. Als Baumaterial dafür bieten sich Kies oder Mauerschutt an. An natürlichen Hängen läuft das überschüssige Wasser dagegen von selbst ab und Staunässe kann nicht entstehen. Sollten Sie einen Hang aufschütten müssen, benötigen Sie eine Fläche von mindestens einem Meter Breite pro 30 cm geplanter Anhebung des Bodenniveaus. Liegen schwere Böden vor, so empfiehlt es sich, diese mit Sand zu mischen, damit eine 20 bis 30 cm hohe Erdschicht entsteht. Dazu schwemmen Sie die Bodenmischung immer ein und lassen sie sich etwas setzen. Somit entstehen keine Ritzen oder Spalten im künftigen Erdreich Ihres Steingartens.

Ergänzende Accessoires und mögliche Gesteinsarten

Besonders atmosphärisch wird Ihr Steingarten wirken, wenn Sie ein unsymmetrisches Bild schaffen. Dennoch sollten Sie die ausgewählte Fläche erst einmal von Wurzeln befreien, damit später keine Unkräuter durchstoßen. Die Auslegung einer Kiesschicht im Anschluss bietet eine gewisse Stabilität für die größeren Steine. Diese können danach mit ihrer größten Fläche nach unten zeigend eingebettet werden. Hohlräume können Sie mit Sand auffüllen. Haben Sie einen eher harten Boden, kann auch der Sand als Untergrund dienen und der Kies nur zur Auffüllung. Geeignete Steine für die Gestaltung sind:
  • In Stein- und Kiesbeeten bilden Stauden eine dekorative AbwechslungBasalt
  • Granit
  • Kalkstein
  • Sandstein
  • Quarzit
Aufgrund der hierzulande typischen Wetter- und Temperaturschwankungen werden Granit, Quarzit und Basalt am häufigsten verwendet. Entscheiden Sie sich für eine, maximal für zwei Steinsorten und versuchen Sie auch bezüglich der Steinform eine gewisse Einheitlichkeit zu wahren. Felsbrocken und größere Steine für einen durchdachten, harmonisch aussehenden Steingarten finden Sie unter anderem in regionalen Steinbrüchen. Besonders natürlich wirkt es, wenn kleinere und größere Steine unregelmäßig in der Kiesdrainage verteilt werden. Die großen Stücke sollten Sie dabei bis zu einem Drittel eingraben. Als optionale Dekorationselemente, die Sie für den Steingarten besorgen können, kommen in Frage:
  • ein Bachlauf
  • eine Treppe
  • große Wurzeln
  • kleine Figuren
Die Wahl der Staudenpflanzen

Nach dem Einbetten der Steine sollten Sie einige Tage warten, bis diese sich
gesetzt haben und erst dann die Pflanzen

einsetzen. Was die Auswahl der Pflanzenarten betrifft, greift in den deutschsprachigen Ländern seit einigen Jahren der Trend zu einer Staudenverwendung, die sich an den natürlichen Standortbedingungen orientiert. Langlebige Pflanzengemeinschaften werden durch die Zuordnung zu bestimmten Lebensbereichen leicht möglich. Für den Pflanzplatz "Steingarten" eignen sich, nach dem Vorbild natürlicher Berglandschaften, in der Regel weder nährstoffreiche noch staunasse Böden. Beliebte Steingartenstauden sind daher:
  • Blaukissen
  • Steinkraut
  • Schleifenblumen
  • Karpaten-Glockenblume
  • manche Arten von Sempervivum
  • Steintäschel
Einige weitere mögliche Staudenarten sind:
  • Primeln
  • Alpenveilchen
  • Alpennelke
  • Niedrige Fetthenne
  • Katzenpfötchen
  • Sonnenröschen
  • Grasnelke
  • Alpenaster
Sie sollten die Pflanzen vorsichtig einpflanzen, angießen und in den nächsten Wochen noch regelmäßig gießen, wobei Sie am besten eine feine Brause verwenden. Wenn die Stauden erst einmal angewachsen sind, brauchen sie lediglich bei langer Trockenheit und großer Hitze gegossen werden. Es ist besser, nicht zu viele unterschiedliche Pflanzen zu nutzen, sondern lieber größere Gruppen gleicher Pflanzen zu verwenden. Zudem sollten alle Pflanzen farblich zueinander passen, um ein harmonisches Gesamtbild des Steingartens zu erzeugen. Für Farbkleckse in den trüberen Monaten des Jahres können Sie einige Blumenzwiebeln zwischen die Stauden stecken, die im Frühjahr bunte Blüten bieten, sowie für den Winter einige immergrüne Zwerggehölze.

Die richtige Pflege im Jahresverlauf

Bei Stauden verholzen die oberirdischen Pflanzenteile in Abgrenzung zu Bäumen und Sträuchern nicht, sterben aber bei den meisten Sorten am Ende jeder Vegetationsperiode ab. Stauden überdauern jedoch mehrere Jahre und brauchen daher nicht in jedem Frühjahr erneut in die Erde eingebracht werden. Die Überwinterung erfolgt je nach konkreter Pflanzensorte als Wurzelstock, Knolle, Zwiebel oder als anderes Wurzelspeicherorgan. Im folgenden Frühjahr treiben die Staudenpflanzen dann wieder aus, um später zu blühen und zu fruchten. Einzelne Staudenarten ziehen sich jedoch im Winter nicht ein, sondern behalten ihre grünen oberirdischen Teile. In Frühjahr, Sommer und Herbst müssen Sie die Steingartenstauden normalerweise nicht düngen, da ihr natürlicher Lebensraum karg ist und sie an das Auskommen mit wenigen Nährstoffen angepasst sind. Sollte doch einmal das Düngen notwendig werden, so empfehlen sich Kompost oder Hornspäne. Regelmäßig sollten Sie die Erde zwischen den Steingartenstauden und Steinen auflockern und Unkraut zupfen.

Da die meisten Steingartenstauden sehr genügsam sind, also wenig Pflege benötigen, macht ein Steingarten zwar in der Anlage viel Arbeit, erspart jedoch in den Folgejahren viel Zeit. Am einfachsten lässt sich ein Steingarten an einem natürlichen Hang gestalten, doch mit einer guten Drainage ist solch ein alpiner Hingucker auch in einem flacheren Bereich möglich.

Wissenswertes zu Steingartenstauden

Auch ein Steingarten sollte nicht nur in einer Ebene bepflanzt werden. Man sollte auch hier verschiedenen Höhen bei den eingebrachten Pflanzen wählen, um Eintönigkeit zu vermeiden. Während die flachen Polsterstauden und niedrigen Blumen eher die Bodendecker bilden, verleihen kräftige halbhohe Stauden dem Steingarten seine Eigenart:
  • Hier kann man Buchsbaum empfehlen, den man auch in schöne kugelige Formen bringen kann.
  • Weiter zu empfehlen sind japanische Azaleen,
  • Zwergkiefern,
  • Korkenzieherhaselsträuche.
  • Auch Koniferen machen sich gut.
Koniferen können Stauden im Steingarten sinnvoll ergänzenWenn Sie das Besondere lieben, fragen Sie in Baumschulen nach den so genannten "Big-Bonsais" - veredelte Gewächse wie Eiben, Kiefern etc., die durch jahrelange Pflege und den passenden Schnitt klein geblieben sind und sich in einem Steingarten einfach schon durch ihre Formen prima machen. Sie sehen toll aus und passen sich einem Steingarten fantastisch an. Diese Gewächse sind allerdings nicht ganz billig. Man sollte nur Gewächse nehmen, die nicht zu hoch werden, sondern sich in den Steinkarten einfügen und damit stimmig sind. Der Kontrast zwischen den Steinen und den üppig blühenden Stauden und Blumen an der Erde sollte nicht durch zu große Bäume und Sträucher gestört werden.
  • Ein blühender Mandelstrauch oder eine Zierkirsche passen schon noch dahin, aber man sollte bei der Bepflanzung zurückhaltend sein.
  • Auch eine Weide kann ein wunderbarer Blickfang in einem Steingarten sein.
Wichtig ist, dass die Stauden die richtigen Bodenverhältnisse vorfinden, dann entwickeln sie sich auch prächtig und der Steingarten ist ein richtiger Hingucker. Eine noch so schöne Staude, die vor sich hin kümmert, macht hingegen nicht den gewünschten Eindruck. Daher sollte man sich nicht scheuen, den Fachmann zu fragen und dann die passenden kräftigen Stauden für den eigenen Wintergarten auszusuchen und einzupflanzen.