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Alt 20.09.2006, 11:34   #7 (permalink)
genios
 
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Standard AW: Starthilfe Weinrebe

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Zitat von Gast
(1) EINPFLANZUNG
Zum einen wüßte ich gerne ob ich beim Pflanzen alles richtig gemacht habe. Die Reben (circa 80cm hoch mit 3 - 4 "Ästen") wurden auf einem Platz gepflanzt, wo unser Garten-Vorgänger immer Äste verbrannt hat. Daher habe ich die Fläche erstmal großflächig umgegraben und noch etwas Pflanzerde, sowie eine minimale Priese Algenkalk aus dem Baumarkt zugemischt. Die Reben dann 10 Minuten in Wasser gebadet, und derweilen ein Loch in etwa der größe der Wurzel ausgegraben. Die Reben etwas schräg hineingestellt, zugeschüttet & angedrückt, so daß die Reben nur 1 cm tiefer als vorher unter der Erde verpflanzt sind. Zum Abschluß habe ich minimal einen biologischen (nicht mineralischen) Dünger ins Umfeld eingehakt. Soweit alles richtig?
Soweit scheinst Du schon mal alles richtig gemacht zu haben, bei Deinen nächsten Pflanzungen machst Du am besten das Pflanzloch doppelt so groß wie der Ballen schon ist. Beim Einpflanzen von veredelten Gehölzen nie tiefer als die Veredelungsstelle pflanzen.

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Zitat von Gast
(2) SPALIER
Ich würde gerne ein Spalier verwenden, bin mir aber nicht sicher wann ich dieses errichten soll. Sind die Planzen noch zu jung? Zur Zeit sind die 'Äste' an einem Bambusstock zusammengebunden. Wann sollte ich dieses zusammenbinden lösen? Mir erscheinen die Äste einfach zu hart, um sie an ein Spalier schon zu binden, werden die im Sommer weicher, so dass ich sie biegen kann, ohne zu brechen? Ich würde gerne eine Fächerform bekommen, da diese recht einfach zu sein scheint!
Das Spalier für Wein sollte schon sehr Robust sein, nimm am besten von Anfang an 9 * 9 cm Holzbalken, das hält dann auch die nächsten 10 Jahre. Weinäste bleiben auch im Sommer recht hart und unflexibel, zum leiten am Spalier hilft nur Geduld.

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Zitat von Gast
(3) PFLEGE
Was mich nun beschäftigt ist die weitere Pflege. Ich habe von Sommer- und Winterschnitt gelesen, allerdings dass man im Pflanzjahr auf den Sommerschnitt verzichten soll, da so zwar die Rebe zu 'schwer' wird, sich dadurch aber gut im Erdreich festigt. Daher würde ich gerne auf den Sommerschnitt verzichten, oder? Abgesehen vom Gießen in den nun (hoffentlich bald kommenden) trockeneren Monaten, muß ich sonst noch etwas wichtiges an Pflege den Reben zukommen lassen? Wie sieht es im Herbst aus, ich habe gelesen, dass man einige Beerentriebe wegschneiden sollte, um somit zwar weniger aber dickere Trauben zu bekommen. Wie entscheide ich, wieviel geschnitten werden muß?
Im ersten Jahr ensteht aus dem Mitteltrieb der zukünftige Stamm. Diesen erstmal senkrecht hoch binden. Alle Nebentriebe auf 2 Augen zurück schneiden, es sei denn, Du bleibst bei dem angesprochenen Fächer, dann direkt breit leiten.
Im zweiten Jahr musst Du die Geize (Seitentriebe aus den Nebentrieben) auf ca. 8 Blätter herunter schneiden. Das bezieht sich auf einen Weinstock ohne Veredelung, denke Deiner ist veredelt und hat in der Krone die 4 Äste, diese bitte NICHT abschneiden
Den Winterschnitt machst Du im Spätwinter, etwa Februar.
Weinstöcke tragen Ihre Frucht am einjährigen Trieb welcher dem zweijährigen Holz entstammt. Daher wird im Winter die zweijährige Rute auf 2 Augen zurück geschnitten. Vom zweiten Auge aus gesehen ca. 2 cm Oberhalb des zweiten Auges abschneiden, sonst trocknen die Knospen aus.
Im Sommer kommt dann noch der Grünschnitt, d.h. die Tragenden Triebe werden bis auf 4 Blätter oberhalb der Frucht eingekürzt. Alle nichttragenden Triebe sind Ende Juni, Anfang Juli, rauszuschneiden.

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Zitat von Gast
(4) SCHUTZ
Die Reben sollen Pilzresistend sein, die Sorte heißt Augustella, es ist eine gelbe Traube. Wegen der Läuse, würde ich einfach ein wenig Lavendel nahe der Reeben pflanzen, und ggf bei Befall mit Kernseifenlauge oder notfalls Brennesseldung sprühen, wäre das okay?
Passt schon, jedoch würde ich die Pflanzstelle großzügig mit hellem Kies bedecken, dieser bewirkt eine bessere Wärmespeicherung in der Erde, was sich günstig auf den Wein auswirkt.

Ich hoffe ich konnte helfen.
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John F. Kennedy
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