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Alt 31.03.2005, 12:21   #3 (permalink)
Fröschle
 
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Also zum Thema Zecken, da kann ich auch ein Liedchen singen:

Ich lebe im Schwarzwald und habe jedes Jahr ca. 30 Zecken, die sich bei mir wohl zu fühlen scheinen. Seit etlichen Jahre bin ich geimpft, und somit gegen die Hirnhautentzündung geschützt.
Gegen die Borreliose kann man sich nicht impfen lassen und seit letztem Herbst bin ich selbst Borreliose-Patient. Ich mußte eine dreiwöchige Antibiotika-Kur machen, die die aktuelle Erkrankung stoppte. Aber die Borrelien-Erreger bleiben im Blut und können nach einem weiteren infektiösen Biss wieder ausbrechen.

Nicht jede Zecke ist "giftig". Und die giftigen sind erst giftig, wenn man sie länger als 24 Stunden saugen läßt. Erst dann vermischt sich deren Speichel mit unserem Blut.
Auf keinen Fall darf man beim Herausnehmen die Zecke in einen Todeskampf bringen (mit Öl wäre ich also vorsichtig), weil die Zecke im Todeskampf das Sekret extrem stark ausscheidet), also auch nicht daran herumreißen und kratzen. Ich weiß, viele sind dagegen, aber ich schwöre auf die Zeckenzange aus der Apotheke - da leben die Biester sogar noch, wenn man sie herauszieht.

Ich habe übrigens meine Borreliose bekommen, ohne einen runden juckenden Ausschlag an der Stichstelle... Die Krankheit wirkt sich völlig unterschiedlich bei jedem Menschen aus.

Die Borreliose läßt sich übrigens auch nicht schon nach 10 Tagen feststellen. Es wird ein Titter-Wert im Blut ermittelt, und die Erreger sind allerfrühestens nach 3 Wochen erkennbar, allerdings mit äußerst vielen Fehl-Diagnosen. Die erste sichere Diagnose ist nach drei Monaten möglich...

Ich hoffe, ich konnte ein wenig zur Aufklärung beitragen.
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Liebe Grüße aus dem Schwarzwald

Edith
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