AW: Rezepte und nur Rezepte Zierquittenlikör[size="1"]
Mengenangaben sind hier ganz schwer zu machen...kommt immer darauf an, wieviele Quitten da sind.
Ich fülle meistens ein 5l-Gefäß zur Hälfte mit gewaschenen, halbierten Quitten. Diese habe ich vorher abgewogen und schichte 1/3 ihres Gewichtes an Kandiszucker obendrauf - brauner geht, weißer ist schöner. Dazu kommt nach Geschmack noch eine halbierte Vanilleschote und jetzt wird die ganze Geschichte mit Doppelkorn oder Wodka aufgefüllt und verschlossen.
Das Gefäß kommt auf die Fensterbank (Sonne!) und wenn man dran vorbeikommt, wird es ab und zu mal geschüttelt oder umgerührt.
Der Likör braucht LANGE zum Durchziehen, weil die kleinen Biester nunmal knüppelhart sind. Irgendwann fangen sie an, zu Boden zu sinken, wenn sie annähernd alle unten sind, ist der Likör fertig. Das dauert aber so um und bei drei Monate.
Jetzt wird der Likör mehrmals gefiltert - ich benutze dafür eine alte Mullwindel, jedes andere feinmaschige Baumwolltuch geht aber auch. Nix Edles nehmen, Quitte färbt echt und für immer!!!
Abfiltern bitte nicht mit Schwung, sondern so sachte, daß all' der kleine Schwebkram auch tatsächlich im Tuch hängen bleibt.
Wenn der Likör klar ist, in Flaschen füllen.
Er dunkelt bei der Lagerung noch etwas nach und der Geschmack intensiviert sich auch noch...ich wollte immer mal eine Flasche verstecken und sie nach einem Jahr nochmal probieren, das hat leider noch nie geklappt...
der Geschmack ist nämlich AB-SO-LUT einmalig säuerlich-fruchtig.
LG, Tina. |