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Alt 12.04.2008, 08:07   #6 (permalink)
Amiga
 
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Beiträge: 98
Standard AW: Erfolgreiche Schneckenabwehr?

Hi Ellena

ja, da hast du schon recht, dein Garten ist für Enten ein wenig zu klein. Manche Leute halten sich zu Schneckenabwehrzwecken chinesische Laufenten, die Salat angeblich unberührt lassen, aber sie brauchen auch ihr Wässerchen, damit es ihnen gut geht und sie platteln halt mit der Zeit die Beete fest, ganz zu schweigen von ihren Hinterlassenschaften überall.

Ich hatte einen ziemlich großen Garten und darin ein Gehege mit Plantschbecken für die Enten. Es waren einfache Pekingenten und Flugenten. Sie durften regelmäßig raus und überall nach Schnecken suchen. Da hütete ich sie aber und ließ sie nicht ins Gemüsebeet. Aus den Beeten sammelte ich noch vorhandene Schnecken zusammen und warf sie den Enten vor. Das ging wirklich perfekt, die Schnäbler fanden jede Schnecke. Ich überlegte sogar unwillkürlich, Schnecken übrig zu lassen, damit sie nicht aussterben *Quatsch*, hatte tatsächlich keinen Ärger mehr mit Schnecken.

Heute habe ich keine Enten mehr, weil mein jetziger Garten kleiner ist und ich nicht mehr die Zeit habe. Ja, Arbeit versaut einem das halbe Leben .

Mit Schere würde ich nicht losziehen, außer du möchtest Köder legen. Bei Regenwetter oder nachts zieht solch eine Schneckenleiche ihre Artgenossen an, die sie fressen. Da kannste dann gleich eine Menge auf einmal kriegen.

Kupfer hab ich auch ausprobiert. Im Fernsehen wurde mal gezeigt, dass Schnecken nicht über Kupfer kriechen. Ich legte einen Kupferdraht um jedes Pflänzchen - hat aber nix geholfen, vielleicht war der Draht nicht ganz bodeneben.

Probier einfach mal ein Kupferblech um das Gärtchen aus, wenn es rundum dicht angelegt ist, könnte es klappen - schaut nicht schön aus und ist bestimmt nicht billig.

Wirkungsvoll auf jeden Fall sind die typischen Schneckenzäune, die oben nach hinten/außen geklappt sind. Die Klappe verläuft schräg abwärts, der Schnitt sieht aus wie eine 1. Das geht, denn Schnecken können einen Überhang nicht überwinden, sie können also außen nicht hoch und dann über Kopf nochmal schräg nach unten kriechen, um auf die Oberseite der Klappe zu kommen und in das Beet zu gelangen.
Sie bleiben also in dem spitzen Winkel der 1 kleben und müssen irgendwann umkehren.

Innerhalb des so geschützten Beetes musst du natürlich von Hand sammeln, und ständig kontrollieren, denn was durch Komposterde z.B. zufällig an Schneckeneiern mit hineinkommt, wird irgendwann ein Schneckchen.

Das mit der Plastiktüte finde ich irgendwie fies. Die Schnecken gehen so ja langsam drauf. Da ist mit kochendem Wasser übergießen wenigstens ein schneller Tod, anschließend bringt dies dem Kompost gute Nährstoffe.
Man kann die Schnecken allerdings auch in den Wald bringen und dort aussetzen.

Ich habe letztes Jahr jedoch etwas erfolgreich ausprobiert, das hier bestimmt iiiihs und äääähhs auslöst. Die mit kochendem Wasser übergossenen Schnecken stehen lassen, bis es eine stinkende Jauche wird und etwas von dieser Brühe rings um schützenswerte Pflanzen träufeln. Da geht garantiert keine Schnecke drüber. Muss allerdings nach Regen erneuert werden.

Also Schnecken sind für den Gärtner eine Herausforderung. Irgendwo wurde gesagt, dass Nacktschnecken keine natürlichen Feinde haben. Was ist mit dem Igel? Und da gibt es Käfer, die über Schnecken gehen und auch Ameisen setzen ihnen zu...

Gruß
Amiga
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