Zitat:
Zitat von Rhoener55 OK, sind wir bei 2,5 Dimethylfuran. Probleme bereiten nach wie vor 1. die gesamte Processenergiebedarf 2. die Molecularabbauprocesse bei Verbrennung die zu eine trotz höhere Ausgangsenergiegehalt eine geringere Ausbeute zulässt sowie 3. ob 2,5 Dimethylfuran wie viel furans Krebsauslösend sind. Es gibt auch einige anderen vielversprechende BtL Forschungsprojekte. |
Schön - sei dem wie es wolle und je mehr potenziell entwicklungsfähige Verfahren wirklich bearbeitet (in der Entwicklung vorangebracht) werden, desto eher ist mit einigen tauglichen Varianten zu rechnen. Aber wie auch immer eine lohnende Energiegewinnung aus Pflanzen(teilen) außer (Abfall)Holzverbrennung aussehen mag, muss diese insofern Rücksicht auf Anbauflächen nehmen, als sie möglichst nicht in Konkurrenz zu höherwertiger Nutzung tritt. Diese Forderung erfüllt jede möglichst optimale Alternativnutzung von Resten und Überschüssen, deren eigentlich angestrebter Nutzen nicht mit vertretbarem Aufwand erreichbar ist.
Zitat:
|
Die Diskussion ob überhaupt regenerative Ernergien zur Mobiltätszwecken verwendet werden soll/darf ist mir eigentlich zu ideologisch geprägt und lenken davon ab von die notwendigkeit mit alle Energieformen sparsamst umzugehen (speziell hier in Bereiche die aus Steuern und Abgaben finanziert/subventioniert sind).
|
Die o.a. Diskussion ist m.E. überflüssig wie ein Kropf und nur Ausdruck einer eher oberflächlichen Betrachtung - ggf. einer generalisierten Verurteilung des MIV. Über die Verzichtbarkeit von Mobilität kann man streiten - das kann man aber auch hinsichtlich vieler Produkte/Dienstleistungen, die zur Befriedigung menschlicher Bedürfnisse dienen. Der Streit wird um so unsinniger je mehr die Parteien sich auf ausschließliche Betrachtung von Vor- und Nachteilen konzentrieren und dabei die gleichberechtigte Entwicklung diverser Alternativen behindern.
Die Sparmöglichkeiten der Endverbraucher sehe ich inzwischen insofern als z.Z. ziemlich erschöpft an, als die Kosten von wirklich effektiven Sparmaßnahmen die damit verbundene finanzielle Entlastung sehr erheblich mindern, bzw. auf einen weit entfernten Zeitraum verschieben.
Die notorische Aufforderung zur Sparsamkeit alleine wird zum unverschämten Hohn, wenn solche längst praktiziert wird - wer nicht überflüssig Energie verbraucht (sinnloses Herumfahren, energiezehrende Fahrweise ggf. mit [angeblich] überdimensionierten Fahrzeugen, unangemessene Gebäudetemperierung) kann eben nicht mehr durch Verzicht auf überflüssiges sparen. Da habe ich volles Verständnis für Leute,
die sich durch ständige Wiederholung solcher Sparapelle (die sie teilweise seit Jahrzehnten unter [erzwungener] Ausschöpfung ihrer tatsächlichen Möglichkeiten [Verzicht und Investitionen in bessere Technik] praktizieren, schlichtweg besch... ,bzw. ausgebeutet fühlen. Nur wo definitiv Verschwendung vorliegt und diese wirklich zumutbar und effektiv abgeschaltet werden kann, sind Sparapelle angebracht. Das gilt natürlich erst recht für die Ausübung von Zwängen.
Natürlich haben die wohlhabenden Nationen gleichzeitig eine Verantwortung wie auch ein wirtschaftliches Interesse, in Hinsicht auf "Wohlstand zum günstigen Preis" führend zu sein, denn das ist ein langfristiges Ziel aller, an dem man gut verdienen kann.... "Sparen um jeden Preis...(koste es was es wolle...) ist aber trotzdem kein Erfolgsrezept - erst recht nicht, wenn das nicht mehr in gerechter Weise praktiziert werden kann.
Zitat:
|
Ich stimme zu das die Defizite in der Energienutzung durch KWK gravierend sind. Hier liegt schon enorme Potential mit bereits bewährte und relativ Preiswerte Technologien, die weitgehendst ungenutzt bleiben.
|
Man darf dafür wohl wirtschaftliche Interessen als ursächlich ansehen und zwar eher nicht die des sogenannten "kleinen Mannes", dessen Verhalten man so gerne kritisiert und durch (mehr/beschränkende) Gesetze "steuern" will.
Zitat:
|
Habe nicht von Fütterung von Jagdbares Wild explizit hingewiesen (bin Jäger, aber bei mir gibt's kein Wildfütterung), sondern aus das nutzen (von Fallobst) für alle wildlebenden Tierarten. Fuchs, Dachs, Igel, eine Vielzahl von Vogelarten und Insektenarten haben schon in Städte Lebensräume gefunden.
|
Die litten ganz bestimmt weniger darunter, wenn (zuckerhaltige) Früchte aus Gärten zu 95 % sinnvoll genutzt würden, als wenn es gar keine gibt, bzw. der Ertrag von den wenigen "tolerierten" Obstgehölzen extrem uneffektiv "entsorgt" wird (Kompostierung).
Ich bin oft genug "Gast"/Anlieferer bei unserem Kompostwerk und sehe dort nur eine riesige Verschwendung, die sich u.a. als Faulgasgeruch (Methan) darstellt. Auch der Anteil solcher Hölzer, aus denen sich Pellets/Schnitzel machen ließen ist nicht zu vernachlässigen. Der dort beziehbare Kompost ist so nass und sauer, dass man ihn mit Erde "verdünnen" muss und wäre er nicht so grob, könnte man ihn für Klärschlamm halten. Ich werd den Verdacht nicht los, dass man dieses (m.E. ungare) "Recyclingprodukt" durchaus noch in einer Biogasanlage aufbereiten könnte....
Auch dieses Beispiel einer m.E. vorliegenden Verschwendung wird mir durch die von mir entrichteten Entsorgungsgebühren in keiner Weise sympathischer... Eher träume ich von Kostenentlastung durch Effektivitätssteigerung der "Verwertung".
Grüße
TB