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Alt 14.03.2008, 05:53   #1 (permalink)
Mutts
 
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Standard Sprachstanderhebung

So, gestern war es also für meine Große soweit - sie mußte zu ihrer ersten Prüfung! Und eins war mir von vorneherein klar - wenn meine Große die nicht besteht, so liegt das nicht an ihrem Sprachstand, sondern an der Art der Prüfung. Und es kam wie es kommen mußte - sie bekam knapp drei viertel der Mindest-Punktzahl .... . Im letzten Jahr wäre sie also mit Pauken und Trompeten durchgefallen und zur 2. Stufe geschickt worden .. Meine Große! Haha - die, bei der man desöfteren nur vom Zuhören einen Satz heißer Ohren bekommt, bei der ich oft denke, sie hole mit dem Hintern Luft, wenn sie quasselt, die ihrer kleinen Schwester mit Begeisterung aus den Büchern "vorliest", da sie alle GEschichten fast auswendig rezitieren kann und die bereits anfängt einfache Worte in ihre Buchstaben zu zerlegen, zu "erhören" welche Buchstaben im Wort vorkommen, dies mit anderen vergleicht "ach, so wie in ..." und diese beginnt auf Papier aufzuschreiben ... ganz ohne mein Zutun.
Dieses Jahr haben sie sie trotzdem "bestehen" lassen, da das Urteil der Erzieherin im Kindergarten "die spricht normalerweise wie ein Wasserfall und für ihr Alter sehr gut" dann dieses Jahr erstmals entscheidend zum Zuge kommt. Was soll der Quatsch???
Ich kann ja nachvollziehen, daß man Sprachdefizite bei den Kindern frühzeitig erkennen möchte - es gibt nur genug Eltern, die sich ihrer pädagogischen Verantwortung gegenüber Kindern nicht bewußt sind oder dieser aus was für immer für Gründen nicht nachkommen. Die Kinder sind die Leidtragenden und können nichts dafür. Ich kann auch noch nachvollziehen, daß man das Verfahren in irgendeiner Form quantifizieren möchte, damit man möglichst rationale Vergleichsmöglichkeiten zwischen Kindern, die Kigas besuchen und denen, die zu Hause betreut werden, hat - und möglichst nicht von persönlichen Einschätzungen abhängig ist. Aaaber .....
Letztendlich führt sich das Verfahren selbst ad adsurdum .... denn letztendlich entscheidet bei den Kiga-Kindern doch die persönliche Einschätzung der Erzieher --- und das hätte man von vorneherein haben können, ohne dieses ganze "Prüfungs-Bomborium"!

Die Situation gestern war aber auch zu blöd - ich komme mit meinen beiden Kindern in den Kiga, da sitzt dort in der Ecke der Gruppe von meiner Kleinen ein Faktotum - schwarz gekleidet, Nickelbrille, strenger Blick und drückt sich in die Ecke, um möglichst unsichtbar zu bleiben. Meine Kleine, die sich normalerweise direkt ins Getümmel stürzt und für ihre Mutter immer nur noch knapp Zeit hat, um ihr einen Abschiedsschmatz zu geben, drückt sich an mich, krallt sich an meine Beine und läßt mich die nächsten 10 min nicht mehr los. Sie hat sofort gespürt, daß irgendwas war. Und das haben dann wohl auch die Größeren, die geprüft werden sollten und haben letztendlich den Test verweigert und damit keine Punkte bekommen.
Die Erzieherin meinte zu mir, das sich alle Kinder verweigert hätten und vor lauter Verlegenheit sämtlich mit den Händen im Mund steckend am tisch gesessen hätten ...
Hinterher habe ich meine Große nach dem "Spiel" und nach der Frau gefragt. Und sie meinte nur "Das Spiel war doof!" "Die Frau war nett --- aber gesprochen habe ich trotzdem nicht"

Noch Fragen?

Mir tun nur die Kinder leid, die einen solchen Test in einer ihnen fremden Umgebung durchführen müssen und aufgrund der fremden Situation mit nahezu 100%iger Garantie durchfallen müssen. Und da gibt es dann keine unabhängige Erzieherin, die das Ergebnis modifizieren kann ....
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Das Geheimnis liegt in der Sauce ...
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