AW: Komposthaufen
hallo,
ich habe einen Kunststoffkompostbehälter und bin sehr zufrieden damit. Da mein Elternhaus ein ehemaliger Bauernhof am Dorfrand ist, war es wichtig, dass er nicht für Mäuse & Co. zugänglich ist. Das ist bei dem geschlossenen Kunststoffbehälter auch der Fall, auch die Bodenplatte ist gerade mal für Regenwürmer, Asseln usw. durchlässig.
Befüllen sollte man ihn zuunterst erstmal mit dünnen Ästen und anderem Grobmaterial, damit Luft von unten bzw. seitlich drankommt. Darüber kann dann alles mögliche wie schon oben beschrieben drauf. Bei Grasschnitt sollte etwas Grobmaterial wie eben auch Äste, Pflanzenstengel, Kartoffelschalen,etc. druntergemischt werden,über die einzelnen Schichten immer wieder mal Düngelkalk oder Kalkstickstoff (wegen der Schnecken, die kriechen nämlich auch gerne rein und legen ihre Eier dort ab) und wieder mal Erde drüber. Geht auch gut, wenn man die Erde aus Blumentöpfen und -kästen (samt Pflanzenresten) drübergibt. Kaffeesatz bzw. die ganzen Filter ist besonders gut, da das die Regenwürmer anlockt, für die Kaffeesatz eine besondere Delikatesse ist.
Außerdem gibt es noch von Gardena in Raiffeisenmärkten, Garten- oder Baumärkten Kompostsäcke. Das sind Kunststoffsäcke, die wie die Lochfolie gelocht sind, aber schwarz. Ist ganz günstig, wenn der Garten oder die Fläche nicht am Wohnhaus liegt und man nur die anfallenden Abfälle des Gartens oder Grundstücks kompostieren will. Ich habe bei den Herbstaufräumarbeiten in dem Garten, der außerhalb des Hofraums liegt (ca. 200 m entfernt am Dorfausgang) einen solchen Sack in Gebrauch, bei einem freien Beet habe ich eine kleine Mulde ca. 15 cm tief frei gemacht, etwas Kalkstickstoff wegen der Schnecken drauf, ein paar dünne Ästchen, z.B. das Erbsenreisig darüber und darauf den Sack gelegt, Bohnenkraut, Erbsenkraut, Laub und alles was so an Gemüseabfällen dort anfiel, rein, etwas Erde dazu und dann die Öffnung zugedreht und einen Stein drauf. Dann kann das bis zum Frühjahr schön verrotten. Unkräuter lasse ich weg, die habe ich zusammengerecht und werde sie demnächst, wenn es trocken ist, mit dem Gasbrenner in Rauch aufgehen lassen (ohne den Nachbarn zu ärgern).
Rasenschnitt kann - wenn er kurz angewelkt ist - auch als Mulchmaterial unter Sträucher usw. aufgebracht werden, ist ein guter Dünger und hält die Erde schön feucht.
Den Komposter aus Kunststoff gibt es übrigens auch von der Fa. Neudorff, einfach mal dort in die Website schauen. Ansonsten eben auch in Bau- oder Gartenmärkten, Raiffeisenmärkten etc.
Noch einen Tipp aus einem "Großvaters Gartentipps und -tricks"-Buch: Um eine schnelle Verrottung zu erzeugen, soll ein Würfel Hefe mit 500 g Zucker und 10 l lauwarmem Wasser verrührt werden, ca. 1 Stunde stehen lassen und über den Kompost gießen. Habs selbst noch nicht probiert, werde es aber mal ausprobieren. |