AW: Haus kauf möglisch?
Hallo!
Ich verfolge die Disk schon ne Weile, jetzt klink ich mich doch mal ein:
Keine Bank ist ein "Wohltäter", jede Bank will Geld verdienen und das tut sie besonders mit Krediten, also hat sie eigentlich kein übergroßes Interesse daran, Kunden einen Kredit "auszureden". Da wird gerne mal "schön gerechnet", denn die Bank hat ja stets die Sicherheit des erstellten Hauses.
Wenn man ein Haus baut/kauft muß man ALLE weiteren Kosten mitberücksichtigen - bis hin zu der Frage "wieviele neue Möbel brauche ich?" Und da kann sich ganz schön was zusammenläppern. Und das unterschätzen doch viele. Und ich glaube, daß viele vor dem Kauf keine SOLIDE Rechnung über die monatlichen Kosten zum Leben machen.
Bevor wir vor unserem Hausbau den maximalen Kreditrahmen bestimmt haben, hat mein GG fleißig über mehrere Jahre hinweg genau aufgeschlüsselt, was reinkam und was am Ende des Jahres übrig blieb. Nur ein Beispiel: Die Kosten für ein Auto pro Jahr werden oft falsch angesetzt, da wird oft nur der Sprit kalkuliert, aber die wahren monatlichen Kosten (im langjährigen Mittel) sind deutlich höher (Abschreibung, Reperaturen). Wenn man das alles aufgeschlüsselt hat, kann man sich noch überlegen, wieviel "Sicherheit" will ich haben - soll jeden Monat für Sonderausgaben, die man schlecht kalkulieren kann, noch was zurückgelegt werden. Will man für eventuelle Arbeitslosigkeit/Krankheit noch eine (Rück-)Versicherung haben? Das kostet nämlich pro Monat nochmal extra. Und wenn man dann am Ende alles durchgerechnet hat, kommt meist die Ernüchterung, was man sich wirklich an Kredit "leisten" kann.
Das sagen die Banken einem natürlich nicht! Können sie auch eigentlich nicht und deshalb darf man meiner Meinung nach nicht unkritisch einfach nur DIE Banken dafür verantwortlich machen, wenn man sich verkalkuliert hat. Da muß man im Vorfeld schon ein wenig selbst die Verantwortung übernehmen.
__________________ Das Geheimnis liegt in der Sauce ... |