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Alt 23.11.2007, 16:25   #11 (permalink)
John Robie
 
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Standard AW: Rente Rente liebe Rente...ab 70?

Hi!

Zunächst mache ich es mir einfach und schließe mich Tono an.

@ Sabine.68

Zitat:
Es geht eigentlich nur um eine staatlich verordnete Rentenkürzung.
Das ist richtig. Geringere Geburtenrate, höhere Lebenserwartung, verlängerte Ausbildungszeiten, längere Phasen der (unfreiwilligen) Nicht-Beschäftigung: Da kann es kein "weiter so!" geben.

Ich zitiere mal die DRV:

---schnippel

Die Wahrheiten zu den angeblichen Todsünden bei der Rente in BILD
Berlin (ots) -

Die Deutsche Rentenversicherung nimmt zu den angeblichen Todsünden
in der heutigen Ausgabe von BILD wie folgt Stellung:

Die Rentenversicherung ist gar kein Spartopf Die gesetzliche
Rentenversicherung ist ein Umlageverfahren, d. h., dass die
Beitragszahler von heute für die Rentner von heute aufkommen. Dieses
System ist keine Todsünde, sondern hat sich im Laufe der fast
120-jährigen Geschichte der gesetzlichen Rentenversicherung auch in
schwierigen Zeiten (Inflation, Nachkriegszeit, Wiedervereinigung)
bewährt und die Rentenzahlung gesichert. Gerade bei der
Wiedervereinigung hat sich das umlage-finanzierte Rentensystem
bewährt. Nur so war es möglich, für fast vier Millionen Ostrentner
kurzfristig die Rentenzahlung zu übernehmen.

Zu lange zu hohe Renten

Auch die Rentner sollen in Zeiten des wirtschaftlichen Aufschwungs
an dieser Entwicklung teilhaben. Deshalb ist ein wichtiger Faktor der
Rentenanpassung die Berücksichtigung der Lohnentwicklung. Dass die
Rentenanpassung von der Bild-Zeitung als Todsünde bezeichnet wird,
verwundert sehr. Ansonsten kritisiert BILD bei jeder Gelegenheit die
fehlende Rentenanpassung.

Wer künftige Beitragszahler in die Welt setzt, wird nicht belohnt
Kindererziehung wird in der gesetzlichen Rentenversicherung in
erheblichem Umfang honoriert. So werden jetzt Kindererziehungszeiten
von drei Jahren anerkannt. Bis zur Vollendung des 10. Lebensjahres
des Kindes werden Berücksichtigungszeiten anerkannt, eine
Teilzeitbeschäftigung oder die zeitgleiche Erziehung von zwei oder
mehr Kindern wird zusätzlich rentensteigernd berücksichtigt. Dadurch
können Eltern zusätzlich Rentenansprüche erhalten, für die andere
Versicherte bis zu 30.000 Euro Beitrag zahlen müssten. Die Aussage
von BILD ist also falsch.

Auch Besserverdienende wurden 1968 in die Versicherung gezwungen
und belasten die Rentenkasse am stärksten Besserverdienende zahlen
nur bis zur Beitragsbemessungsgrenze Beiträge auf ihr Arbeitsentgelt.
So wird auch die mögliche Höchstrente aus der gesetzlichen
Rentenversicherung begrenzt. Von einer Belastung der Renten-kassen
kann keine Rede sein. Die Versichertengemeinschaft profitiert gerade
von hohen Beitragszahlungen. Die Aussage von BILD ist also falsch.

Das Umlagesystem wird nach 1990 auf die neuen Länder übertragen
und nicht aus Steuern finanziert Das ist falsch. Was BILD scheinbar
nicht bekannt ist: Die vereinigungsbedingten Mehrausgaben werden auch
aus Bundeszuschüssen, also aus Steuergeldern finanziert!

Die Politiker haben die Überalterung zu spät berücksichtigt Die
vielfältigen Rentenreformen seit Anfang der 90er Jahre und die
aktuell anstehende Reform "Rente mit 67" dienen gerade dazu, die
Rentenversicherung langfristig zukunftsfest zu machen. Unabhängige
Wirtschaftsinstitute bestätigen, dass die Rentenversicherung ihre
Hausaufgaben gemacht hat.

Die Berichterstattung der Bild-Zeitung zur Rente scheint nur noch
ein Ziel zu haben: Die gesetzliche Rentenversicherung zu
diskreditieren und mit Halbwahrheiten Angst in der Bevölkerung zu
schüren.



Pressekontakt:
Redaktion
Dr. Dirk von der Heide
Tel: 030-86589178
Fax.: 030-86589425
Mail: pressestelle@drv-bund.de

---schnappel

Und, ich habe es bereits mehrmals ausgeführt, eine kapitalgedeckte Rente für Deutschland ist schlicht unmöglich, nicht, weil der Betrag von 8 bis 9 Bio. € nicht aufzutreiben wäre, sondern weil Geld sich nicht von selbst vermehrt, das Drängen dieser Summe auf den Kapitalmarkt die Zinsen Richtung 0 tendieren lassen würde.

Gleichfalls ist es nicht möglich, dass der Faktor Arbeit alleine gleichzeitig die aktuelle Existenz des Arbeitenden sichert und die der Rentner.

Fakt ist, dass unsere Generation (bin Mitte 30) in die Zange genommen wird. Andererseits hatten wir ein bequemes Leben. Meine Oma z. B. erlebte als Mädchen WK I, heiratete 1922 meinen Opa, dann haben sie sich in der Weimarer Republik was aufgebaut, dann kam Wirtschaftskrise und der Nazi-Scheiß, anschließend WK II, Sohn totgeschossen. Dann Währungsreform und <bla>

Da trage ich doch die finanzielle Belastung vergleichsweise gerne.

Bye
-John
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Fülle Deine Tage mit Leben, nicht Dein Leben mit Tagen.

Geändert von John Robie (23.11.2007 um 18:06 Uhr).
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