AW: Denglisch?
Mein persönlicher Favorit zu dem Thema: vor nicht allzu langer Zeit erschien in einem renommierten deutschen Kochbuch-Verlag tatsächlich ein Werk, welches sich "Kochen lernen in SChritt-für-Schritt-Steps"
nannte. Danke.
Ansonsten? Locker bleiben. Wir werden diese Entwicklung nicht aufhalten können, ich finde allerdings Leute, die auch im Alltag permanent mit englischen Ausdrücken um sich werfen, unglaublich peinlich. Andererseits sorgen solche Menschen in Umgebungen, wo man es so nicht erwartet, für unerwartete humoristische Einlagen...wie habe ich über die "Einladunk zum Geburtstagsfeier-Event" (geschrieben von der Mutter einer 10-jährigen) gelacht!
Ich denke, es gibt Bereiche, wo die Entwicklung hin zu englischen Begriffen nicht mehr aufzuhalten ist (Internet usw.), im Zuge der Globalisierung bedeutet eine einheitliche Sprachregelung eine ungeheure Vereinfachung.
Im Gegenzug gibt es deutliche Rückentwicklungen...berühmt ist wohl mittlerweile die Douglas-Geschichte: als der Konzern feststellte, daß der griffige Slogan "Come in and find out" für einen Großteil der Bevölkerung völlig unverständlich war, gab es im folgenden Jahr wieder einen deutschen Spruch.
Ich bin auch fest davon überzeugt, daß Blödsinnigkeiten wie "Sale", "Topping" oder eben das ewige "Event" wieder verschwinden.
Sprache ist ein lebendiges Wesen und als solches stetem Wandel unterworfen. Das war schon immer so! Es ist historisch gesehen noch nicht soo lange her, daß die selbsternannte bessere Gesellschaft mit Küchenfranzösisch um sich warf, das hat sich auch gelegt.
Nebenher (merke: ich sage jetzt bewußt nicht btw...) gibt es meiner Meinung nach Begriffe, die sich unmöglich übersetzen lassen...sagen wir mal, George Clooney ist ein ganz cooler Typ. Ich könnte auf deutsch kein Adjektiv finden, das auch nur annähernd in nur einem Wort dem englischen "cool" entsprechen würde!
LG, Tina. |