AW: Was wächst im Schatten?
Liebe Ursula, liebe Kathi,
die Botanik wurde als Wissenschaft im 16. Jhd begründet. Damals war selbstverständlich die Wissenschaftssprache das Latein. Mit dieser Sprachübereinkunft können sich an Botanik interessierte Menschen aus der ganzen Welt einfach verständigen. Überall gibt es nur dieselbe lateinische Bezeichnung.
Und noch etwas: warum deutsch? Viele Pflanzen haben auch Eigenbezeichnungen im Dialekt.
In meinem Garten hat sich ein in Deutschland seltener Verwandter des Guggigai angesiedelt, der Tragopogon dubius. Wachsen die bei euch auch? Wenn ich schwäbisch Guggigai sage, dann ist das so, als würde ich für unsere spanischen, französischen, schwedischen oder finnischen Forumteilnehmer das Wort Wiesen-Bocksbart verwenden. Tragopogon pratensis kann man überall verstehen.
Übrigens: die meisten unterer Zimmerpflanzen haben ursprünglich gar keine deutschen Namen. Man verwendet umgangssprachlich ja auch eher das lateinische Ficus als die deutsche Bezeichnung Birkenfeigen, und ein Zamioculcas wird wohl ein Lateiner bleiben, ich hoffe nicht, dass sich der Ausdruck Kartonpapier-Palme durchsetzen wird.
Apisticus, der leider mit den lateinischen Bezeichnungen auch nicht so fit ist, aber gerne dazu lernt
Nun aber noch kurz was zum Thema des Threads: Im Schatten wachsen auch Moose, von denen es auch viele verschiedene Sorten gibt. Gezielt eingesetzt können Moose auch interessant und schön sein.
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