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Alt 10.12.2007, 12:03   #14 (permalink)
biotekt
 
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Standard AW: Hecke als Lärmschutz

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.... Selbst wenn der Grund, weshalb die Störung durch Lärm weniger oder nicht mehr als solche empfunden wird, eher auf einem "Placebo-Effekt" beruhen würde, wäre ein Nutzen gegegeben. Insofern bin ich mir sicher, dass Vegetation - sowohl im Freien als auch in geschlossenen Räumen - einen Beitrag zur Lärmminderung leisten kann, der deutlich größer ist, als gemessene Schalldruckdifferenzen vermuten lassen.
Nachtrag hierzu:
Die m.E. interessante Wirkung einer schalltechnisch objektiv wirkungslosen Abschirmung wurde mir vor etlichen Jahren mehrfach bewusst. Auf Messen habe ich häufiger einen sogenannten "Iglu" (vgl. Bildanhang)ausgestellt. Das ist eine entsprechend dem Vorbild aus Stäben geformte Kuppel zum Bewuchs mit Kletterpflanzen - also eine Laube im ursprünglichen Sinne des Wortes (ohne festes Dach).
Diese sehr lichte "Rankkonstruktion" konnte ich vielfach - insbesondere bei Messeterminen im Winterhalbjahr (z.B. DeuBau) - nur andeutungsweise begrünen. Ein paar Clematis aus einem Treibhaus vor Ort oder auch mal eine noch transportable Passionsblume mussten reichen, um die Funktion darzustellen.
Auf dem Messestand erfüllte der Iglu die Funktion eines "Besprechungszimmers" und das Erstaunliche war, dass er wirklich als ein abgeschlossener Raum empfunden wurde, obwohl noch nicht einmal der Sichtkontakt auf das lärmende, stressige "Messegewusel" unterbrochen war. Viele Standbesucher empfanden eine Pause im Iglu als ausgesprochen erholsam.
Das Innere einer vergleichbaren aber erheblich größeren und inzwischen bewachsenen Konstruktion im Freien vermittelt den Eindruck der Abgeschirmtheit noch sehr viel stärker. Im Innernen meines sog. "Globus" in Düsseldorf fühlt man sich an einen anderen Ort versetzt. Als ich einmal an einem heissen Sommertag das Objekt besuchte, erinnerte das Spiel von Licht und Schatten unter der Kuppel an eine Höhle mit ein paar Durchbrüchen nach oben hin oder auch eine dunkle Kapelle mit hohen kleinen Fenstern. Die Wahrnehmung des Umfeldes reduzierte sich, als wenn ich mich in einem gemauerten Raum befunden hätte. Die Geräusche, die aus offenen Fenstern der umstehenden Blocks, von ringsum spielenden Kindern und von der einseitig in den Hof hineinschallenden Straße kamen, wurden zur unbedeutenden Nebensache.

Grüße
TB

Anhang: Ein "Iglu" im Freien einige Wochen nach Aufstellung (Erstbepflanzung mit Stangenbohnen).
Angehängte Grafiken
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