AW: Fleischfressende Pflanzen
Hallo,
ich habe inzwischen einige Erfahrungen mit fleischfressenden Pflanzen. Bei mir im Zimmer haben sich in manchen Töpfen eben diese Erdfliegen/Trauermücken prächtig vermehrt. Sie sind noch kleiner als Fruchtfliegen.
Gelbsticker sind gut, aber nicht besonders hübsch anzuschauen. Gegen die Fliegen habe ich mehrere Drosera capensis (Sonnentau). Die kleinen fliegen bleiben an den klebrigen Drüsen hängen. Drosera capensis braucht nicht zwingend "Futter", angeblich lebt sie auch ohne fleischige Nahrung. Füttern kann man sie auch - ich habe es schon mit Spinnen, Kellerasseln und Fliegen gemacht - allerdings sollten die Tiere noch leben, zumindest halbwegs. Vertrocknete Tiere interessiert die Pflanze nicht, zumal sie eben über die klebrigen Drüsen die Innerereien der Vieher verdaut...und wo nix ist, kann nix verdaut werden.
Wichtig ist bei Drosera viel Sonne, ich habe selber im Zimmer leider ein Nord- und ein Westfenster, Südfenster wäre am idealsten. Da bin ich gerade am Ausprobieren, ob's im Zimmer meiner Schwester besser geht. Auch wichtig ist das Gießen von destilliertem Wasser oder Regenwasser, unter keinen Umständen Mineralwasser oder Dünger!
Ein weiterer Tip gegen die Erdfliegen ist das Gießen von unten. Von oben gegossen vermehren sich die Fliegen rasant, von unten gegossen geschieht wesentlich weniger!
Schlauchpflanzen (Sarracenia) habe ich bisher nur eine, und die macht Winterschlaf. Die bringt aber nichts gegen die Trauermücken, glaube ich, da zu klein. Ich habe im Zimmer auch noch Pinguicula moranensis (Fettkraut), welches auf der Blattoberseite einen klebrig-seifigen Film bildet. Daran bleiben die Trauermücken auch kleben.
Soviel von meiner Seite aus
Schönes Wochenende
Philip |