Registriert seit: 13.04.2007
Beiträge: 24
| AW: Heute schon ausgelacht? Nein, ich wüte noch über die DEVK!
Hallo,
das klingt wirklich unverschämt!
Mir ist etwas ähnliches passiert, mit der wohl am wenigsten zu empfehlenden Versicherung Deutschlands, der DEVK; nochmal, damit es keiner verpasst: DEVK = Schrott.
Am 1. April 2006 (!!!) ist mir einer vor einer Kreuzung auf einer Autobahnausfahrt mit relativ hoher Geschwindigkeit auf mein Auto aufgebrettert. Auto war hinten kaputt (dank dem damaligen Mercedes leicht reparabel dank guter Qualität) und ich und Beifahrer hatten natürlich ein Schleudertrauma.
Die Polizei kam glücklicherweise sofort, hat alles aufgenommen, es war ganz klar, dass der Auffahrer Schuld hat.
Wir sind gleich ins Krankenhaus zur Untersuchung gekommen, dort war der hausärztliche Notdienst für solche Fälle zuständig. Nacken, Rücken, etc. alles untersucht, diverses diagnostiziert, später noch zum Hausarzt, insgesamt 3 Wochen krank geschrieben.
Die DEVK (gegnerische Versicherung) reagierte natürlich erstmal gar nicht, fühlte sich auch nicht berufen, sich mit uns in Verbindung zu setzen, geschweige denn mir den zuständigen Sachbearbeiter zu nennen. Den habe ich über zig Hotlines und Sonderrufnummern mit letztendlich etwas ungehaltener Drängelei dann doch herausbekommen.
Leider telefonierte der Herr die nächsten Tage entweder stundenlang oder war nicht in Büro, resp. im Feierabend (ab 15 Uhr versteht sich).
Schließlich haben sie uns angeboten, das Auto in einer von ihnen vorgeschlagenen Klitsche zu reparieren (Sonderpreis versteht sich). Von uns abgelehnt, natürlich kommt der in eine ordentliche Werkstatt. Davon möchte aber die DEVK immer noch nicht den 3. Tag Nutzungsausfallgebühr bezahlen.
Angeblich sei ja auch am Wagen nichts kaputt gewesen (eine nötige Reparatur hatten sie aber schon durch ihren Klitschen-Vorschlag und durch einen vorher anwesenden Gutachter bestätigt)...
Um diesen 3. Tag Nutzungsausfallgebühr kümmert sich immer noch (!!! jetzt: schon nach dem 1. April 2007) ein Anwalt.
Das heftigste ist aber, dass sich mein Anwalt auch immer noch um mein Schmerzensgeld kümmert. Dabei hat die DEVK wirklich die beklopptesten Begründungen, die sich in regelmäßigen Abständen in den (orthographisch grauenhaften und jegliche Höflichkeit und Kundenorientierung vermeindenden) Briefen von ihnen und von ihrer Anwaltskanzlei (orthographisch nicht unbedingt besser, auch nicht höflicher) wiederholen.
Von "Auto war nicht kaputt, also Mensch auch nicht" über die Idee, ich hätte an der Kreuzung vor dem Abbiegen nicht die Geschwindigkeit verringern dürfen (tut man aber normalerweise auf dem ABBREMSstreifen), bis hin zu "wir haben gar keine Krankmeldung bekommen, die Ärzte sagen was ganz anderes". Da ich Privatpatientin bin, habe ich natürlich alle Unterlagen der Ärzte, und weiß, was sie der DEVK geschrieben haben, und habe die Krankmeldungen selber dorthin geschickt.
Dazu muss man sagen, dass es sich dabei nicht um viel Geld dreht. Gerade mal 750,00 Euro fordern meine Anwälte für mich. Dazu kommen natürlich, je länger die DEVK das herauszögert, die Anwaltskosten, und die Zinsen für mein nicht erhaltenes Schmerzensgeld.
Wenn die DEVK sich mal überlegt hätte, dass ich im Sommer meinen Studienabschluss habe (ist aus den Unterlagen anhand meines Alters und meiner Berufsangabe "Student" nicht ersichtlich, könnte sich aber ein gewitzer (Fremdwort für DEVK) Sachbearbeiter denken), und ggf. irgendwann in meinem Leben als Studienrätin verbeamtet werde, dann hätte sie - bei freundlicher Kundenbehandlung - darauf hin arbeiten können, dass ich ggf. einige meiner folgenden Versicherungen bei der DEVK abschließen könnte...
Dadurch hätten die in kurzer Zeit (u.a. wegen Lehrer -> Privatversicherung usw.) diese popeligen 750 Euro wieder drin...
Jetzt werde ich natürlich niemals (auch, wenn es die letzte günstige Möglichkeit wäre) irgendeine Versicherung bei der DEVK abschließen und auch allen davon abraten.
Denn wenn sie mich schon als potentiellen Kunden mit möglicher zukünftiger Ertragschance nicht ordentlich behandelt, sich kaum um Belange kümmert und die Kundenberater so gut wie nie zu erreichen sind (und nicht zurück rufen, oder Briefe an die falsche Adresse schickenl...), dann muss ich doch davon ausgehen, dass ich auch als fester Kunde möglicherweise kaum beachtet werde, und Schwierigkeiten bekommen werde, Fälle mit denen vernünftig abzuwickeln.
Ich bin gespannt, wie viele Jahre ich noch warten muss, bis sich da etwas tut. Und ich bin froh, diese Versicherung kennengelernt zu haben, bevor ich da womöglich etwas abgeschlossen hätte. |