hallo pere
das tut mir jetzt aufrichtig leid, dies hören zu müssen, dass es deiner sweet "irgendwas....100(0000)" nicht gut zu gehen scheint....
krank aussehende blätter entfernen und vernichten ist sicherlich der erste und einfachste schritt...leider sind die aussichten auf gute ergebnisse dennoch eher als bescheiden zu bezeichnen...
es gibt diverse "wundermitteli"......aus meiner sicht jedoch alles sehr aufwendig und kompliziert in der anwendung und mit wenig aussicht auf erfolg...
meiner ansicht nach lohnt es sich nur mit einer tomi rum zu doktern, bei ernährungsstörungen/mangelerscheinungen....
hier noch ein auszug aus "bio-saatgut by ulla grall"
Tomatenkrankheiten
Die am häufigsten auftretende und von allen Tomatenliebhabern am meisten gefürchtete Tomatenkrankheit ist die Phytophthora (lat.
Phytophthora infestans), auf deutsch Kraut- und Braunfäule.
Diese Pilzerkrankung ist leider immer mehr auf dem Vormarsch, begünstigt durch den verstärkten Anbau von Frühkartoffeln, die sich
als wahre „Pilzschleudern“ erweisen. Diese Kartoffelpflanzen werden zwar auch befallen, aber durch die frühe Ernte kann der Pilz die
Pflanzen noch nicht ernsthaft schädigen. Durch den Wind werden aber die Sporen meilenweit verteilt und leider könne sie sich auch
im Boden mehrere Jahre halten. Wenn nun die Bedingungen für die Entwicklung der Pilze günstig sind kann man fast zusehen, wie der
Befall die Tomatenpflanzen dahinrafft.
Zuerst bilden sich meistens an den untersten Blättern Flecke, dann entstehen diese braunen, scharf abgegrenzten Stellen auch an den
Stängeln und Blattstielen. Wenn dann die noch unreifen Früchte ebenfalls die braungrünen, verhärtenden Flecke bekommen ist es meistens
zu spät um noch eine Ernte zu retten.
12 bis 15 ° C brauchen die Pilzsporen zum keimen, sie siedeln sich im Gewebe der Wirtspflanze an und benötigen dann Feuchtigkeit
und Temperaturen zwischen 15 und 23 °C um sich innerhalb weniger Tage weiter zu vermehren. Diese Bedingungen sind bei uns im
Sommer natürlich oft gegeben, darum ist es so wichtig, daß Tomatenpflanzen, die feucht geworden sind möglichst rasch abtrocknen
(siehe unter „Gießen“). Bei warmem und dabei trockenem Klima verbreitet sich der Pilz nämlich nicht. Die Sporen halten sich aber in
den befallenen Pflanzen wochenlang und warten nur auf „das Startsignal“.
Was also kann man tun um trotzdem seine leckeren Tomaten zu ernten!?
Folgende Tipps habe ich selbst ausprobiert, bzw. wende sie
regelmäßig an:
Spritzung mit Schachtelhalm-Tee, vorbeugend:
Sobald der Boden offen ist, einmal wöchentlich die Fläche besprengen. Dazu übergießt man 100 g getrockenetes Schachtelhalm-Kraut
mit kochendem 1 Liter Wasser und läßt den Tee einen Tag ziehen. Zum Ausbringen verdünnt man auf ca. 10 Liter. Man spritzt auf die
Beete, auf denen die Pflanzung von Tomaten geplant ist. Ich bringe den Tee aus, indem ich ihn aus einem Eimer mit einem Reisigbesen
grob über den Boden sprenge. Schachtelhalm soll die Eigenschaft haben, den Pilz im Boden zurückzuhalten. Darum kann er auch bei
anderen Pflanzen bodenbürtige Krankheiten zu verhindern helfen. Ergebnis: soweit zufriedenstellend. Erst bei starkem Befallsdruck
werden die Pflanzen geschädigt.
Das restliche Kraut gebe ich in den Kompost und hoffe, daß es auch dort noch seine gute Wirkung verbreitet.
Auch Präparate mit Meeresalgen dienen als Pflanzenstärkungsmittel dazu die Tomatenpflanzen zu kräftigen und gegenüber Krankheiten
allgemein widerstandsfähiger zu machen.
Spritzung mit Schachtelhalm-Extrakt bei Befall:
Beim allerersten Anzeichen (untere Blätter werden als erste befallen - Blattunterseite beobachten!) die befallenen Blätter sofort entfernen.
Spritzen mit 2 - 5 %iger Verdünnung; dabei die ganze Pflanze gut benetzten. Auch mit dem Schachtelhalm-Extrakt kann man vorbeugende
Bodenspritzungen vornehmen (ist aber etwas teuer als mit Tee). Schachtelhalm-Extrakt - und auch andere Pflanzenschutzpräparate -
liefert die Firma -naturprodukte. (Den Katalog können Sie von deren website herunterladen:
SNOEK Naturprodukte!)
Spritzung mit Lebermooser-Extrakt:
Der Extrakt aus dem Lebermoos ist ein universelles Mittel gegen Pilzbefall (und wirkt auch gegen "humanpathogene Pilze" sprich Fußund
Nagelpilze).VORBEUGEND spritzt man in einer Verdünnung von 1:200 (5 ml Extrakt auf 5 Liter Spritzbrühe) alle 14 Tage tropfnass.
BEI BEFALL wird die Konzentration auf 1:50 erhöht. ACHTUNG: Vorbeugen ist besser - ist der Pilz erst mal auf der Pflanze, ist die
Wirkung nur noch halb so gut. Lebermoos-Extrakt erhalten Sie ebenfalls bei der Firma Snoek.
Wenn alle Stricke reißen - Kupferpräparate:
Nur im „Falle des Befalles“ einsetzten sollte man die chemischen Präparate mit Kupferoxychlorid. Die Fa. Neudorff führt das Präparat
"" das auch für den ökologischen Gartenbau und im Kleingartenbereich zugelassen ist.
Anwendung bitte immer streng nach Vorschrift, nie nach dem Motto "Viel hilft Viel". Wenn die dritte Spritzung keine durchschlagende
Wirkung gezeigt hat, kann man die Tomaten für das betreffende Gartenjahr sowieso abhaken. Im darauffolgenden Jahr sollten die Tomaten
dann unbedingt den Standort wechseln!
Versuche mit EM (Effektive Mikroorganismen) habe ich erst begonnen und kann dazu noch keine persönlichen Erfahrungen beisteuern.
Zumindest einen Tipp, wie sich vielleicht das Streuen der Sporen durch Kartoffelkraut verhindern lässt, möchte ich Ihnen nicht vorenthalten:
Die Kraut- und Knollenfäule (Phytophthora)läßt sich eventuell mit dem selbst herzustellenden "EM-5" regulieren. Hier ist das Rezept:
1 Liter EM-1 + 1 Liter Zuckerrohrmelasse (erwärmen auf ca. 60 Grad Celsius und dann bis auf Handwärme abkühlen lassen)+ 1 Liter
Obstessig + 1 Liter Alkohol (einfachster "Kornbrand")+ 6 Liter etwa 2 Tage abgestandenes Leitungswasser. Alles gut mischen und dann
gut naß auf das Kraut gießen. (Aus: EM-Forum).
Mehr Info über EM bei:
Willkommen bei EMIKO - Effektive Mikroorganismen - EM und
MikroVeda - Effektive Mikroorganismen und mehr ...*-*Home
diese ausführungen stellen keine empfehlung meinerseits dar....sie sollen jedoch helfen zusammenhänge zu erkennen und zu verstehen...
nochmals meine binsenweisheit: doktere nicht mit deinen tomili, es hilft selten meistens nie...
ich wünsche allen warmes wetter und eine reiche ernte
el tomatero
nachtrag: die links sind kommerziell....ich habe mit dem inhalt oder mit den gemachten angeboten nichts zu tun, sie sollten lediglich der information dienen und keinesfalls als werbung oder gar als empfehlung verstanden werden...